Tag-Archiv | Spirale

Dalí Museum St. Petersburg

2011 fand der Umzug des bestehenden Museums in diesen aussergewöhnlichen Neubau in St. Petersburg, Florida statt. Er entstand nach Plänen des Architekturbüros Hellmuth, Obata + Kassabaum oder abgekürzt HOK, die Bauzeit betrug 22 Monate.

Alleine die Helix-förmige Treppe und einige andere Details erinnern stark an Salvador Dalís Formgebungen.

Musik – Perpetuum Mobile

Der “Singing Ringing Tree” des Architekten und Künstlers Tonkin Liu ist eine Musikskulptur, die mit seinen hunderten von Röhren den Wind in Schall umwandelt. Zusammen mit der wunderschönen Hügellandschaft von Burnley, England wird man sofort in eine eigentümliche und kraftvolle Stimmung versetzt.

Il »ar­chi­tetto nuovo«

Marcello d’Olivio (1921-1991) gehörte zu den experimentellen Architekten Italiens (»ar­chi­tetto nuovo«) und war ebenfalls Kunstmaler.
Die Liste seiner Referenzobjekte ist lang und abenteuerlich. So wurde er von diversen afrikanischen Diktatoren beauftragt, Städte zu planen (Senegal, Braz­za­ville, Ka­me­run, Si­erra Leone, Togo, Zaire, Al­ge­rien und Li­byen, Gabun) und von Saddam Hussein erhielt er den Auftrag, das “Denkmal des unbekannten Soldaten” zu erschaffen, das 1983 von der CECM (Con­ven­tion Europ. de la Con­struc­tion Mé­tal­li­que) aus­ge­zeich­net wurde.
Er war ebenfalls Planer der Par­zel­lie­rung von Li­gnano Pi­neta: Die spi­ral­för­mige Stra­ßen­füh­rung paßt sich harmonisch der na­tür­li­chen Land­schaft an.
Hier entstanden zwei seiner bekanntesten Privatresidenzen, die Villa Mainardis
und die Villa Spezzotti.
Spä­ter in »Eco­town, eco­way« (1986) theo­re­ti­siert er über den Bau einer »neuen Stadt« aus Ele­men­ten einer über­di­men­sio­na­len Treppe, mit dem Ziel, die Ein­heit zwi­schen Ar­chi­tek­tur und Natur wie­der­her­zu­stel­len. Sym­bo­lisch steht da­für der in D’Olivos Ge­mäl­den häu­fig an­zu­tref­fende Baum. In sei­nen spä­ten Schaf­fens­jah­ren ver­stärkte sich seine Hin­wen­dung zur Ma­le­rei.

Eine Muschel zum Kuscheln

Dieses unvergleichliche, muschelförmige Haus besteht aus Beton, Muscheln und Korallen. Keine Ecken sind zu finden, weder aussen, noch innen. Der Bewohner ist zugleich der Erbauer, der mexikanische Surrealist und Künstler Octavio Ocampo.

 

Stadt der Rampen für die Bike City Chongming

Die Projekteingabe des jungen Design Studios JDS ist aussergewöhnlich: Neben dem Rampenturm als Besucherzentrum, dem Fahrradmuseum und dem Infozentrum als kleines Solarkraftwerk sieht es eine grosse Fläche für alle Arten von Fahrradsportarten vor. Dieses ökofreundliche Bikerzentrum soll in Chongming, in der Nähe von Shanghai entstehen.

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Einen am Helm haben, ohne sich dafür schämen zu müssen

Das Helmet House in Goffstown, New Hampshire ist der zweite von Jersey Devil realisierte Bau aus dem Jahr 1975. Leider existieren nur wenige Informationen darüber. Zwar ist das Haus dem Meister Bruce Goff gewidmet, doch mit Ausnahme der skulpturalen Erscheinung erkennt man wenige Ähnlichkeiten mit seinen Bauten. Mit dem Helmet House haben sie 1976 den National Enquirer Weird Home Award gewonnen.

Ein weiterer unvergleichlicher Bau ist das Snail House in Forked River, New Jersey:

For twenty-five years the members of Jersey Devil have been constructing their own designs while living on site in tents or Airstream trailers, and making adjustments to their structures in response to problems encountered during the building process.
Jersey Devil is a name that has been attached to work by Steve Badanes, John Ringel, Jim Adamson, or any combination of the above, plus other people who have participated in their diverse projects. This loose-knit group of designer-builders has created projects that critique conventional practice, both the process of making architecture and the accepted definitions of architecture itself.

Jersey Devil’s architecture shows a concern for craft and detail, an attention to the expressiveness of the construction materials, and a strong environmental consciousness.

Zitat aus Devils Workshop: 25 Years of Jersey Devil Architecture:
Susan Piedmont-Palladino + Mark Allen Branch

Alle Mitglieder lehren heute an der Yestermorrow Design Build School in Warren, Vermont

Monsieur Plastique

1948 bis 1955 führte Ionel Schein ein Büro, zusammen mit seinem Pariser Kollegen Claude Parent. Ionel Schein wurde 1956 mit der Entwurf Maison en plastique international bekannt. Der schneckenhausförmige Bau vereinte biomorphe Strukturen und (damals) modernste Baumaterialien, vornehmlich aus Plastik.

1965 gründete Ionel Schein zusammen mit Yona Friedman, Paul Maymont, Georges Patrix, Michel Ragon, Nicolas Schöffer und später Walter Jonas die Groupe International d’Architecture Prospective (GIAP)

Internationale Beachtung fand das 1984 durchgeführte Internationales Architektur Symposium Mensch und Raum an der TU Wien, an dem beispielsweise Bruno Zevi, Dennis Sharp, Pierre Vago, Jorge Glusberg, Otto Kapfinger, Frei Otto, Paolo Soleri, Ernst Gisel, Justus Dahinden u.a. teilnahmen.

Ionel Schein war engagiertes Mitglied des Cercle d’Ètudes Architecturales (CEA) in Paris, dass sich an den Ideen von Le Corbusier und des Bauhauses anlehnte. Ionel Schein ist es zu verdanken, dass er den Philosophen Michel Foucault als Gast in das CEA einlud und somit die Heterotopie in Architektenkreisen einführte; die Foucaultschen Diskussionen wirkten bis in die Internationale Bauausstellung 1984 in Berlin.

Ionel Schein publizierte zahlreiche Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften. In der Ausstellung New Experiments in Architecture, Art and the City, 1950-2005 wurden postum Werke von Ionel Schein präsentiert.

Quelle: Wikipedia

Garden of Cosmic Speculation

An der schottischen Westküste ist 1990 einer der spektakulärsten Gärten unserer Zeit angelegt worden: „The Garden of Cosmic Speculation – Der Garten der kosmischen Spekulation“. Die Erbauer Charles Jencks und seine Ehefrau Maggie Keswick verfolgten das Ziel, das Universum auf dem 17 Hektar grossen Gelände darzustellen.

Jencks ist von den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft fasziniert. Darum bietet er seinen Garten als einen Ort an, in dem der Betrachter sich auf sinnliche und ästhetische Weise mit dem Kosmos, Neutronen, Soliton-Wellen, Schwarze Löcher oder die Chaostheorie auseinander setzen kann.
Mit diesem Konzept hat er es in England schon zum „Gärtner des Jahres“ gebracht. Eine hohe Auszeichnung im „Mutterland des Gartenenthusiasmus“ – vor allem für einen wie Charles Jencks, der sich von Hause aus weder Gärtner und Landschaftsarchitekt nennen kann: Charles Jencks ist eigentlich einer der wichtigsten und populärsten Architekturkritiker unserer Zeit. So führte er zum Beispiel vor Jahrzehnten den Begriff der Postmoderne in der Architekturdebatte ein.

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