Tag-Archiv | Rundbau

Hightech-Kokon

Dieses von Planning Korea entworfene Kokon-Haus soll mitten im UNESCO Weltkulturerbe im Dorf Gotjawal bei Jeju, Südkorea gebaut werden.
Vollbepackt mit der neusten Technologie ist dieses Haus selbstgesteuert. Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden alleine mit kontrollierter Lüftung und dem Öffnen und Schliessen der Fenster geregelt.
Das Gebäude umfasst einen Konferenzraum, ein Atelier, eine Bibliothek, eine Galerie und sonstige private Räume. Teile der Dächer sind begrünt, und dadurch bereits genügend gedämmt. Das Regenwasser wird gesammelt und in den Wasserkreislauf gespiesen.

Prunkbau für den Comic

Das holländische Designstudio MVRDV hat den Architekturwettbewerb für das Comic and Animation Museum in Hangzhou, China, gewonnen.


Dieses besteht aus 8 riesigen ballonförmigen Eiern. Jedes Ei hat eine andere Funktion, sei es Ausstellungsraum, Bibliothek, Auditorium, oder andere.

Günstig Bauen mit dem Earthbag

Der deutsche Architekt Prof. Dr.-Ing. Gernot Minke entwickelte unter anderem ein Baukonzept, bei dem mit Bims gefüllte Sandsäcke zum Bau tragender Wände verwendet wurden. Er ist Leiter des Forschungslabors für Experimentelles Bauen an der Universität Kassel. Eine vorrangig in der dritten Welt genutzte Art der Architektur, der Earthbag-Architektur wurde vom iranischen Architekt Nader Khalili entwickelt, wonach mit Erde und anderen Materialien gefüllte Sandsäcke zum Bau von Häusern genutzt werden. Er ist Gründer des Cal-Earth Instituts in Kalifornien, welches sich mit der Verbreitung und Weiterentwicklung dieser Technologie beschäftigt.

Lisa und Paul Majors aus Garfield, Arkansas, hatten sich zum Ziel gesetzt, ein Haus für weniger als 10’000$ zu bauen und dies erst noch in ökologischer Bauweise. Zuerst dachten sie an ein Earthship, doch nachdem sie das Pneufundament gelegt hatten entschlossen sie sich für die noch einfachere und günstigere Methode des Earthbags, mit Sand und Steinen aus der Region gefüllte Säcke.

Intrapolis

Der Schweizer Walter Jonas war zusammen mit Yona Friedmann und Ionel Schein Gründungsmitglied der Groupe International d’Architecture Prospective (GIAP). Mit seinem Projekt Intrapolis im Jahr 1962 erregte der Architekt, Künstler und Kunstkritiker international für Aufsehen. Intrapolis als humane Stadtform ist eine Ansammlung von 100 Meter hohen Wohntrichtern. Einerseits würde man damit eine sehr hohe Wohndichte erreichen und andererseits bliebe eine grosse Grünfläche.
Die Idee wurde von Laien und Fachleuten begeistert aufgenommen, verwirklicht wurde das Projekt einer Kegelstadt jedoch nie. Dennoch sollte die Konzeption der Intrapolis Jonas bis zu seinem Tode beschäftigen.
Als eine Variante der Intrapolis kann das von Jonas 1967 eingereichte Projekt für ein schwimmendes Kulturzentrum in Zürich angesehen werden.

Rundum-Wohnen

Ein weiteres schönes Beispiel eines Ferrozement-Hauses bietet das Casa del Boldal in Maitencillo, Chile, des chilenischen Architekturbüros GRIN. Das Haus wurde ideal in die Natur integriert und bietet neben den hellen Räumen eine wunderbare 360°-Sicht.

Die Nw Bar, ein Kunstwerk aus Bambus

Die Nw Bar liegt an einem künstlichen See in der Stadt Thu Dau Mot, Südvietnam. Sie besteht aus einem grossen Raum und kann für verschiedene Zwecke genutzt werden, wie beispielsweise musikalische oder theatralische Aufführungen bis hin zu für Firmenanlässe oder Hochzeiten. Das Bambuskonstrukt wurde vom Bambusspezialisten Trang Chù von der Firma Vo Trong Nghia entworfen und misst 10 Meter in der Höhe und 15 Meter im Durchmesser.

Auf einen Einbau einer Klimaanlage wurde verzichtet, die Kühlung wird durch die natürliche Nutzung der Winde und des Wassers aus dem Becken ermöglicht. Der Effekt wird erzielt, indem das Erdgeschoss leicht gesenkt ist. Aus dem Oculus an der Decke entweicht die Warmluft.

Cybertecture: Mit Köpfchen in die Zukunft

Ein entscheidender Moment in der architektonischen Laufbahn von James Law ereignete sich im Jahr 2000, als er eingeladen wurde, Architektur und  Technik des Dickson Cyber Express Shopping Mall zu entwerfen – der weltweit erste “Bricks and Clicks” Einzelhandels-Komplex in Hong Kong.

Dies führte zu James Prägung des Begriffs “Cybertecture“, – eine neue Art von Design, die Technologie und Architektur verschmilzt als zukünftige Gestaltungsform. Mit wachsendem Ruf, engagiert James sich stark in Fragen der zukünftigen Technologie und Design. So gründet die Cybertecture Design-Philosophie in seinem breiten Spektrum auf ein Dual-Konzept, das zu einer unendlichen Anzahl von verschiedenen Arten von Projekten und Szenarien angewendet werden kann. Dies bezeugen die diversen Wettbewerbseingaben von Cybertecture:

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Das endlose Haus von Friedrich Kiesler

Friedrich Kiesler (1890-1965) war Architekt, bildender Künstler, Designer und Bühnenbildner und Mitglied der Gruppe De Stijl. Er galt als einflußreicher Theoretiker der Moderne und als Integrationsfigur der europäischen Avantgarde. Mit ihm beschäftigten sich unter anderem Le Corbusier, Frank Lloyd Wright und Philip Johnson. Berühmt geworden sind unter anderem seine Projekte „Endloses Haus“,
„Universales Theater“ und der „Schrein des Buches“ in Jerusalem.

Bemerkenswert an diesem Gebäude ist das Dach, das, rundzeltähnlich errichtet, aus Beton mit weißen Keramikkacheln besteht und mehrere unterirdische Stockwerke im Innenraum hat. Darin aufbewahrt werden Originale und Duplikate antiker Schriftrollen des Alten Testaments, allen voran das Buch Jesaja – daher der Name Schrein des Buches. Friedrich Kiesler hat es zusammen mit dem Architekten Armand Bartos entworfen.

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