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Auroville

Gegenwärtig erstrecken sich über das Gebiet von Auroville, in der Nähe von Puducherry im Südosten Indiens, mehr als 100 Ansiedlungen in unterschiedlicher Ausprägung, Lebensstandard sowie Schwerpunkt von beruflicher und sonstiger Tätigkeit.

Entworfen von einer Architektengruppe um den französischen Architekten Roger Anger, soll sich die zukünftige Stadt für ca. 50000 Bewohner in Form einer Spiralgalaxie um den Zentralbereich erstrecken.

Im Zentrum erhebt sich das Matrimandir (dt.: Tempel der Mutter), ein Zentralbau sakralen Charakters inmitten einer eigens geschaffenen, öffentlichen Gartenanlage.

Vier Stadtsektoren, jeweils mit einem Nutzungsschwerpunkt – Kultur, Internationalität, Industrie und Wohnbereich – erstrecken sich vom Matrimandir strahlenförmig über eine Fläche von 25 km², wovon erst 10 km² verwirklicht wurden. Das Projekt selbst befindet sich noch im Stadium einer Experimentalstadt. Es stellt wie die Projekte Arcosanti (USA) oder Damanhur (Italien) den kollektiven Versuch der Realisierung einer Stadtutopie dar, mit neuen Wohn- und Lebensbedingungen zu experimentieren. Darüber hinaus werden andere Formen des sozialen Zusammenlebens durch größere Gemeinschaften (communities) entwickelt.

Verschiedene Projekte forcieren die Nutzung alternativer Energiequellen und organischer Baustoffe, wie Lehm und Ton. Zudem wird seit einigen Jahrzehnten wegen der gebietsweise starken Erosion ein für Indien vorbildliches Wiederaufforstungsprogramm durchgeführt.

Sacha Lodge

Ein wunderschönes Beispiel ökologischer Amazonas-Pfahlbauten ist die Sacha Lodge in Ecuador. Zur Sacha Lodge gehören 3000 Hektar Regenwald, die eine Reihe Lebensräume beinhalten, meist Primärwälder die von festem Boden zu Mooren, Flüssen und Seen reichen.

Beni Ammeter, ein Schweizer Unternehmer, der die letzten 25 Jahre seines Lebens in Ecuador verbracht hat, hat das Grundstück der Sacha Lodge 1991 gekauft und die ersten Besucher im Jahr 1992 empfangen.

Die lebenden Inseln der Uru

Die Uru leben inmitten von Schilf: Aus Schilf bauen sie ihre Schiffe, Häuser und nutzen Schilf ebenfalls als Tee und Medizin. Die Uru gehören zu den ältesten Volksstämmen in den Anden, Peru.

Sie beherrschen die Schilfbautechnik in höchtem Mass, so dass sie in der Lage sind, damit ganze Inseln zu bauen. Das filigrane Wurzelwerk hält die Halme über Jahre hinweg zusammen. So leben auf den schwimmenden Inseln gar Katzen und Geflügel.

Heute leben die Uru hauptsächlichlich vom Fischfang und dem Verkauf von Kunsthandwerk an Touristen.

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