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Thailändisches Blasenhaus

Thai Blasenhaus 1Steve Areen hat nach seiner Karriere als Flight Attendant bei Delta Airlines die Chance beim Schopf gepackt, sich im Nordosten Thailands seinen Traum zu erfüllen.
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In einer Mangoplantage baute er ein kleines Blasenhaus, dass nicht nur seinem Bedarf entsprach, sondern das ausschliesslich aus Materialien aus der Umgebung besteht, und dies mit nur 8’000 $.
Thai Blasenhaus 3Nun ist er dabei, zusammen mit Freuden dieses Modell in Oregon zu kopieren.
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Botanischer Garten Brooklyn in neuem Kleid

Brooklyn Botanic Gardens Visitor CenterKürzlich wurde das neue Besucherzentrum des neuen Botanischen Gartens in Brooklyn/New York vom Bürgermeister Michael Rubens Bloomberg eröffnet.
bbg2Entworfen wurde dieser aussergewöhnliche Bau von den Architekten Marion Weiss und Michael Manfredi von Weiss/Manfredi. Eingebettet in einem naturlichen Hang im Nordosten Brooklyns wird dieser 28 Mio$ teure, überwachsene Glasbau zukünftig tausende Besucher beherbergen können.
bbg3 Das Projekt  wurde von der New York City Public Design Commission mit einem Award for Excellence in Design bewertet und trägt das LEED Gold Zertifikat.

 

Ökochic im Grashügel

Haus oder Grashügel? Genau diese Konfusion wollte Richard Hawkes mit dem Passivhaus im englischen Kent erreichen. Dauernd auf der Suche nach nachhaltigen Baumethoden hat er eine Lösung gefunden, die seine ursprünglich gesetzten ökologischen Ziele deutlich übertrifft:
Die Kombination aus Photovoltaik, Wärmespeicher, Biomasseboiler und Dämmung aus Lehmziegeln, Holzverschalung und Erdmantel machen aus diesem Haus ein Gebilde mit kleinstem ökologischen Fussabdruck.

Geodätische Erdhäuser

Wir kennen bereits viele Gebäudeformen aus Polyeder. Buckminster Fuller ist wohl der bekannteste Vertreter der Architekten, die sich intensiv mit diesen Formen auseinandergesetzt haben.

Die Firma „Geodesic Earthworks“ von James W. Garofalo aus South Carolina hat ein Polyeder-System patentieren lassen, das – mit Erde angehäuft – als Erdhaus zum Einsatz kommen kann.

Leider ist nicht ersichtlich, ob die Firma aus dem Projektstadium hinaus wuchs und ob jemals solche Gebäude errichtet wurden.

Backstein aus Erde – Baumaterial der Zukunft

Erde war wohl das meistbenutzte Baumaterial auf Erden, doch durch das Wachstum der Wirtschaft und der Entwicklung von Technologien hat der Stahlbeton Einzug gehalten und überzieht heute unsere Landschaft in einheitlichem, tristen Grau. Regionalität und nachhaltige Ökonomie fanden in den letzten Jahrzehnten leider keine Beachtung mehr.

Yasuhiro Yamashita vom Atelier Tekuto ist überzeugt, dass wir uns dringend zurück zu den Wurzeln begeben sollten und uns in Bezug auf die Verwendung von Baustoffen auf eine „Neue Erdstruktur“ fokussieren sollten.
Sein Projekt startete 1988 und wurde von Universitäten, Spezialisten und Firmen begleitet. Die Idee basierte darauf, Baumaterial aus Böden aus aller Welt herzustellen, das zu 100% der Erde zurückgeführt werden kann, ohne ökologische Schäden zu verursachen. Daraus ist ein Backstein entstanden, der den strengen japanischen Baustandard übertrifft.

Mit diesem Material lassen sich günstig erdbebensichere Häuser bauen. Magnesiumoxid ist der natürliche Stoff, der hierfür beigemischt werden muss. Magnesium lässt sich überall auf der Welt aus dem Meerwasser gewinnen.

MgO H2O Mg(OH)2: Diese chemische Reaktion bindet jedes Erdkorn und garantiert eine enorme Festigkeit.

Modellbau ist dieses eiförmige Gebäude, das etwas an die Berliner Kapelle der Versöhnung erinnert, einem Lehmbau.

Simon Dale’s Hobbithäuser


Die Bauten von Simon Dale gehören zu den Paradebeispielen organischen und ökologisch nachhaltigen Bauens. Sein erstes Haus hat er mit Freunden und der Familie für umgerechnet 3’700 Euro und in 1500 Mannstunden erbaut. Garten und Umgebung sind ganz nach der Permakultur-Philiosophie angelegt.

Wie sein zweites Projekt besteht es ausschliesslich aus lokalen Materialien. Eichenstämme bilden die Tragkonstruktion, die Isolation besteht aus Stroh, der Putz aus Lehm und Kalkputz. Eine biologische Toilette ist ebenso Bestandteil wie alle Secondhand-Haushaltsgeräte und Öfen, die er aus dem Müll gefischt hatte. Auch die Fenster sind recycled, zudem wird das Regenwasser in einer Zisterne gesammelt und genutzt.

Selbstredend, dass die Häuser sich harmonisch in die Landschaft einfügen dadurch, dass der gegen Nordteil erdbewachsen ist.

PET als nachhaltiger Baustoff

Fehlende Unterkünfte und Umweltverschmutzung werden weltweit zunehmend zum Problem. Vor allem für die ärmeren Bevölkerungsschichten fehlen nicht nur Wohnmöglichkeiten, sondern auch Einrichtungen, um den Abfall fachgerecht zu entsorgen. Nun hat man entdeckt: Der herumliegende Müll von PET-Flaschen (Polyethylenterephthalat) kann auch als Baustoff verwendet werden.
Gefüllt mit Sand und eingefasst in Zement und Erde eignen sie sich hervorragend für den Bau von Bungalows, Brücken, Brunnen und Säulen.
Die fertige Konstruktion ist feuerfest, kugelsicher und erdbebenresistent. Im Inneren des „Plastikhauses“ soll die gute Isolierung eine Raumtemperatur von 18 Grad Celsius gewährleisten.

Die Non-Profit-Organisation Development for Renewable Energies (DARE) setzt sich seit längerem für den Einsatz von PET-Flaschen als Baustoff ein. Mehrere Projekte konnten bereits in Nigeria erfolgreich umgesetzt werden.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt:

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