PET als nachhaltiger Baustoff
Fehlende Unterkünfte und Umweltverschmutzung werden weltweit zunehmend zum Problem. Vor allem für die ärmeren Bevölkerungsschichten fehlen nicht nur Wohnmöglichkeiten, sondern auch Einrichtungen, um den Abfall fachgerecht zu entsorgen. Nun hat man entdeckt: Der herumliegende Müll von PET-Flaschen (Polyethylenterephthalat) kann auch als Baustoff verwendet werden.
Gefüllt mit Sand und eingefasst in Zement und Erde eignen sie sich hervorragend für den Bau von Bungalows, Brücken, Brunnen und Säulen.
Die fertige Konstruktion ist feuerfest, kugelsicher und erdbebenresistent. Im Inneren des “Plastikhauses” soll die gute Isolierung eine Raumtemperatur von 18 Grad Celsius gewährleisten.
Die Non-Profit-Organisation Development for Renewable Energies (DARE) setzt sich seit längerem für den Einsatz von PET-Flaschen als Baustoff ein. Mehrere Projekte konnten bereits in Nigeria erfolgreich umgesetzt werden.
Die Höhlenmühlen von Col-de-Roches
Vom Wasser am äussersten Ende des Le-Locle-Tal in der Schweiz eingegraben, zeugt die Höhle der Col-de-Roches von der menschlichen Tatkraft des 17. Jahrhunderts. Erfinderische Menschen nutzten das Felsenbett und zähmten den natürlichen Wasserfall in diesem Karstgebiet, um hydraulische Energie zu gewinnen.
Im Laufe der Zeit bauten sie in der Höhle ein ganzes System von Wasserrädern, Mühlen, Dreschmaschinen und Sägen.

Diese Anlage ist europaweit die einzige dieser Art. Hier geht’s zur offiziellen Website.
Beim Flaschengeist daheim
Das “Maison Verley” oder auch “Maison-Plante”, “Maison-Bouteille” oder “Maison-Fleur” wurde 1971-1972 vom Architekten Henri Mouette in enger Kooperation mit dem ungarischen Skulpteur Pierre Szekely erbaut.
Mouette hielt sich dabei an keine Konventionen, so wirkt die gesamte Anlage, die zum Teil mit Tunneln verbunden ist, als ein überdimensionales Wohn-Kunstwerk.
Seit dem Jahr 2002 ist es nicht umsonst als historisches Monument klassifiziert. Zu finden ist es in Sebourg, Frankreich.
Haus? Wo?
Das Erdhaus “Malator” liegt in Pembrokeshire, an der Küste von Wales. Die Firma Future Systems hatte es 1994 fertiggestellt.
Damals belächelt und von den hiesigen Bevölkerung “Teletubby House” genannt, gilt es heute aus Vorzeigebeispiel für nachhaltiges Bauen.
Von Weitem ist es nur durch zwei Glasfronten zu erkennen und fügt sich sonst komplett in die Landschaft ein.
Im Inneren erwartet einen eine gemütliche 1-Zimmerwohnung.
Golden shopping
Das Atelier du Pont hatte bereits in Dubai für Stella Cadente eine aussergewöhnliche Boutique eingerichtet. Neuster Coup ist das Volcania-Team gleich selbst in Paris, am Boulevard Beaumarchais besuchen gegangen: Eine kleine, aber feine Boutique ganz in Gold getaucht, in Form eines zylindrischen Tunnels. Die Ladenfläche ist ausgesprochen klein. Dies wird mit der tollen Kleiderauswahl gleich wett gemacht. Ein Besuch lohnt sich.


Eine Bibliothek, aus der Rippe geschaffen
Dieses Gebäude in Vennesla, Norwegen beherbergt eine grosse Bibliothek und ist kulturelles Zentrum zugleich. Es verbindet den öffentlichen Raum mit dem bereits bestehenden Gemeindehaus und dem zentralen Platz der Stadt.

Mit der rippenartigen Trägerkonstruktion aus Holz haben die Architekten helen & hard (Siv Helene Stangeland, Reinhard Kropf) eine wunderbare Lernatmosphäre geschaffen.

Fotos: Emile Ashley
Der unterirdische Garten Eden
Der Sizilianer Baldassare Forestiere begann 1906 mit dem Bau eines unterirdischen Gartens. Er kaufte hierfür ein fruchtbares Stück Land im San Joaquin Valley, Kalifornien. Die nächsten 40 Jahre bohrte er sich auf einer Fläche von knapp 1000 m2 Schlafräume, eine Küche, eine Kapelle, ein Aquarium und eine riesige Gartenanlage.
Der ganze Untergrund wird von römischen Säulen und Bögen gestützt, viele tiefe Löcher lassen genügend Licht in die Räume einfallen. Die gesamte Konstruktion macht es möglich, dass trotz der saisonal bedingten Hitze und Dürre im Äusseren permanent eine angenehme Temperatur im Inneren herrscht. Die Bäume sind vor Trockenheit und Insektenbefall geschützt und das gesammelte Regenwasser kann für das Giessen der Pflanzen genutzt werden.
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Forestiere genoss übrigens keine Ausbildung zum Gärtner oder Architekten. Er nutzte einzig sein Wissen aus der Zeit, als er als Arbeiter für den Bau der Bostoner U-Bahn tätig war.




