Oase Siwa
Siwa liegt als westlichste Oasengruppe Ägyptens in der libyschen Wüste und erstreckt sich über eine Länge von 80 km und eine Breite von 2-20 km. Als Depressionen liegt Siwa 18 m unter dem Meeresspiegel.
Die Geschichte der Oase Siwa lässt sich bis ins 15. Jh. v. Chr. zurückverfolgen. Ihr Haupttempel, dem Gott Amun geweiht, und ihr Orakel waren weit über die Grenzen des Pharaoenreichs bekannt. Der wohl bekannteste Besucher des Orakels war Alexander der Große. Er liess sich hier 331 v.Chr. als Sohn des Zeus bestätigen.

Die traditionellen Lehmhäuser sind organisch mit den Ruinen und den wunderschönen Felsenhöhlen (Gräber) verbunden.

Sehenswürdigkeiten in Siwa:
- Shali – Ruinen von ‘Alt-Siwa’ – Shali ist der größte Ort der Oase, in dem sich die verlassenen Ruinen des “Alt-Siwas” befinden. Er wurde im 12. Jh. von den Einwohner Siwas zum Schutz vor Nachbarstämmen gegründet.
- Tempel des Amun und Amun-Orakel – genau hier befragte Alexander der Große höchstpersönlich das Orakel. Der auf einem Felsvorsprung gelegene Tempel ist allerdings ein Opfer des Zahns der Zeit geworden.
- Der Berg ‘Al-Dakrur’ - Von den Einwohnern Siwas als heiliger Berg angesehen, da seinem weißen Sand Heilkräfte zugeschrieben werden, u.a. gegen Rheuma.
- ‘Al Mauta’ oder Der Berg der Toten - Ein gewaltiges Kalksteingebilde, in dem sich Gräber aus pharaonischer und römischer Zeit befinden.
- Die Sonnenquelle – Hier soll Königin Kleopatra angeblich gebadet haben, weswegen sie auch ‘Kleopatra-Bad’ genannt wird. Sie liegt 4 km südlich von Siwa-Stadt.
Yazd, die iranische Wüstenoase
Aufgrund seiner Lage zwischen zwei Wüsten ist Yazd einem besonders harten Klima ausgesetzt: die extrem heißen Sommer und kalten Winter der iranischen Hochebene erfordern eine Architektur, die diesen Bedingungen gerecht wird.
Die überdachten Bazare erinnern an längst vergangene Zeiten, als Marco Polo (13. Jh.) die für seine Teppichherstellung bekannte Stadt an der südlichen Seidenstraße bereiste und Yazd mit dem Attribut die Edle versah. Speziell sind die Windtürme, Badgire genannt, Jahrtausende alte, natürliche Klimaanlagen auf den Dächern der Stadt, die jeden noch so geringen Luftzug mithilfe eines raffinierten Belüftungssystems in den Häusern verteilen.
Wasser ist das Gold der Wüste. Neben Schutz vor sengender Sonne bot die vollständig aus Lehm erbaute Wüstenstadt den Händlern der Seidenstraße vor allem den Zugang zu Wasser. Dies ermöglicht auch heute noch ein auf der Welt einmaliges System aus Wasserkanälen, Qanate genannt, die von Wartungstrupps permanent sauber gehalten werden müssen.
Seit über 2500 Jahren gilt Yazd als Zentrum der Zoroastrismus , der ersten monotheistischen Weltreligion.
Masdar City, die Ökostadt in der Wüste
Masdar (arabisch Quelle“ oder „Ursprung‘) ist ein Stadtbauprojekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Kern dieses Projektes ist Masdar City, eine geplante Ökostadt im Emirat Abu Dhabi, mit deren Bau im Februar 2008 begonnen wurde. Zukünftig wird dort der Hauptsitz der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) sein.
Das als „CO2-neutrale Wissenschaftsstadt“ angekündigte Vorhaben soll vollständig durch erneuerbare Energien versorgt werden. So ist zum Beispiel die Wasserversorgung mit solarbetriebenen Entsalzungsanlagen geplant. Insgesamt soll es nur noch einen Energieaufwand von 25 Prozent pro Kopf verglichen mit dem heutigen Verbrauch geben. Zudem wird die ganze Stadt nach einer strengen Nachhaltigkeitsleitlinie ausgerichtet, so dass sie CO2-emissionslos und durch konsequentes Recycling nahezu abfallfrei sein wird. Frischluftkorridore und Parkanlagen sollen die Bauflächen durchziehen und die Temperatur im Vergleich zur Stadt Abu Dhabi drastisch senken.
Das ehrgeizige Projekt auf einer Fläche von sechs Quadratkilometern wird auf 47.500 Einwohner und rund 1500 Firmen und Institute aus dem Ökologiesektor ausgelegt und kein Punkt im Stadtgebiet wird mehr als 200 Meter von einer Haltestelle der öffentlichen Verkehrsmittel entfernt sein. Die Initiative wird von der Abu Dhabi Future Energy Company (ADFEC) und Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan angeführt. Initiiert im Jahre 2006 und geleitet durch Foster & Partner, wurde das Projekt für einen Erstbezug ab 2016 geplant. Im Frühjahr 2010 wurde jedoch in diversen Medien über zeitliche Verzögerungen und finanzielle Probleme berichtet. Als neuer Fertigstellungstermin des Gesamtprojekts wird nun das Jahr 2025 genannt.
Opalhöhlen als Wohnungen

Coober Pedy ist ein staubiges 3500-Einwohner-Städtchen im südaustralischen Outback im Nirgendwo zwischen Adelaide und Alice Springs gelegen. Es galt als “Opal-Hauptstadt der Welt”, denn in der großen Zeit, den 1960er und 70er Jahren, kam 90 Prozent der Opal-Weltproduktion aus Coober Pedy.
Heute sind die Minen grösstenteils erschöpft, und da die Aussentemperaturen bis über 40°C betragen können haben sich die Bewohner den löchrigen Untergrund zunutze gemacht: Inzwischen leben die meisten Einwohner in den unterirdischen Wohnhöhlen, sogar die Kirche wurde in den Untergrund verlegt, damit während den Messen eine angenehme Temperatur herrscht.
Roden Crater

Roden Crater ist ein natürlicher Vulkankegel im Südwesten der Painted Desert Wüste im Norden von Arizona. Seit 1972, mit der finanziellen Unterstützung der Dia Art Foundation, der Guggenheim Foundation und der National Endowment for the Arts, verwandelt der Lichtkünstler James Turrell diese Formation in ein monumentales Landschaftskunstwerk. Innerhalb des Vulkans hat er verschiedene Räume erschaffen, die als Himmelsobservatorien dienen.

Er liess sich dabei von alten Werken wie Stonehenge oder den Pyramiden von Gizeh inspirieren.
Schibam, das Manhattan der Wüste
Schibam oder auch Shibam befindet sich im Jemen, hat 8.000 Einwohner und wird auch “das Manhattan der Wüste” genannt. Die alte Stadt ist für ihre bis zu neunstöckigen Wohnhäuser aus Lehmziegeln berühmt. Die inneren Stützkonstruktionen aus Holz erreichen ein hohes Alter, wohingegen die Lehmziegel in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Die Lehmhäuser werden in den oberen Etagen mit einem Kalkanstrich gegen die (seltenen) Regenfälle geschützt.
Dieses Stadtensemble wurde 1982 von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen.
Leben in den Dünen
Dieses Projekt versucht eine neuartige Verbindung zwischen Landschaft und Architektur herzustellen, indem zwei Universen ineinander verschmolzen werden. Zwei künstliche Sanddünen bilden die Hügel in denen der Wohnraum kreuzförmig angeordnet wird.
Architekt: Luís Pereira Miguel
Jahr: 2004/2008
Ort: Comporta, Portugal
Die Brücke im Niemandsland
Mitten im ariden griechischen Umland befindet sich diese halbunterirdische Residenz, von der nur gerade der mittlere Teil zu sehen ist. So wirkt der Bau eher wie eine alte verlassene Brücke, die zwei Hügel miteinander verbindet.
Architekten: decaArchitecture.












