Kampf gegen die Fluten
Wie sollen Grossstädte, die direkt am Meer liegen, sich in Zukunft vor Flutkatastrophen oder Überschwemmungen aufgrund der globalen Erwärmung schützen? Dieser Frage gingen die beiden Studenten Tingwei Xu and Xie Zhang von der University of Pennsylvania nach. Ihr Vorschlag ist ein Membranengebilde, das sich um die bestehenden Wolkenkratzer von Manhattan rankt.
Es besteht aus einem schwammartigen Material und kann Millionen Liter Wasser aufsaugen, um dieses wieder zu absorbieren.
Ein Pflanzengürtel trägt ebenfalls dazu bei, dass genügend Wasser aufgenommen werden kann.
Intrapolis
Der Schweizer Walter Jonas war zusammen mit Yona Friedmann und Ionel Schein Gründungsmitglied der Groupe International d’Architecture Prospective (GIAP). Mit seinem Projekt Intrapolis im Jahr 1962 erregte der Architekt, Künstler und Kunstkritiker international für Aufsehen. Intrapolis als humane Stadtform ist eine Ansammlung von 100 Meter hohen Wohntrichtern. Einerseits würde man damit eine sehr hohe Wohndichte erreichen und andererseits bliebe eine grosse Grünfläche.
Die Idee wurde von Laien und Fachleuten begeistert aufgenommen, verwirklicht wurde das Projekt einer Kegelstadt jedoch nie. Dennoch sollte die Konzeption der Intrapolis Jonas bis zu seinem Tode beschäftigen.
Als eine Variante der Intrapolis kann das von Jonas 1967 eingereichte Projekt für ein schwimmendes Kulturzentrum in Zürich angesehen werden.
Scheibenkaktus
Im Hafen von Vuurplaat, Rotterdam ist geplant, inmitten der würfelförmigen holländischen Architektur einen urbanen Kaktus wachsen zu lassen. UCX Architects planen scheibenförmige Appartements, die mittels ausladenden Terrassen das Tageslicht ideal einfangen.

Schibam, das Manhattan der Wüste
Schibam oder auch Shibam befindet sich im Jemen, hat 8.000 Einwohner und wird auch “das Manhattan der Wüste” genannt. Die alte Stadt ist für ihre bis zu neunstöckigen Wohnhäuser aus Lehmziegeln berühmt. Die inneren Stützkonstruktionen aus Holz erreichen ein hohes Alter, wohingegen die Lehmziegel in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Die Lehmhäuser werden in den oberen Etagen mit einem Kalkanstrich gegen die (seltenen) Regenfälle geschützt.
Dieses Stadtensemble wurde 1982 von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen.
Grünes Beirut
Der “Beirut Wonder Forest” ist ein ambitionierter Vorschlag, die libanesische Hauptstadt Beirut von einem verpesteten Molloch in eine grüne Lunge zu verwandeln. Das Studio Invisible hat den Plan entworfen. Neben der Luftfilterung ist ebenfalls geplant, das Regenwasser zu sammeln und entsprechend besser zu nutzen.
In a city of concrete, a city stranger to green spaces, a city where sidewalks like roads have been carjacked, a city, where a dark smog looms over daily, you’d figure, there’s more to rooftops than rooftop bars.
Sir Mark Sykes
Grüne Dächer braucht die Welt
Ziel ist nicht nur, das Grau der Grossstädte mit Farbe zu bekämpfen. Dachbegrünungen fördern die Biodiversität, die Reinigung der Luft, die Steuerung des Wasserhaushalts, die natürliche Isolation und damit das allgemeine Wohlbefinden von Mensch und Natur.
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Bosco verticale – vertikaler Wald
Dieses ultimative Architekturprojekt befindet sich momentan in Mailand, Italien im Aufbau. Diese zwei Türme werden die erste Konstruktion darstellen, die hauptsächlich für Bäume gedacht ist, natürlich auch für Menschen.
Sie sind nichts anderes als eine Wiederaufforstung auf städtischem Gebiet, so der Architekt Stefano Boeri. Ziel ist die Verbesserung der Biodiversität und die ökologische Regenration im urbanen Raum. Jeder der 27 Stockwerke hohen Türme wird 900 Bäumen und einer Vielzahl von Blumen Platz bieten und nutzt neuste Wind-, Solar- und Wasseraufbereitungstechnologien. Damit absorbieren sie Tonnen von CO2 und produzieren lebenswichtigen Sauerstoff. Für diese Anzahl Pflanzen würde eine Waldfläche von ca. 2.5 km2 benötigt.
Baumhaus? Hausbaum?
Die Brücke zwischen Natur und Architektur schlägt das Tokioter Architekturbüro Akihisa Hirata mit dem Entwurf einer Residenz mit organischen Elementen mitten in Toshima-ku, Tokio. Das Resultat ist ein dynamisches Miteinander von Pflanzen und Mensch in einer modulmässigen Anordnung der verschiedenen Räumlichkeiten.
Weitere interessante Idee von Akihisa Hirata: die Netzbrücke.












