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Thailändisches Blasenhaus

Thai Blasenhaus 1Steve Areen hat nach seiner Karriere als Flight Attendant bei Delta Airlines die Chance beim Schopf gepackt, sich im Nordosten Thailands seinen Traum zu erfüllen.
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In einer Mangoplantage baute er ein kleines Blasenhaus, dass nicht nur seinem Bedarf entsprach, sondern das ausschliesslich aus Materialien aus der Umgebung besteht, und dies mit nur 8’000 $.
Thai Blasenhaus 3Nun ist er dabei, zusammen mit Freuden dieses Modell in Oregon zu kopieren.
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Top-Design aus Stampflehm

Lacey Residence1Diese grossflächige Villa, die Lacey Residence, steigt aus der kargen Erde von Arizona auf.
Lacey Residence2Sie wurde von Jones Studio entworfen und besteht mehrheitlich aus Stampflehm, der aus dem nahe gelegenen Untergrund gewonnen wurde.
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Die grosszügige Raumaufteilung und das Spiel mit Licht und Schatten ermöglicht ein optimales Bioklima im Inneren der Räume.Lacey Residence3

Bereits mit dem Bau des Skorpion-Hauses hatte Jones Studio ein Bijou der Nachhaltigkeit geschaffen.

Die vielen Funktionen des Lehmcheminées

Lehmhaus Kirchleerau1Oberhalb von Kirchleerau im Kanton Aargau steht ein Bauernhaus-Neubau, der nicht nur durch seine Form, sondern auch wegen seines Innenlebens neugierig macht. Ein Lehmcheminée spielt in diesem Kubus die Hauptrolle.

Der Gemüsebetrieb selbst ist in diesem Holzbau untergebracht. Links davon liegt das Elternhaus, ein traditionelles Bauernhaus mit Walmdach.
Und gleich anschliessend ein eingeschossiger langgezogener Holzbau, der sich harmonisch in die Gruppierung der bestehenden Gebäude eingliedert. «Nur so konnten wir den strengen Baubehördenanforderungen für die Landwirtschaftszone gerecht werden», erinnert sich der Architekt Stefan Schmid vom Lenzburger Architekturbüro Roland Hüsser & Stefan Schmid GmbH für Baukunst. Schon vor dem Betreten des aussergewöhnLehmhaus Kirchleerau3lichen Bauernhauses fällt auf: viel Glas, auf ein Minimum reduziertes Mauerwerk und ein sonderbarer «Klotz» aus Stampflehm prägen die Fassade.

Das Geheimnis um eben diesen «Klotz» wird spätestens beim Betreten des grosszügigen Wohnzimmers gelüftet: Hinter der eigenwilligen Erscheinung verbirgt sich ein Cheminée aus Stampflehm. Es beherrscht die Szenerie im Innern wie auch ausserhalb des Hauses. Und das zu Recht: Für die drei Meter hohe und breite Konstruktion wurden ganze vier Tonnen Lehm im Innenraum und witterungsbeständiger, stabilisierter Stampflehm für die Aussenschicht verbaut.
Das Lehmcheminée mit seinen 30 bis 40 Zentimeter dicken Wänden ist eingebettet zwischen zwei filigranen Glaselementen – ein reizvoller Kontrast.Lehmhaus Kirchleerau4

Höchst komplexes Innenleben
Der monolithische Lehmbau ist allerdings bei Weitem nicht nur eine ästhetische Lösung, sondern beherbergt ein höchst komplexes Innenleben mit verschiedenen Funktionen. «Da das Haus über sehr grosse Glasflächen und wenig Mauerwerk verfügt, musste der Lehmmonolith verschiedenste Installationen für Strom, Dämmung und so weiter aufnehmen und gleichzeitig ein aussteifendes Betonelement integrieren», berichtet der Winterthurer Lehmbauer und Baubiologe Ralph Künzler. Eigens für die Glasschiebefront des Cheminées wurde ein Stahlelement konstruiert, das dem Stampfdruck standhält. Aus thermischen Gründen befindet sich im Wandkern eine zehn Zentimeter starke Korkdämmung, die das Abwandern der Wärme nach aussen verhindert. Die zentrale Herausforderung für den Lehmbauer: Stampflehm schwindet während der Trocknung. Darum darf kein Element eingestampft werden, das diese Schwundbewegung behindert.

Lehmhaus Kirchleerau2Das Lehmcheminée dient in den Übergangszeiten als Hauptwärmequelle. Dann reicht die Wärme des Lehmcheminées, um alle viereinhalb Zimmer des 150 Quadratmeter grossen Hauses zu temperieren. Die Feuerwärme fliesst über die einen Quadratmeter grosse Öffnung und über Warmluftkanäle in den Raum. Dieser Lehmofen wirkt dank seiner Masse als milder Wärmespeicher. Er ist ein idealer Puffer bei Temperaturspitzen im Sommer wie auch im Winter.

Reguliert die Feuchtigkeit
Als hygroskopisches Material absorbiert Lehm die Feuchtigkeit aus der Raumluft und gibt sie verzögert wieder ab. Dadurch können auch Feuchtigkeitsspitzen gebrochen werden. Als reines Naturmaterial fasziniert Lehm zudem dank seiner warmen Ausstrahlung und seiner porösen Struktur. Sie bildet gerade in modernen Häusern mit viel Glas und glatten Oberflächen einen angenehmen Kontrast.

Volcania-Skizze Projekt „Loop“

loop2smallDas Volcania-Team hat den Versuch gewagt, eine Synthese aus möglichst vielen vergangenen Beiträgen zu machen.
So soll das Projekt etwas futuristisch sein, sich organisch der Umgebung anpassen, hell, einfach zugänglich sein, ein Atrium beinhalten und vieles mehr.

Entstanden ist das eigenwillige und unvergleichbare Projekt „Loop“, eine gekreuzte Schlaufe nach höchstem Minergiestandard mit zwei grossen, nach innen versetzten Glasfronten, Lehmmauern und einer überwachsenen, gebogenen und begehbaren Tragkonstruktion.

Baudamen und -herren gesucht!loop3asmall

Pavaclay, das Dämmplattenwunder

Die Firma Pavatex mit Sitz in der Schweiz hat über viele Jahre hinweg Produkte entwickelt, auf die praktisch jeder Architekt schon zurückgegriffen hat. Pavaclay1PAVACLAY ist die neuste und wohl bisher innovativste Erfindung der Firma: Diese ökologische Trockenbauplatte besteht aus Holzfasern und Lehm. Die Konsequenz der Erfindung ist Faszination. Die hygroskopischen und kapillaren Eigenschaften dieser Materialien bewirken ein äußerst angenehmes Raumklima und regulieren den Feuchtehaushalt. Zudem bietet die hohe spezifische Wärmekapazität ein optimales Wärmespeicher-
vermögen.
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Ähnlich wie Aktivkohle besitzt Lehm eine sehr große Oberfläche, die durch die Absorptionswirkung die Raumluft reinigt. Der Schallschutz in lärmgeplagten Gebieten wird Dank der hohen Masse sowie dem Dämpfungsvermögen von PAVACLAY erheblich verbessert.

  • Natürliches Produkt aus Lehm und Schweizer Holzfasern
  • Atmungsaktive, diffusionsoffene Bauweise
  • Feuchteregulierend
  • Hohes Wärmespeichervermögen
  • Einfache und schnelle Verarbeitung
  • Handliche Ein-Mann-Platte

Ökochic im Grashügel

Haus oder Grashügel? Genau diese Konfusion wollte Richard Hawkes mit dem Passivhaus im englischen Kent erreichen. Dauernd auf der Suche nach nachhaltigen Baumethoden hat er eine Lösung gefunden, die seine ursprünglich gesetzten ökologischen Ziele deutlich übertrifft:
Die Kombination aus Photovoltaik, Wärmespeicher, Biomasseboiler und Dämmung aus Lehmziegeln, Holzverschalung und Erdmantel machen aus diesem Haus ein Gebilde mit kleinstem ökologischen Fussabdruck.

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