Tag-Archiv | Hotel

Cybertecture: Mit Köpfchen in die Zukunft

Ein entscheidender Moment in der architektonischen Laufbahn von James Law ereignete sich im Jahr 2000, als er eingeladen wurde, Architektur und  Technik des Dickson Cyber Express Shopping Mall zu entwerfen – der weltweit erste “Bricks and Clicks” Einzelhandels-Komplex in Hong Kong.

Dies führte zu James Prägung des Begriffs “Cybertecture“, – eine neue Art von Design, die Technologie und Architektur verschmilzt als zukünftige Gestaltungsform. Mit wachsendem Ruf, engagiert James sich stark in Fragen der zukünftigen Technologie und Design. So gründet die Cybertecture Design-Philosophie in seinem breiten Spektrum auf ein Dual-Konzept, das zu einer unendlichen Anzahl von verschiedenen Arten von Projekten und Szenarien angewendet werden kann. Dies bezeugen die diversen Wettbewerbseingaben von Cybertecture:

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Grüne Welle in den Alpen

Im Auftrag des Bella Vista Trafoi Hotel in den italienischen Alpen hat der italienische Architekt Matteo Thun, einer der Gründer der legendären Memphis Group, dieses Hügel-Hotel in einem ziemlich radikalen Design entworfen.
Entstehen soll damit ein (Zitat) “Klimahotel”, das den höchsten ökologischen Standards gerecht werden soll: durch Verwendung von ausschliesslich lokalen Materialien, Einbau von nachhaltigem Dämmmaterial, Berücksichtigung von Fauna und Flora, perfekte Lichteinstrahlung und Nutzung der Erdwärme.

Strohballen-Luxus

Das Didimala Game Lodge wurde direkt im Buschland integriert. Der Name bedeutet “im Geheimen behalten”. So bleibt das Hotel ein Geheimtipp unter den luxuriösen Absteigen Südafrikas, genauer in Pretoria. 10’000 Weizenstrohballen wurden verbaut und mit Lehm ummantelt. Die gesamte Atmosphäre wirkt dadurch sehr natürlich und organisch.

Trotz des einfachen Dekors: das Fünfstern-Hotel verfügt über modernste Konferenzräume, einem durchgehenden Wi-Fi-Empfang und erstklassigem Service mit erlesenster Küche.

Ein Glas-Iglu für zwei

Eine romantische Nacht unter Sternen ist das Eine, doch eins obendrauf setzt das finnische Iglu-Dorf vom Hotel Kakslauttanen in Finnland: In 20 in Thermalglas gefassten Iglus geniesst man eine klare Sicht in den Himmel und kann die Nordlichter in gemütlicher Zweisamkeit geniessen.

Jugendstil als Gesamtkunstwerk in den Bauten von Victor Horta

Mit seinen Stadtpalästen und Wohnhäusern schuf Victor Horta in Brüssel ein einzigartiges architektonisches Ensemble früher Jugendstilbauten in Europa, das zum UNESCO-Welterbe gehört.

Die Hôtels Tassel (1893–1895), Solvay (1894–1898) und van Eetvelde (1895 bis 1897) sowie das Wohnhaus und Atelier (1898–1901) des belgischen Architekten Victor Horta (1861–1947) sind frühe Beispiele urbaner Wohnhäuser, bei denen er die Gestaltungsprinzipien des Art nouveau in immer neuen Variationen artikulierte.
Charakteristisch für diese Bauten ist ein offener Grundriss, bei dem die einzelnen Räume nach ihren spezifischen Funktionen angeordnet und ausgestattet wurden. Ein von oben beleuchtetes, helles Treppenhaus bildet den inneren Kern und sorgt für eine schnelle und sinnvolle Erschließung der einzelnen Stockwerke. Die Verwendung moderner Materialien wie Eisen, Stahl und Glas am Innen- und Außenbau war für die damalige Zeit revolutionär.
Bei der Innenausstattung zog Horta alle Gattungen der bildenden Kunst – von der Architektur über die Malerei bis zu Skulptur und Kunsthandwerk – mit ein. Auf diese Weise schuf er mit seinen Bauten moderne Gesamtkunstwerke.

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Kurz einmal in die Röhre gucken

Eines der ungewöhlichsten Hotels der Welt befindet sich 45 Minuten südlich von Mexico City im “magischen” Dorf Tepoztlan, Morelos. Tubohotel ist einer der weltweit einzigartigen “Luxus”hostels. Aus großen Industrie-Drainagen hat man sein eigenes privates Rohr, einige in Pyramidenform aufgetürmt, ausgefüllt mit einem einzigen Queen-Size-Bett. Dazu gehören Bettwäsche, Kissen, Bettwäsche, unter Bettkasten, ein Kopfteil mit Steckdosen, Gardinen, kostenfreien WLAN-Internetzugang, Ventilator und Licht. Die Röhren sind optimal isoliert und garantieren Tag und Nacht eine angenehme Temperatur. Stauraum befindet sich unter dem Bett. Duschen und WC gibt es nur in Gemeinschaftsräumen.

Dies ist kein traditionelles Hotel mit der üblichen Privatsphäre, denn die die Tubohotel-Gäste suchen das Spezielle. Tepoztlan ist eine der landschaftlich schönsten und kulturell sicher interessanten Pueblos in Mexiko, mit einer einzigartigen Mischung von Dorfbewohnern, verlorenen Hippies und Künstlern, eine Stimmung, die man so in keinem anderen Ort in Mexiko findet.

Höhlenhotel Gamirasu

Das Gamirasu Hotel ist mitten in der Gebirgslandschaft von Kappadokien (wir haben bereits über die Höhlen berichtet) gelegen. Es ist ein Komplex aus sieben alten, herrlich restaurierten Häusern mit achtzehn Zimmern.

Bis vor kurzem wurde ein Teil des Hauses noch von christlichen Mönchen genutzt, so waren einige der Räume ursprünglich Mönchszellen. In den Höhlenräumen ist es angenehm kühl im Sommer und warm im Winter, da das vulkanische Tuffgestein perfekt isoliert und die Temperaturen im ganzen Jahr zwischen 17 bis 20 Grad Celsius hält. Die Räume variieren alle in Größe, Aufteilung und Ausstattung.

Architekt der Milliardäre

Mit Jacques Couëlle findet ein Meister der organischen Architektur und ein – jedenfalls in Frankreich – äusserst bekannter Architekt, auch genannt “der Architekt der Milliardäre” ebenfalls einen Platz auf diesem Blog. Als Autodidakt, Querkopf, oft mehr Skulpteur als Architekt widmete er sein Leben seinen Bauten, so spielt nicht nur das Material und die Farben eine grosse Rolle, ebenso der Lichteinfall und das Einbetten des Werkes in die Natur. Hier nur ein kleiner Auszug seiner Bauwerke:

Hotel Cala di Volpe das ultimative Luxusresort in Sardinien: Im Erscheinungsbild einem alten Dorf nachempfunden, schmiegen sich die Türme, Terrassen, unregelmäßigen Dächer und Säulengänge wunderbar in die Landschaft mit ihren Rosmarinbüschen und Zitronen ein.

Jacques Couëlle ist ebenfalls bekannt für viele organisch gebauten Erdhäusern in Frankreich, wie das

“Cave of the year 2000″ in der Nähe von Paris,erbaut 1969,

“Maison Les Pierres Levées (1994)” in Louveciennes,

oder eine Villa oberhalb Grasse kurz nach Bauende

und heute oder

zu guter Letzt “La Maison du Maître” auf den Seychellen, das oft mit der Affäre Bettencourt in Zusammenhang gebracht wurde.

Sein Sohn Savin J. Couëlle, der einige Bauten mit seinem Vater durchgeführt hatte, ist weiterhin als Architekt aktiv.

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