PET als nachhaltiger Baustoff
Fehlende Unterkünfte und Umweltverschmutzung werden weltweit zunehmend zum Problem. Vor allem für die ärmeren Bevölkerungsschichten fehlen nicht nur Wohnmöglichkeiten, sondern auch Einrichtungen, um den Abfall fachgerecht zu entsorgen. Nun hat man entdeckt: Der herumliegende Müll von PET-Flaschen (Polyethylenterephthalat) kann auch als Baustoff verwendet werden.
Gefüllt mit Sand und eingefasst in Zement und Erde eignen sie sich hervorragend für den Bau von Bungalows, Brücken, Brunnen und Säulen.
Die fertige Konstruktion ist feuerfest, kugelsicher und erdbebenresistent. Im Inneren des “Plastikhauses” soll die gute Isolierung eine Raumtemperatur von 18 Grad Celsius gewährleisten.
Die Non-Profit-Organisation Development for Renewable Energies (DARE) setzt sich seit längerem für den Einsatz von PET-Flaschen als Baustoff ein. Mehrere Projekte konnten bereits in Nigeria erfolgreich umgesetzt werden.
Intrapolis
Der Schweizer Walter Jonas war zusammen mit Yona Friedmann und Ionel Schein Gründungsmitglied der Groupe International d’Architecture Prospective (GIAP). Mit seinem Projekt Intrapolis im Jahr 1962 erregte der Architekt, Künstler und Kunstkritiker international für Aufsehen. Intrapolis als humane Stadtform ist eine Ansammlung von 100 Meter hohen Wohntrichtern. Einerseits würde man damit eine sehr hohe Wohndichte erreichen und andererseits bliebe eine grosse Grünfläche.
Die Idee wurde von Laien und Fachleuten begeistert aufgenommen, verwirklicht wurde das Projekt einer Kegelstadt jedoch nie. Dennoch sollte die Konzeption der Intrapolis Jonas bis zu seinem Tode beschäftigen.
Als eine Variante der Intrapolis kann das von Jonas 1967 eingereichte Projekt für ein schwimmendes Kulturzentrum in Zürich angesehen werden.
Dan Phillips: Kreative Gebäude aus recyklierten Materialien
In diesem unterhaltsamen und aufschlussreichen Vortrag von TEDxHouston führt uns Dan Phillips, Gründer von Phoenix Commotion durch ein Dutzend Häuser, die er in Texas aus recyclierten und rückgewonnenen Materialien gebaut hat. Psychologie- und Soziologieweiterbildung als ein Muss für jeden Architekten, köstlich!


Der Sandwurm
Der Sandwurm ist eine organische Struktur, ein Ort, eine Kreatur, die auf den Dünen der belgischen Westküste zu finden ist.
45 Meter lang und 10 Meter breit windet sich dieses Umweltkunstwerk vom aussergewöhnlichen finnischen Konzeptkünstler und Architekten Marco Casagrande durch den Sand. Es ist zu 100% aus Weide geflochten und wird mit den Jahren von selbst wieder verschwinden.

Das “Eliphante”: Kunstraum in wilder Natur
Ein interessantes Beispiel der Kombination von organischer Architektur und Kunst bildet das von Michael Kahn und Leda Livant erbaute Erdhaus “Eliphante” in Cornville, Arizona.
Themen, die die beiden beschäftigten setzten sie in idiosynkratischer Weise künstlerisch um: Überall finden sich Skulpturen, eigentümliche Formen, Fenster und Durchgänge. Das Eliphante wurde über die Jahre mehr und mehr zu einem Kunstpalast, einer Meditationsstube, einem Badehaus. Über viele Jahre hauste das Paar in diesem nie fertigen Gebäude, ohne Strom, ohne fliessendes Wasser, ohne Toilette (die Notdurft wurde im Garten verrichtet) und ohne wirklichen Zugang, denn um das Haus zu erreichen muss ein Fluss durchquert werden. Die Materialien klaubten sich die beiden aus der Umgebung zusammen.


Michael Khan gab sich zeitlebens der Malerei hin, bis er nach einer schweren Demenzkrankheit verstarb. Die Zukunft des Eliphante ist leider ungewiss.
Spieglein, Spieglein an der Hauswand…
Die Stadtverwaltung von Kopenhagen stand vor dem Problem, dass der öffentliche Spielplatz und die angrenzende Kindertagesstätte regelmässig durch Müllablage und Graffitis verunstaltet wurden. Ein einfaches Mittel, dies zu unterbinden, fanden die MLRP Architects: Die Fassade erhielt kurzerhand einen Chromstahlmantel überzogen, der die ganze Umgebung spiegelt. 
Kinder lernen so sich und die natürliche Umgebung besser zu erfahren, zugleich fühlen sich potentielle Verunstalter gleich doppelt beobachtet … .







