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HavvAda, die Inselstadt

havvada1Designer und Architekt Dror Benshetrit hat eine spektakuläre Lösung für ein schier unlösbares Problem in der Türkei: Alle paar hundert Jahre schlägt ein Politiker oder ein Ingenieur eine Idee für die direkte Verbindung vom Schwarzen Meer zum Marmarameer durch einen Kanal vor. Der türkische Premierminister  Recep Tayyip Erdoğan ist ein feuriger Anhänger dieser Idee, doch bisher wusste man schlicht nicht, wohin mit der unglaublichen Menge von einer Milliarde Kubikmeter Aushub. Benshetrit schlägt hierfür den Bau einer künstlichen Insel mit sechs Erhebungen vor, einer Stadt namens HavvAda, die 300’000 Bewohner und viele Geschäfte, Büros und Parks beherbergen soll.havvada5 havvada4

Das chinesische Öko – Silikon Valley

Mentougou-Eco-Valley-7Die bergige Landschaft von Miaofeng, nur 30 Kilometer westlich von Peking soll zum neuen „ökologischen Silikon Valley“ werden. Eine moderne Stadt, die Mentougou-Eco-Valley-3Forschungsinstitute und Wohnen kombiniert.
Der Masterplan dieser Öko-City wurde von Eriksson Architects in Zusammenarbeit mit den finnischen Experten Eero Paloheimo Eco City Ltd entwickelt. Umweltfreundlich, CO2-neutral, erneuerbare Energie sind die Prämisse. Man geht davon aus, dass diese Stadt nur einen Drittel einer vergleichbaren Stadt verbraucht.Mentougou-Eco-Valley-11

Monsanto, das Felsendorf

Das pittoreske Dorf Monsanto liegt an der portugiesisch-spanischen Grenze. Im 6. Jh. besiedelt fingen die Bewohner bald an, ihre Behausungen um die Granitfelsen zu bauen. Diese boten Schutz vor Wind und Wetter. Bis heute wurde kein einziger Felsen berührt.Spätgotische und manuelinische Türbögen beweisen, dass trotz reger Bautätigkeit in all den Jahrhunderten das Dorf seine Tradition beibehalten hat.

Die Stadt im Berg

Statt die Natur in die Stadt zu pflanzen, hat Charly Duchosal die Stadt in den Berg versteckt, die „Mountain City“. Das Projekt wurde beim eVolo Skyscraper Competition 2012 ehrenhaft erwähnt.

Er appelliert damit an den Menschen, die Natur wieder mehr zu erfahren und die Bauten in die bestehenden Landschaftsformen zu integrieren. Entstehen soll das Projekt in Island. Dank der Nutzung von Geothermie und Kühltürmen ist es vollkommen autark und CO2-neutral.

Vor Jahren hatte das Volcania-Team für das ORASCOM-Projekt in Andermatt einen ähnlichen Projektvorschlag unterbreitet, leider erfolglos.

Kampf gegen die Fluten

Wie sollen Grossstädte, die direkt am Meer liegen, sich in Zukunft vor Flutkatastrophen oder Überschwemmungen aufgrund der globalen Erwärmung schützen? Dieser Frage gingen die beiden Studenten Tingwei Xu and Xie Zhang von der University of Pennsylvania nach. Ihr Vorschlag ist ein Membranengebilde, das sich um die bestehenden Wolkenkratzer von Manhattan rankt.
Es besteht aus einem schwammartigen Material und kann Millionen Liter Wasser aufsaugen, um dieses wieder zu absorbieren.
Ein Pflanzengürtel trägt ebenfalls dazu bei, dass genügend Wasser  aufgenommen werden kann.

Intrapolis

Der Schweizer Walter Jonas war zusammen mit Yona Friedmann und Ionel Schein Gründungsmitglied der Groupe International d’Architecture Prospective (GIAP). Mit seinem Projekt Intrapolis im Jahr 1962 erregte der Architekt, Künstler und Kunstkritiker international für Aufsehen. Intrapolis als humane Stadtform ist eine Ansammlung von 100 Meter hohen Wohntrichtern. Einerseits würde man damit eine sehr hohe Wohndichte erreichen und andererseits bliebe eine grosse Grünfläche.
Die Idee wurde von Laien und Fachleuten begeistert aufgenommen, verwirklicht wurde das Projekt einer Kegelstadt jedoch nie. Dennoch sollte die Konzeption der Intrapolis Jonas bis zu seinem Tode beschäftigen.
Als eine Variante der Intrapolis kann das von Jonas 1967 eingereichte Projekt für ein schwimmendes Kulturzentrum in Zürich angesehen werden.

André Gaillard, ein vergessenes Genie

Nach seinem Studium an der Ecole d’architecture de l’Université de Genève gründete André Gaillard zusammen mit seinem Bruder Francis ein Büro. Er experimentierte in den 60er Jahren mit modernen Materialien und konzipierte neuartige Bauweisen für neue Wohnformen, oder auch Bauten für Tourismusorte oder betätigte sich im Bereich der modernen Städteplanung, unter anderem für die so genannten Villes Nouvelles.

Zusammen mit Daniel Grataloup arbeitete er am Temple Saint-Jean in la Chaux-de-Fonds. Er war ebenfalls an der Konzeption des Numaga-Baus in la Chaux-de-Fonds oder der Station Aminona in Crans Montana beteiligt.

Eines seiner vergessenen Werke ist diese Villa am Strand der Costa Brava:

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