Büro in der Fabrik

Die Büros der beiden Firmen Pons + Huot in Paris beherbergen Arbeitsplätze für 15 Mitarbeitende.

Als Basis diente eine alte Industriehalle, das im späten 19. Jh. erbaut wurde. Man munkelt gar, Gustave Eiffel hätte sie erbaut.

Das Designbüro Christian Pottgiesser entwarf sieben Büros für die Direktoren und weitere offene Arbeitsplätze, die organisch angeordnet über den gesamten Raum verteilt sind.

Auffallend sind die Plexiglaskonstruktionen, die die Arbeitsplätze leicht abgrenzen, die unterirdischen Sitzungs- und Aufenthaltszimmer und die vielen Pflanzen, die dem ganzen Raum eine angenehme Atmosphäre verleihen.



Dynamik im Design

Gekrümmte Linien und rasante Kurven machen den Porsche Pavillon in Wolfsburg zu einer dynamischen und reduzierten Skulptur, deren Charakteristika sich aus dem Markenbild Porsches ableiten.
Entsprechend dem Entwurf des Architekturbüros HENN nehmen in der fugenlosen Gebäudehülle rasante Linien an Fahrt auf, drosseln ihr Tempo und holen in großen Kurven zu weiteren Radien aus. Einheitliche, matte Edelstahlbleche umhüllen den geschwungenen Baukörper, sie machen ihn als eine durchgängige Einheit erfahrbar und geben ihm je nach Licht und Wetter ein wechselndes Erscheinungsbild.
An seiner Eingangsseite ragt der Pavillon insgesamt 25m über die Wasseroberfläche der vorgelagerten Lagune. Unter dem großen, asymmetrisch geformten Dach öffnet sich ein geschützter Aussenraum mit Sitzreihen für mehrere Hundert Besucher, der optisch mit der umliegenden Landschaft verbunden ist und akustisch einen eigenen Bereich bildet. Architektur und Landschaft, Innen und Außen, Dach und Fassade sind im architektonischen Konzept von HENN als einheitliches, fließendes Kontinuum gefasst. 
„Das Gebäude ist ein Unikat mit einer außergewöhnlichen Konstruktion. Dieser Neubau hat auch eine symbolische und historische Dimension, denn er weist auf die gemeinsamen Wurzeln hin, durch die Porsche und Volkswagen von Anfang an eng verbunden waren und auch in Zukunft sein werden“, sagt Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG.
Kunst im Hang

Diese runde Villa befindet sich in Susaki, im Süden Japans. Das Haus verfliesst mit dem Garten, er ist mitten drin, darauf und natürlich rundherum. Die Landschaft umhüllt den Rundbau mit Atrium wie ein Mantel.
Entworfen wurde es vom französischen Architekturbüro Ciel Rouge.
Es beherbergt ein privates Museum, ein Gästehaus und ein Resort und dient zugleich als Künstleresidenz. Ovale Löcher und Fensterfronten erinnern etwas an einen Emmentaler Käse und kreieren Aussichten und Durchsichten. Sie geben dem Bau auch eine optische Leichtigkeit. Wo immer sich die Möglichkeit bot, wurde Gras angepflanzt, was die Architektur noch besser in die Umgebung integriert. Die Farbe des Hauses ist auch an die Steinfarbe der Landschaft angepasst.

Runde Häuser sind schwieriger zu möblieren, da oft Wände fehlen. Die Architekten aber haben Nischen und Wandelemente eingebaut, so dass trotz futuristischem Bau Wohnlichkeit entstehen kann. Das Haus ist auch eine Galerie. Man kann durch die runden Gänge wandeln und dabei Kunst, Architektur und Aussicht geniessen.

Palast der Winde
Der Hawa Mahal oder auch der ‘Palast der Winde’ ist das wohl bekannteste Bauwerk von Jaipur, Indien.
Auf fünf Stockwerken, die aus rotem und rosafarbenen Sandstein bestehen, sind 953 kleine Fenster eingelassen. Diese hatten zwei Funktionen: Einerseits erlaubten sie durch die Luftzirkulation eine regelmässige Kühlung der Räume und andererseits hatten die Palastdamen die Möglichkeit, das Treiben auf der Strasse unbeobachtet zu verfolgen.

Erbaut wurde der Palast 1799 vom Maharadscha Sawai Pratap Singh.
Architekt war Lal Chand Usta. Er wollte mit der rajputischen Palastarchitektur und der organischen Form der Kuppeln die Krone vom Hindugott Krishna darzustellen.
Top-Design aus Stampflehm
Diese grossflächige Villa, die Lacey Residence, steigt aus der kargen Erde von Arizona auf.
Sie wurde von Jones Studio entworfen und besteht mehrheitlich aus Stampflehm, der aus dem nahe gelegenen Untergrund gewonnen wurde.

Die grosszügige Raumaufteilung und das Spiel mit Licht und Schatten ermöglicht ein optimales Bioklima im Inneren der Räume.
Bereits mit dem Bau des Skorpion-Hauses hatte Jones Studio ein Bijou der Nachhaltigkeit geschaffen.
Museum Salaguti
Das kleine architektonische Juwel befindet sich in der Gemeinde Sasamón, in der Nähe der spanischen Stadt Burgos und wurde vom Maler und Bildhauer Carlos Salazar Gutiérrez (“Salaguti”) im Jahr 1977 in Eigenregie erbaut.

Da er von der offiziellen Kunstgilde nie wirklich ernst genommen wurde erschuf er sich sein Museum, auf dessen Aussenwand ein rund vier Meter hohes Selbstporträt eingelassen ist, gleich selbst.

Als junger Mann wurde ihm der Eintritt in die Kunstschule verwehrt, so entstanden alle sein Werke, wie auch öffentlichen Brunnen und Denkmäler autodidaktisch. Seine Formensprache ist teilweise ausgesprochen grob und trotzdem sehr organisch. Nicht von ungefähr entstand in seiner Zeit die Kunstform des Art brut, die wohl einen gewissen Einfluss auf seine Werke und insbesondere auf seinen Baustil hatte.







