Der Käfer-Dom von Shenzhen

Der Käfer-Dom war 2009 für die Shenzhen Hong Kong Biennale von der taiwanesischen Architektengruppe WEAK! entwickelt worden. Gebaut wurde er auf einem verlassenen Gelände neben einem Camp von illegalen Arbeitern.

Der Käfer war aus Bambus und ’schwachem‘ Beton gebaut, einem Gemisch von Zement und Aushubmaterial. Ziel war, nur Baumaterialien aus nächster Umgebung zu verwenden.

Während der Biennale wurde der Bambusdom hauptsächlich als offener Veranstaltungsort genutzt, für Lesungen, Diskussionen, Musik und Karaoke. Die illegalen Arbeiter nutzten den Raum ebenfalls als gemütlichen Rückzugsort.

Die Idee von ’schwacher‘ Architektur für die Schwachen ist eine visuelle Metapher, ein Nest für die, die eines benötigen und nicht die Kraft haben, sich selbst eines zu bauen. Der Kontrast zwischen urbaner Hektik und dieser Insel der Ruhe ist wohl kaum zu überbieten.

Das urbane, in Beton- und Glaswürfeln gepferchte Leben schadet laut dem Biologen Edward O. Wilson (biophilia) nachhaltig. Seine Studien zeigen auf, dass der Mensch von der Diversität abhängig ist, will er sich ganzheitlich entwickeln.

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