Friedensreich Hundertwassers Welt der Farben und Rundungen

Friedensreich Hundertwasser wurde am 15. Dezember 1928 in Wien als Fritz Stowasser geboren. 1949 bis 1951 unternahm er längere Studienreisen nach Paris, Marrakesch, Tunis, Italien und Spanien. In dieser Zeit änderte er seinen Namen in Hundertwasser.

Seit den frühen fünfziger Jahren hat sich Hundertwasser mit der Architektur auseinandergesetzt. Von 1983 bis 1986 entstand das “Hundertwasser-Haus”, das in Wien zu den beliebtesten Touristenattraktionen zählt.

Seit 1990 arbeitete der “Architekturdoktor” – wie sich Hundertwasser nannte – an verschiedenen Projekten, zu denen auch Industriegebäude (Rosenthal-Fabrik in Selb, 1982) und andere Zweckgebäude (Einkaufszentrum Village, Wien; Raststätte Bad Fischau) gehörten. Rundungen statt Ecken und Kanten, begrünte Dächer, individuell gestaltete Fenster, Zwiebeltürme und bunte, verspielte Fassaden sind Kennzeichen seines Stils. “Der Architekturdoktor tut nichts anderes, als Menschenwürde und Harmonie mit der Natur und mit der menschlichen Kreation herzustellen”, so Hundertwasser im Januar 1990. “Jedes noch so häßliche und kranke Haus kann geheilt werden.”

Zu den großen Architekturprojekten Hundertwassers in den 90er Jahren zählen eine Kindertagesstätte in Frankfurt/Main (1995) und die Sanierung und Umgestaltung des ehemaligen Plattenbaus Martin-Luther-Gymnasium in Wittenberg, die 1999 vollendet wurde. Kurz vor seinem Tod im Februar 2000 schuf der Künstler in der neuseeländischen Stadt Kawakawa ein Toiletten-Häuschen, das zu einem beliebten Touristenziel avancierte. Posthum wurde im November 2000 die nach Plänen von Friedensreich Hundertwasser ausgeführte Umgestaltung des Bahnhofs in Uelzen zum Umwelt- und Kulturbahnhof fertiggestellt.

Friedensreich Hundertwasser erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Sanbra Preis der V. Biennale São Paulo (1959), den Großen Österreichischen Staatspreis (1980) und den Österreichischen Naturschutzpreis (1981). Sein Verschimmelungsmanifest gehört zur Pflichtlektüre eines jeden angehenden Architekten.

Seit 1986 besaß der österreichische Künstler auch die neuseeländische Staatsbürgerschaft. Am 19. Februar 2000 starb Friedensreich Hundertwasser an Bord des Kreuzfahrtschiffs “Queen Elizabeth II” im Pazifischen Ozean auf dem Weg von Neuseeland nach Europa an Herzversagen. Er wurde unter einem Tulpenbaum auf seinem Land in Neuseeland begraben – in Harmonie mit der Natur im Garten der glücklichen Toten.

Eine farbenfrohe Welt ist immer ein Synonym für das Paradies.

Diese Aussage des vielseitigen Künstlers Friedensreich Hundertwasser spiegelt sich auch in seiner Architektur. Er macht der tristen Bauweise den Garaus und kämpft für ein menschengerechtes Wohnen im Einklang mit der Natur. Organische Formen und Farben bestimmen das Werk. Die gerade Linie ist dem Menschen, dem Leben, der gesamten Schöpfung wesensfremd.

Seit Beginn seiner künstlerischen Karrieren in den 50er Jahren hat sich Hundertwasser in seinen Gemälden mit der Achitektur beschäftigt. Von Architekten und Kunsthistorikern anfangs belächelt, realisierte er bereits in den frühen 70er Jahren erste Architekturmodelle und Fassadenentwürfe. Der Erfolg gab ihm recht. Begrünung der Dächer, Verzicht auf gerade Linien, die unregelmäßige Anordnung von Fenstern und vergoldeten Zwiebeltürmen wurde zu unverkennbaren Markenzeichen.

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10 Antworten zu “Friedensreich Hundertwassers Welt der Farben und Rundungen”

  1. Anonym sagt :

    hallo, Sie haben über alles berichtet nur irgend wie seine farben nicht beachtet

  2. Christian Hosmann sagt :

    Hmm, das meint Wiki:
    Zitat Wieland Schmied:[2] „Ein wesentlicher Teil der Wirkung von Hundertwassers Malerei geht von der Farbe aus. Hundertwasser setzt die Farbe instinktiv ein, ohne nach irgendwelchen, auch selbst festgelegten Regeln etwa bestimmte Farben bestimmten Zeichen zuzuordnen. Er bevorzugt intensive, leuchtende Farben und liebt es, Komplementärfarben unmittelbar nebeneinander zu setzen – etwa zur Pointierung der Doppelbewegung der Spirale.”

  3. mia sagt :

    iloveeeeeeeeeeeyouuuuuuuuuuhundertwassssssssseeeeeeeeer

  4. Matthias Bensemer sagt :

    sehr schöne bilder , da steckt viel fantasie drin in den gebäuten. in darmstadt habe ich es mal gesehen ,, ein wunderwerk :-)

  5. Hosi-ela sagt :

    Immer wen ich mir Werke von Hundertwasser ansehe,geh mir das Herz auf! Einfach genial diese Fantasie,diese Leidenschaft am Detail!die Farben lassen mich träumen!

  6. Anonym sagt :

    Hallo Friedrich sehr schöne bileder

  7. fa sagt :

    hallo

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