Oase Siwa
Siwa liegt als westlichste Oasengruppe Ägyptens in der libyschen Wüste und erstreckt sich über eine Länge von 80 km und eine Breite von 2-20 km. Als Depressionen liegt Siwa 18 m unter dem Meeresspiegel.
Die Geschichte der Oase Siwa lässt sich bis ins 15. Jh. v. Chr. zurückverfolgen. Ihr Haupttempel, dem Gott Amun geweiht, und ihr Orakel waren weit über die Grenzen des Pharaoenreichs bekannt. Der wohl bekannteste Besucher des Orakels war Alexander der Große. Er liess sich hier 331 v.Chr. als Sohn des Zeus bestätigen.

Die traditionellen Lehmhäuser sind organisch mit den Ruinen und den wunderschönen Felsenhöhlen (Gräber) verbunden.

Sehenswürdigkeiten in Siwa:
- Shali – Ruinen von ‘Alt-Siwa’ – Shali ist der größte Ort der Oase, in dem sich die verlassenen Ruinen des “Alt-Siwas” befinden. Er wurde im 12. Jh. von den Einwohner Siwas zum Schutz vor Nachbarstämmen gegründet.
- Tempel des Amun und Amun-Orakel – genau hier befragte Alexander der Große höchstpersönlich das Orakel. Der auf einem Felsvorsprung gelegene Tempel ist allerdings ein Opfer des Zahns der Zeit geworden.
- Der Berg ‘Al-Dakrur’ - Von den Einwohnern Siwas als heiliger Berg angesehen, da seinem weißen Sand Heilkräfte zugeschrieben werden, u.a. gegen Rheuma.
- ‘Al Mauta’ oder Der Berg der Toten - Ein gewaltiges Kalksteingebilde, in dem sich Gräber aus pharaonischer und römischer Zeit befinden.
- Die Sonnenquelle – Hier soll Königin Kleopatra angeblich gebadet haben, weswegen sie auch ‘Kleopatra-Bad’ genannt wird. Sie liegt 4 km südlich von Siwa-Stadt.
Intrapolis
Der Schweizer Walter Jonas war zusammen mit Yona Friedmann und Ionel Schein Gründungsmitglied der Groupe International d’Architecture Prospective (GIAP). Mit seinem Projekt Intrapolis im Jahr 1962 erregte der Architekt, Künstler und Kunstkritiker international für Aufsehen. Intrapolis als humane Stadtform ist eine Ansammlung von 100 Meter hohen Wohntrichtern. Einerseits würde man damit eine sehr hohe Wohndichte erreichen und andererseits bliebe eine grosse Grünfläche.
Die Idee wurde von Laien und Fachleuten begeistert aufgenommen, verwirklicht wurde das Projekt einer Kegelstadt jedoch nie. Dennoch sollte die Konzeption der Intrapolis Jonas bis zu seinem Tode beschäftigen.
Als eine Variante der Intrapolis kann das von Jonas 1967 eingereichte Projekt für ein schwimmendes Kulturzentrum in Zürich angesehen werden.
Yazd, die iranische Wüstenoase
Aufgrund seiner Lage zwischen zwei Wüsten ist Yazd einem besonders harten Klima ausgesetzt: die extrem heißen Sommer und kalten Winter der iranischen Hochebene erfordern eine Architektur, die diesen Bedingungen gerecht wird.
Die überdachten Bazare erinnern an längst vergangene Zeiten, als Marco Polo (13. Jh.) die für seine Teppichherstellung bekannte Stadt an der südlichen Seidenstraße bereiste und Yazd mit dem Attribut die Edle versah. Speziell sind die Windtürme, Badgire genannt, Jahrtausende alte, natürliche Klimaanlagen auf den Dächern der Stadt, die jeden noch so geringen Luftzug mithilfe eines raffinierten Belüftungssystems in den Häusern verteilen.
Wasser ist das Gold der Wüste. Neben Schutz vor sengender Sonne bot die vollständig aus Lehm erbaute Wüstenstadt den Händlern der Seidenstraße vor allem den Zugang zu Wasser. Dies ermöglicht auch heute noch ein auf der Welt einmaliges System aus Wasserkanälen, Qanate genannt, die von Wartungstrupps permanent sauber gehalten werden müssen.
Seit über 2500 Jahren gilt Yazd als Zentrum der Zoroastrismus , der ersten monotheistischen Weltreligion.
Eco Truly Park in Peru
Direkt an der Küste und nur eine Stunde von Lima (Peru) entfernt, liegt diese verzaubert wirkende Wohnanlage. Die autarke Hare Krishna Gemeinschaft trägt den Namen Eco Truly Park und setzt sich aus Anwohnern und Besuchern aus der ganzen Welt zusammen. Es bietet einen harmonischen Rückzugsort in traumhafter Umgebung.
Friedvolles Miteinander steht neben ökologischem Anbau, Yoga und nachhaltiger Architektur im Mittelpunkt.
Die magischen Lehmhäuser ähneln ihrem Aufbau sehr den Trulli in Apulien und generell Erdhäusern. Denn gefertigt werden sie ebenfalls aus regionalen Materialien wie Lehm, Bambus, Recycling-Glasflaschen und Holz. Die mit indischen Motiven verzierten Earthships liegen paradiesisch zwischen Sanddünen und dem tiefblauen Pazifik.
(via Lilligreen)
Die Muschelkirche
Im Jahre 1680 gründete Jean-Baptiste de la Salle den Orden “Die Brüder der Christlichen Schulen“, eine religiöse Bruderschaft von Männern, denen die Erziehung von Jungen am Herzen lag. Der Orden wuchs und gedieh, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterrichteten über 6000 Brüder in Frankreich.
1904 kam eine Gruppe von De La Salle Brüdern nach Guernsey und erwarb Les Vauxbelets (=die schönen, kleinen Täler).
Im Dezember 1913 kam der Bruder Déodat nach Guernsey. Als er das bewaldete, hügelige Gelände sah, das sich zum Tal hin neigte, nahm er sich vor, eine Grotte wie die in Lourdes zu bauen. Im März 1914 baute er eine winzige Kapelle, etwa drei Meter lang und eineinhalb Meter breit. Diese Kapelle wurde recht kritisch betrachtet und Déodat verbrachte die folgende Nacht damit, das Gebäude wieder abzureissen. Das war das Ende der ersten Kapelle.
Aber bald fing er wieder mit der Arbeit an, und im Juli 1914 war die Grotte fertig und offiziell eingeweiht. Kurz darauf baute er eine kleine Kapelle, drei Meter lang und zwei Meter breit. Diese Kapelle stand bis September 1923. Dann riss Bruder Déodat auch diese Kapelle wieder ab, weil der Bischof von Portsmouth sich nicht durch den engen Eingang zwängen konnte. Und so endete die zweite Kapelle.

Bruder Déodat machte sich bald daran, eine dritte Kapelle zu bauen, und diese Kapelle steht noch heute. Die Bauarbeiten waren mühselig. Jeden Tag sammelte er Muscheln, Kieselsteine und Porzellanscherben, um den Schrein zu schmücken.
Dann wurde die kleine Kapelle plötzlich berühmt, als ein bebildeter Artikel über sie im Daily Mirror erschien. Jetzt brachten Inselbewohner bunte Scherben nach Les Vauxbelets, so dass über die Jahre ein schmuckes Wunderwerk entstand.

Einen am Helm haben, ohne sich dafür schämen zu müssen
Das Helmet House in Goffstown, New Hampshire ist der zweite von Jersey Devil realisierte Bau aus dem Jahr 1975. Leider existieren nur wenige Informationen darüber. Zwar ist das Haus dem Meister Bruce Goff gewidmet, doch mit Ausnahme der skulpturalen Erscheinung erkennt man wenige Ähnlichkeiten mit seinen Bauten. Mit dem Helmet House haben sie 1976 den National Enquirer Weird Home Award gewonnen.
Ein weiterer unvergleichlicher Bau ist das Snail House in Forked River, New Jersey:
For twenty-five years the members of Jersey Devil have been constructing their own designs while living on site in tents or Airstream trailers, and making adjustments to their structures in response to problems encountered during the building process.
Jersey Devil is a name that has been attached to work by Steve Badanes, John Ringel, Jim Adamson, or any combination of the above, plus other people who have participated in their diverse projects. This loose-knit group of designer-builders has created projects that critique conventional practice, both the process of making architecture and the accepted definitions of architecture itself.
Jersey Devil’s architecture shows a concern for craft and detail, an attention to the expressiveness of the construction materials, and a strong environmental consciousness.
Zitat aus Devils Workshop: 25 Years of Jersey Devil Architecture:
Susan Piedmont-Palladino + Mark Allen Branch
Alle Mitglieder lehren heute an der Yestermorrow Design Build School in Warren, Vermont
Haus der Schlümpfe
Beim ersten Anblick fühlt man sich an Hundertwasser oder Gaudí erinnert, doch nein. Wir befinden uns mitten in einem Quartier in Genf, an der Rue Louis Favre 23-29 beim Haus der Schlümpfe (la Maison des Schtroumpfs).
Tatsächlich findet sich man sich beim Betreten der Häuser in die legendären Comics von Peyo (Pierre Culliford) mit den kleinen blauen Männchen versetzt.
In den Jahren 1982 bis 1984 erbauten die drei Architekten Robert Frei, Christian Hunziker und Georges Berthoud dieses farbenfrohe und schräge Gebäude, das mittlerweile in diversen Touristenführern figuriert.





