Tag-Archiv | Weltkulturerbe

Hightech-Kokon

Dieses von Planning Korea entworfene Kokon-Haus soll mitten im UNESCO Weltkulturerbe im Dorf Gotjawal bei Jeju, Südkorea gebaut werden.
Vollbepackt mit der neusten Technologie ist dieses Haus selbstgesteuert. Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden alleine mit kontrollierter Lüftung und dem Öffnen und Schliessen der Fenster geregelt.
Das Gebäude umfasst einen Konferenzraum, ein Atelier, eine Bibliothek, eine Galerie und sonstige private Räume. Teile der Dächer sind begrünt, und dadurch bereits genügend gedämmt. Das Regenwasser wird gesammelt und in den Wasserkreislauf gespiesen.

Tempel des Todes

Der von ca. 889 – 910 regierende Yasovarman I errichtete in Angkor Wat, Kambodscha zahlreiche Stauseen und Bewässerungsanlagen.
Die Folge davon war, dass die Einwohner öfter im Jahr reiche Reisernten hatten. Dies wiederum bescherte dem Land großen Reichtum, was aufgrund der erfolgreichen Landwirtschaft auf den Nahrungsüberschuss zurückzuführen war.

Der Haupttempel Angkor Wat , welcher durch Suryavarman I in der Hauptstadt errichtet worden war, war dem Hindu-Gott Vishnu gewidmet. Was der Bau dieses Tempels bezwecken sollte, ist bis heute nicht eindeutig belegt. Jeder der Herrscher der Khmer ließ mindestens einen großen Tempel bauen, zumal sie sich als Sachwalter Gottes betrachteten.

Die Gebäude wurden aus kunstvoll gestalteten Sandsteinen zusammengesetzt. Die zahlreichen Kanäle der Anlage dienten den Arbeitern auch dazu, die riesigen Steinbrocken mit Flößen zu transportieren. Für den Bau wurden die Blöcke mit besonderen Schleifanlagen so bearbeitet, dass sie ohne erkennbare Zwischenräume aufeinandergesetzt werden konnten.
Auffällig ist auch die Ausrichtung des Tempels Angkor Wat. Nicht wie sonst im Osten befand sich der Ein- bzw. Ausgang hier in Richtung Westen. Dies ist jedoch makarbererweise die Himmelsrichtung Yamas, welcher als der Gott des Todes bezeichnet wird.

Heute ist die teilweise von Bäumen überwachsene Tempelanlage ein beliebtes Touristenziel und UNESCO Weltkulturerbe.

 

Die vergrabene Römische Reich

Das Archeologische Museum von Lyon-Fourvière vom Architekt Bernard Zehrfuss ist die Mutter aller unterirdisch gebauten und der Öffentlichkeit zugänglichen Grossanlagen der neueren Zeit. Es liegt in einem Hügel unterhalb der Altstadt, und nur sporadisch lassen grosse Fensterschächte ein Innenleben erahnen.

Das gallo-römische Museum von Fourvière, das auch ein Theater und ein Odeon umfasst, die beide zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, bildet den bedeutendsten archäologischen Komplex in ganz Frankreich.

So sind in den Ausstellungsräumen einmalige Sammlungen von Mosaiken, Statuen und diversen Objekten zu sehen, anhand der die Geschichte von Lyon – von der Vor- und Frühgeschichte bis zum Ende des Römischen Reiches – nachvollzogen wird.
Ein spielerische und spannende Besichtigung, bei der man sich vor allem den claudinischen Tisch, eines der Juwelen des Museums, ansehen sollte.

 

Schibam, das Manhattan der Wüste

Schibam oder auch Shibam befindet sich im Jemen, hat 8.000 Einwohner und wird auch “das Manhattan der Wüste” genannt. Die alte Stadt ist für ihre bis zu neunstöckigen Wohnhäuser aus Lehmziegeln berühmt. Die inneren Stützkonstruktionen aus Holz erreichen ein hohes Alter, wohingegen die Lehmziegel in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Die Lehmhäuser werden in den oberen Etagen mit einem Kalkanstrich gegen die (seltenen) Regenfälle geschützt.

Dieses Stadtensemble wurde 1982 von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen.

Die pflanzliche Zelle als Baukörper

Das englische Designstudio Nex machte speziell mit zwei Würfen auf sich aufmerksam: Dem Bau eines Pavillons in Form von pflanzlichen Zellstrukturen inmitten des weltberühmten Royal Botanic Garden Kew, einem Weltkulturerbe

und der Designstudie zur Drava Bridge in Maribor.

Jugendstil als Gesamtkunstwerk in den Bauten von Victor Horta

Mit seinen Stadtpalästen und Wohnhäusern schuf Victor Horta in Brüssel ein einzigartiges architektonisches Ensemble früher Jugendstilbauten in Europa, das zum UNESCO-Welterbe gehört.

Die Hôtels Tassel (1893–1895), Solvay (1894–1898) und van Eetvelde (1895 bis 1897) sowie das Wohnhaus und Atelier (1898–1901) des belgischen Architekten Victor Horta (1861–1947) sind frühe Beispiele urbaner Wohnhäuser, bei denen er die Gestaltungsprinzipien des Art nouveau in immer neuen Variationen artikulierte.
Charakteristisch für diese Bauten ist ein offener Grundriss, bei dem die einzelnen Räume nach ihren spezifischen Funktionen angeordnet und ausgestattet wurden. Ein von oben beleuchtetes, helles Treppenhaus bildet den inneren Kern und sorgt für eine schnelle und sinnvolle Erschließung der einzelnen Stockwerke. Die Verwendung moderner Materialien wie Eisen, Stahl und Glas am Innen- und Außenbau war für die damalige Zeit revolutionär.
Bei der Innenausstattung zog Horta alle Gattungen der bildenden Kunst – von der Architektur über die Malerei bis zu Skulptur und Kunsthandwerk – mit ein. Auf diese Weise schuf er mit seinen Bauten moderne Gesamtkunstwerke.

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Höhlenhotel Gamirasu

Das Gamirasu Hotel ist mitten in der Gebirgslandschaft von Kappadokien (wir haben bereits über die Höhlen berichtet) gelegen. Es ist ein Komplex aus sieben alten, herrlich restaurierten Häusern mit achtzehn Zimmern.

Bis vor kurzem wurde ein Teil des Hauses noch von christlichen Mönchen genutzt, so waren einige der Räume ursprünglich Mönchszellen. In den Höhlenräumen ist es angenehm kühl im Sommer und warm im Winter, da das vulkanische Tuffgestein perfekt isoliert und die Temperaturen im ganzen Jahr zwischen 17 bis 20 Grad Celsius hält. Die Räume variieren alle in Größe, Aufteilung und Ausstattung.

Uluru-Kata Tjuta Cultural Centre

Kurz nach der Rückgabe des Uluru (Ayers Rock) an das Anangu-Volk, begann die Gemeinschaft mit den Planungsarbeiten für ein Kulturzentrum innerhalb des Nationalparks, um die jährlich 300’000 Touristen für die Sache der Aborigines zu sensibilisieren.

Gregory Burgess Architects waren für die Planung und Ausführung verantwortlich. Mit der speziellen Gebäudeform erzählen sie uralte Mythen der australischen Geschichte, unter anderem den der Liru (die Giftschlange – nördliche Gebäude) und der Kuniya (südliche Gebäude der woma python).

Künstler aus dem Mutitjulu-Bezirk legen die historischen Hintergründe mittels selbst gefertigten Gemälden, Keramikwänden, Glas- und Holzarbeiten und audiovisuellen Präsentationen dar.

Für den nachhaltigen Bau wurden ausschliesslich Materialien aus der Region verwendet:

  • 90.000 Lehmziegel direkt vor Ort produziert
  • Zypressen für den Aufbau
  • Western Red Cedar für Tür- und Fensterrahmen
  • Bloodwood Dachschindeln aus New South Wales
  • Dielen aus Grauguss Rinde
  • Kupfer-Dachschindeln
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