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Bioklimatisch bauen in schwierigen Klimazonen

Bioklimatisches Haus1Hinter diesem bioklimatischen Haus von Ruiz Larrea and Associates befindet sich der Windpark von Granadilla de Abona, der zugleich Teil vom Instituto Tecnologico y de Energias Renovables ist. Dieses Research Center beherbergt gleich 25 bioklimatische Häuser. Bioklimatisches Haus2Aufgrund der starken Winde auf Teneriffa werden diese Bauten durch hohe vulkanische Tosca Steinmauern geschützt.
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Diese sind so angeordnet, dass die Luftzirkulation natürlich gesteuert ist und somit keine Klimatisierung oder Dämmung nötig sind. Auch die Bepflanzungen gedeihen dadurch wunderbar. Die begrünten Flachdächer fangen die Feuchtigkeit auf und geben ebenfalls Kühlheit ab.
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Grosse Zisternen sammeln das Regenwasser auf, das für den täglichen Gebrauch verwendet wird. Zudem besteht das Baumaterial aus dem Aushub oder wurde aus der Region gewonnen. 

Holländisches Dünenrestaurant

aanzee1 emma architects Aan Zee („Das Meer“) ist ein neues Restaurant am Rand der Strandpromenade in Oostvoorne, Holland. aanzee2 emma architectsVor allem die geschwungene Holzfassade fällt von Weitem auf und schmiegt sich perfekt in die Dünenlandschaft ein. Vergrabene alte Containerwände schützen das Haus vor Wind und Salz. Das Gebäude hat ein ausgeklügeltes Wasser- und Stromkonzept: Der Strom wird mit Windrädern erzeugt, Heizung und Kühlung wird mit einem geothermischen Austauschsystem ermöglicht und das Abwasser wird wiederaufbereitet.

Entworfen wurde der Bau von den Emma Architecten, die wir bereits vom Besucherzentrum Fort Diemerdam kennen.
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Musik – Perpetuum Mobile

Der „Singing Ringing Tree“ des Architekten und Künstlers Tonkin Liu ist eine Musikskulptur, die mit seinen hunderten von Röhren den Wind in Schall umwandelt. Zusammen mit der wunderschönen Hügellandschaft von Burnley, England wird man sofort in eine eigentümliche und kraftvolle Stimmung versetzt.

Leben im Öltank

Das Oil Silo Home, entworfen von PinkCloud.DK, recykliert bestehende leere Öltanks, um sie in erschwingliche  Familienwohnbauten umzunutzen.
Mit dieser 100% autarken Nutzung wird die Post-Öl-Ära auch symbolisch eingeläutet, so ist dieses Gebäude CO2-neutral und produziert die benötigte Energie selbst. Zudem wird das Wasser ebenfalls in einem integrierten System aufbereitet.

Die grösste Öko-Kuppel der Welt

Der Long Island Green Dome zählt mit einem Durchmesser von 70 Metern zu den grössten privat bewohnten Kuppelbauten der Welt. Die Bauzeit betrug 4 Jahre. 16 Spezialfenster sammeln die Sonnenwärme und speisen diese in die Bodenheizung ein.

Praktisch alle verwendeten Materialen sind rezykliert und/oder biologisch abbaubar. Abwasser wie Warmwasser werden aufbereitet und in die Kreisläufe eingespiesen. Für die Elektrizität sorgen Solarpanels und Windräder und für die Gartengestaltung wurden alte Reifen der nahe gelegenen Garage wiederverwendet.

So ist der Green Dome zum Wildlife Habitat von der National Wildlife Federation zertifiziert worden. Dessen Erbauer Kevin Shea ist ein aktiver Verfechter ökofreundlicher Bauten und hat hierfür diverse Lernvideos erstellt.

Astgabeln als tragendes Deko-Element

Dieses „Blockhaus“ von Paul Morgan Architects ist in der Victoria Central Highlands – Region, im  Südosten von Australien gebaut. Baustoff ist das Holz das vor Ort gefällt wurde, insbesondere Astgabeln, die sonst in der Regel von der Industrie als wertlos erachtet werden. Das Projekt ist zweistufig und besteht aus einer Kabine (Bilder unten) und später zusätzlich aus einem grösseren Haupttrakt. Das Innere vermittelt den rustikalen Charme, gepaart mit einem Gefühl von frischer Offenheit, dank den grossen Glasflächen.

Paul Morgan Architects überzeugen mit diversen anderen Projekten, sehr interessant auch das Blowhouse: Ein Bionik-Haus mit einer Art Lungenfunktion, das damit den Wind zur Energieerzeugung nutzt.

Bosco verticale – vertikaler Wald

Dieses ultimative Architekturprojekt befindet sich momentan in Mailand, Italien im Aufbau. Diese zwei Türme werden die erste Konstruktion darstellen, die hauptsächlich für Bäume gedacht ist, natürlich auch für Menschen.
Sie sind nichts anderes als eine Wiederaufforstung auf städtischem Gebiet, so der Architekt Stefano Boeri. Ziel ist die Verbesserung der Biodiversität und die ökologische Regenration im urbanen Raum. Jeder der 27 Stockwerke hohen Türme wird 900 Bäumen und einer Vielzahl von Blumen Platz bieten und nutzt neuste Wind-, Solar- und Wasseraufbereitungstechnologien. Damit absorbieren sie Tonnen von CO2 und produzieren lebenswichtigen Sauerstoff. Für diese Anzahl Pflanzen würde eine Waldfläche von ca. 2.5 km2 benötigt.



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