Tag-Archiv | Dämmung

Hightech-Kokon

Dieses von Planning Korea entworfene Kokon-Haus soll mitten im UNESCO Weltkulturerbe im Dorf Gotjawal bei Jeju, Südkorea gebaut werden.
Vollbepackt mit der neusten Technologie ist dieses Haus selbstgesteuert. Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden alleine mit kontrollierter Lüftung und dem Öffnen und Schliessen der Fenster geregelt.
Das Gebäude umfasst einen Konferenzraum, ein Atelier, eine Bibliothek, eine Galerie und sonstige private Räume. Teile der Dächer sind begrünt, und dadurch bereits genügend gedämmt. Das Regenwasser wird gesammelt und in den Wasserkreislauf gespiesen.

9, Stock Orchard Street

Dieses Bürogebäude an der 9, Stock Orchard Street, London wurde von Sarah Wigglesworths Architects nach strengsten ökologischen Kriterien entworfen: Steine bilden die Säulen des Fundaments, Sandsäcke wurden als Lärmschutz auf der Seite der Geleise aufeinander geschichtet und Strohballen als Dämmmaterial verwendet.
Noch heute gilt dieses Gebäude für viele Architekten als modernes Modell für nachhaltiges Bauen.

Grüne Welle in den Alpen

Im Auftrag des Bella Vista Trafoi Hotel in den italienischen Alpen hat der italienische Architekt Matteo Thun, einer der Gründer der legendären Memphis Group, dieses Hügel-Hotel in einem ziemlich radikalen Design entworfen.
Entstehen soll damit ein (Zitat) “Klimahotel”, das den höchsten ökologischen Standards gerecht werden soll: durch Verwendung von ausschliesslich lokalen Materialien, Einbau von nachhaltigem Dämmmaterial, Berücksichtigung von Fauna und Flora, perfekte Lichteinstrahlung und Nutzung der Erdwärme.

Isländische Torfhäuser

Über Jahrhunderte haben die Isländer gelernt, mit dem oft garstigen Klima klar zu kommen, entsprechend den Wetterbedingungen sind die Häuser angepasst. So finden sich einige sogenannte Torfhäuser. Diese sind von Gras überwachsen und strotzen jedem Wetter. Das heimische, weiche Birkenholz eignet sich kaum für den Hausbau, weshalb die Isländer es bevorzugten, mit Stein für das Fundament und Torf als günstiges Isolationsmaterial zu bauen.

Heute wird hingegen wieder auf Beton und Stahl zurückgegriffen.

Opalhöhlen als Wohnungen


Coober Pedy ist ein staubiges 3500-Einwohner-Städtchen im südaustralischen Outback im Nirgendwo zwischen Adelaide und Alice Springs gelegen. Es galt als “Opal-Hauptstadt der Welt”, denn in der großen Zeit, den 1960er und 70er Jahren, kam 90 Prozent der Opal-Weltproduktion aus Coober Pedy.

Heute sind die Minen grösstenteils erschöpft, und da die Aussentemperaturen bis über 40°C betragen können haben sich die Bewohner den löchrigen Untergrund zunutze gemacht: Inzwischen leben die meisten Einwohner in den unterirdischen Wohnhöhlen, sogar die Kirche wurde in den Untergrund verlegt, damit während den Messen eine angenehme Temperatur herrscht.

Strohballen-Luxus

Das Didimala Game Lodge wurde direkt im Buschland integriert. Der Name bedeutet “im Geheimen behalten”. So bleibt das Hotel ein Geheimtipp unter den luxuriösen Absteigen Südafrikas, genauer in Pretoria. 10’000 Weizenstrohballen wurden verbaut und mit Lehm ummantelt. Die gesamte Atmosphäre wirkt dadurch sehr natürlich und organisch.

Trotz des einfachen Dekors: das Fünfstern-Hotel verfügt über modernste Konferenzräume, einem durchgehenden Wi-Fi-Empfang und erstklassigem Service mit erlesenster Küche.

California Academy of Science

Dank unter anderem Kollaborationen  mit Grössen wie Renzo Piano oder dem Nachhaltigkeits-Guru William McDonough gilt die Firma Rana Creek unter der Leitung von Paul Kephart zu den international angesehenen Spezialisten für Dachbegrünungen. Eines ihrer Referenzobjekte ist das California Academy of Science in San Francisco.

Aussendämmung kritisch betrachtet

Aussendämmung bei Altbauten galt bis vor Kurzem als ökologisch und ökonomisch. Das Fazit aus diversen Untersuchungen und Baumängeln in der Schweiz und in Deutschland jedoch:

- Die Einsparungen der Heizkosten sind mehrheitlich deutlich kleiner, als propagiert

- Der am Häufigsten eingesetzte Dämmstoff Polystrol hält den Materialprüfungen in Bezug auf Entzündbarkeit nicht stand. Er muss mit giftigen Stoffen behandelt werden, um zumindest den Brandschutzvorschriften zu genügen. Zudem ist die Herstellung dieser Dämmplatten energieaufwändig und die Abfallverwertung problematisch

- Dämmfassaden geben einen Mix von Giftstoffen ab, der in die Gewässer landet. Die negativen Auswirkungen auf die Umwelt sind noch nicht abschätzbar

- Manch Vogel hat sich bereits in den weichen Dämmstoffplatten sein Nest gebaut. Will man einer Gesamtsanierung aufgrund auftretender Feuchtigkeit in den Zwischenschichten vorbeugen, so sind schnelle und zum Teil aufwändige Ausbesserungen nötig

- Hunderte Fälle alleine in Deutschland zeigen, dass – zumindest bei unsachgemässer Verarbeitung der Dämmplatten – ganze Wohnblocks mit Schimmel befallen sind und gesamtsaniert werden müssen. Im schlimmsten Fall muss gar mit Korrosionsschäden in Stahlbetonelementen gerechnet werden

Zu empfehlen ist das vom NDR ausgestrahlte Video “Wahnsinn Wärmedämmung”.

Eine kritische Auseinandersetzung zumindest mit dem Baustoff, den Kosten, der effektiv erzielbaren Amortisation und der Verarbeitung macht Sinn.

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