Scheibenkaktus
Im Hafen von Vuurplaat, Rotterdam ist geplant, inmitten der würfelförmigen holländischen Architektur einen urbanen Kaktus wachsen zu lassen. UCX Architects planen scheibenförmige Appartements, die mittels ausladenden Terrassen das Tageslicht ideal einfangen.

Yazd, die iranische Wüstenoase
Aufgrund seiner Lage zwischen zwei Wüsten ist Yazd einem besonders harten Klima ausgesetzt: die extrem heißen Sommer und kalten Winter der iranischen Hochebene erfordern eine Architektur, die diesen Bedingungen gerecht wird.
Die überdachten Bazare erinnern an längst vergangene Zeiten, als Marco Polo (13. Jh.) die für seine Teppichherstellung bekannte Stadt an der südlichen Seidenstraße bereiste und Yazd mit dem Attribut die Edle versah. Speziell sind die Windtürme, Badgire genannt, Jahrtausende alte, natürliche Klimaanlagen auf den Dächern der Stadt, die jeden noch so geringen Luftzug mithilfe eines raffinierten Belüftungssystems in den Häusern verteilen.
Wasser ist das Gold der Wüste. Neben Schutz vor sengender Sonne bot die vollständig aus Lehm erbaute Wüstenstadt den Händlern der Seidenstraße vor allem den Zugang zu Wasser. Dies ermöglicht auch heute noch ein auf der Welt einmaliges System aus Wasserkanälen, Qanate genannt, die von Wartungstrupps permanent sauber gehalten werden müssen.
Seit über 2500 Jahren gilt Yazd als Zentrum der Zoroastrismus , der ersten monotheistischen Weltreligion.
Schibam, das Manhattan der Wüste
Schibam oder auch Shibam befindet sich im Jemen, hat 8.000 Einwohner und wird auch “das Manhattan der Wüste” genannt. Die alte Stadt ist für ihre bis zu neunstöckigen Wohnhäuser aus Lehmziegeln berühmt. Die inneren Stützkonstruktionen aus Holz erreichen ein hohes Alter, wohingegen die Lehmziegel in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Die Lehmhäuser werden in den oberen Etagen mit einem Kalkanstrich gegen die (seltenen) Regenfälle geschützt.
Dieses Stadtensemble wurde 1982 von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen.
Schwimmende und fliegende Städte
Paul Maymont (1926 – 2007) war ein französischer Avantgarde-Architekt und befasste sich in erster Linie mit urbanen Utopien. Er verfolgte das Ziel, die Städte in die Natur zu integrieren, oft indem er die Häuser fliegen oder schwimmen liess, unterirdisch plante oder Berge als natürlicher Baugrund nutzte.
Er selbst war 1965 Gründungsmitglied des Groupe International d’Architecture Prospective (GIAP), zusammen mit Nicolas Schöffer, Michel Ragon, Yona Friedman, Georges Patrix, Walter Jonas und Ionel Schein.
Stadt der Rampen für die Bike City Chongming
Die Projekteingabe des jungen Design Studios JDS ist aussergewöhnlich: Neben dem Rampenturm als Besucherzentrum, dem Fahrradmuseum und dem Infozentrum als kleines Solarkraftwerk sieht es eine grosse Fläche für alle Arten von Fahrradsportarten vor. Dieses ökofreundliche Bikerzentrum soll in Chongming, in der Nähe von Shanghai entstehen.
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Mexikanische Architektur der Superlative
Fernando Romero, geboren 1971 und Schwiegersohn von Carlos Slim führt die Firma FREE und war für den Bau des Museums Soumaya in Mexiko City verantwortlich.
Diverse Wettbewerbe und internationale Preise hat er mit seiner organischen Architektur gewinnen können und hat bereits mit renomierten Architekten, wie Rem Koolhaas zusammen gearbeitet. Weitere Werke und Projekte:
Weiter ist er Autor dreier Werke:
- “Simplexity” (präsentiert an der Frankfurter Buchmesse 2010). Verlag: Hatje Cantz
- Hyperborder (veröffentlicht bei Princeton Architectural Press, New York)
- Translation LAR/Fernando Romero veröffentlicht bei ACTAR Barcelona, 2005.


















