Wachsende Brücken
Im Nordosten Indiens, am feuchtesten Ort der Erde, sind die Brücken nicht gebaut, sie wachsen.

Sie bestehen zu 100% aus den Wurzeln des Gummibaums und Scheiben aus Betelbaum-Stämmen, die das Volk der Khasi aus Cherapunji kunstvoll verflechten. 
Nach ca. 15 Jahren sind diese Brücken stabil genug, um bis zu 50 Personen zu tragen. Die bekannteste dieser Brücken ist die “Umshiang Double-Decker Root Bridge”:
Weil sie immer weiter wachsen werden die Brücken über die Jahre immer stärker. Die ältesten sind über 500 Jahre alt.
Der orange Emmentaler Käse

Das Pariser Architekturbüro Jakob + MacFarlane Architects ist mit diesem speziellen Bau bei den Docks in Lyon weltberühmt geworden und ziert damit gar die Titelseite von “Architecture Now! Vol. 8″. 
Zu den wichtigen Arbeiten gehört auch die Umgestaltung der Docks in Paris.

Roden Crater

Roden Crater ist ein natürlicher Vulkankegel im Südwesten der Painted Desert Wüste im Norden von Arizona. Seit 1972, mit der finanziellen Unterstützung der Dia Art Foundation, der Guggenheim Foundation und der National Endowment for the Arts, verwandelt der Lichtkünstler James Turrell diese Formation in ein monumentales Landschaftskunstwerk. Innerhalb des Vulkans hat er verschiedene Räume erschaffen, die als Himmelsobservatorien dienen.

Er liess sich dabei von alten Werken wie Stonehenge oder den Pyramiden von Gizeh inspirieren.
Liebeshütten

Wer immer einmal in Laos, Nordthailand oder Burma unterwegs ist, wird früher oder später auf diese auffälligen, auf Stelzen gebauten Hütten stossen:

Das Bergvolk der Akha verfolgt damit eine alte Tradition: Die Jünglinge bauen diese Häuser, um Mädchen zur Liebesnacht einzuladen. Wieso diese Gebäude auf hohen Stelzen gebaut sind, entzieht sich unser Kenntnis.
Emotionale Architektur
Agustín Hernández Navarro verfolgt den Ansatz einer “emotionalen Architektur” und versucht dabei Struktur, Form und Funktion auf eine organische Art zu verbinden. Sehr schön sieht man dies am Beispiel der Casa Neckelman, einer unterirdisch angelegten Villa der Superlative. James Bond hätte seine helle Freude daran.
Die Muschelkirche
Im Jahre 1680 gründete Jean-Baptiste de la Salle den Orden “Die Brüder der Christlichen Schulen“, eine religiöse Bruderschaft von Männern, denen die Erziehung von Jungen am Herzen lag. Der Orden wuchs und gedieh, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterrichteten über 6000 Brüder in Frankreich.
1904 kam eine Gruppe von De La Salle Brüdern nach Guernsey und erwarb Les Vauxbelets (=die schönen, kleinen Täler).
Im Dezember 1913 kam der Bruder Déodat nach Guernsey. Als er das bewaldete, hügelige Gelände sah, das sich zum Tal hin neigte, nahm er sich vor, eine Grotte wie die in Lourdes zu bauen. Im März 1914 baute er eine winzige Kapelle, etwa drei Meter lang und eineinhalb Meter breit. Diese Kapelle wurde recht kritisch betrachtet und Déodat verbrachte die folgende Nacht damit, das Gebäude wieder abzureissen. Das war das Ende der ersten Kapelle.
Aber bald fing er wieder mit der Arbeit an, und im Juli 1914 war die Grotte fertig und offiziell eingeweiht. Kurz darauf baute er eine kleine Kapelle, drei Meter lang und zwei Meter breit. Diese Kapelle stand bis September 1923. Dann riss Bruder Déodat auch diese Kapelle wieder ab, weil der Bischof von Portsmouth sich nicht durch den engen Eingang zwängen konnte. Und so endete die zweite Kapelle.

Bruder Déodat machte sich bald daran, eine dritte Kapelle zu bauen, und diese Kapelle steht noch heute. Die Bauarbeiten waren mühselig. Jeden Tag sammelte er Muscheln, Kieselsteine und Porzellanscherben, um den Schrein zu schmücken.
Dann wurde die kleine Kapelle plötzlich berühmt, als ein bebildeter Artikel über sie im Daily Mirror erschien. Jetzt brachten Inselbewohner bunte Scherben nach Les Vauxbelets, so dass über die Jahre ein schmuckes Wunderwerk entstand.








