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Palast der Winde

hawa mahal1Der Hawa Mahal oder auch der ‚Palast der Winde‘ ist das wohl bekannteste Bauwerk von Jaipur, Indien.
hawa mahal2Auf fünf Stockwerken, die aus rotem und rosafarbenen Sandstein bestehen, sind 953 kleine Fenster eingelassen. Diese hatten zwei Funktionen: Einerseits erlaubten sie durch die Luftzirkulation eine regelmässige Kühlung der Räume und andererseits hatten die Palastdamen die Möglichkeit, das Treiben auf der Strasse unbeobachtet zu verfolgen.
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Erbaut wurde der Palast 1799 vom Maharadscha Sawai Pratap Singh.
hawa mahal4Architekt war Lal Chand Usta. Er wollte mit der rajputischen Palastarchitektur und der organischen Form der Kuppeln die Krone vom Hindugott Krishna darzustellen.

Indischer Zauber

Inspiriert von der Topografie, der Flora und Fauna von Kot, im Ratnagiri Distrikt von Maharashtra hat der Architekt Mahesh Naik ein unvergleichliches Landhaus, das „Moonlight“, erschaffen.
Dessen Form hat keinen Anfang und keinen Schluss und nur Materialien aus der Umgebung wurden in einer sehr intuitiven Art verwendet. So wird das Aussen zum Innern, frei von vorgegebenen Stilen und Konventionen.


Cybertecture: Mit Köpfchen in die Zukunft

Ein entscheidender Moment in der architektonischen Laufbahn von James Law ereignete sich im Jahr 2000, als er eingeladen wurde, Architektur und  Technik des Dickson Cyber Express Shopping Mall zu entwerfen – der weltweit erste „Bricks and Clicks“ Einzelhandels-Komplex in Hong Kong.

Dies führte zu James Prägung des Begriffs „Cybertecture„, – eine neue Art von Design, die Technologie und Architektur verschmilzt als zukünftige Gestaltungsform. Mit wachsendem Ruf, engagiert James sich stark in Fragen der zukünftigen Technologie und Design. So gründet die Cybertecture Design-Philosophie in seinem breiten Spektrum auf ein Dual-Konzept, das zu einer unendlichen Anzahl von verschiedenen Arten von Projekten und Szenarien angewendet werden kann. Dies bezeugen die diversen Wettbewerbseingaben von Cybertecture:

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Schwungvoll einkaufen in Mumbai

Das Design des Detailhandelszentrum Indigo Delicatessen im Palladium Mall, Mumbai beinhaltet das Konzept, die rigide Geometrie aufzulösen, indem mit der Form einer Quasi-Kupell, einer Quasi-Oberfläche gearbeitet wird. Das warme Holz trifft auf die geschwungenen Kupfer-Auslagen. Ein integriertes Restaurant erlaubt es, die Produkte vor Ort zu kosten.

Mit dem Einsatz parametrischer Werkzeuge im Designprozess wurden die diversen Strkturen im CNC-Verfahren angefertigt.

Wachsende Brücken

Im Nordosten Indiens, am feuchtesten Ort der Erde, sind die Brücken nicht gebaut, sie wachsen.

Sie bestehen zu 100% aus den Wurzeln des Gummibaums und Scheiben aus Betelbaum-Stämmen, die das Volk der Khasi aus Cherapunji kunstvoll verflechten.
Nach ca. 15 Jahren sind diese Brücken stabil genug, um bis zu 50 Personen zu tragen. Die bekannteste dieser Brücken ist die „Umshiang Double-Decker Root Bridge“:
Weil sie immer weiter wachsen werden die Brücken über die Jahre immer stärker. Die ältesten sind über 500 Jahre alt.

Skulpturen der Selbstreflexion

Als einer der renomiertesten und weltweit bekanntesten Skulpteure darf Anish Kapoor nicht in unserer Sammlung fehlen. Er ist noch viel mehr: Bildhauer, Architekt und Aktionskünstler in einem. Geboren 1954 in Indien, lebt und arbeitet der Künstler seit den 70er Jahren in London.

Der Künstler hat etwas von einem Magier: Mit Riesenspiegeln fängt er die Wolken ein, er schafft Skulpturen aus Farbpigmenten, und seine schwindelerregenden Rauminstallationen und monochromen Wandgemälde faszinieren. Kapoor spielt mit den Räumen, die ihm geboten werden, verleiht ihnen eine schwer zu beschreibende Form von Leere – ein Nichts. Und das, obwohl seine Objekte oft größer sind, als ein Einfamilienhaus.

Jüngst nutzte Anish Kapoor den umfassenden Raum des Grand Palais in Paris für eines seiner Objekte.
Dabei lädt das Grand Palais jedes Jahr erneut einen internationalen Künstler ein, die insgesamt 13,500 m² des 35 Meter hohen Glasbaus mit ihrer Kunst auszuschmücken. Kapoor nutzte den gesamten Raum für eine einzige 37 Meter hohe Monumentalskuptur, einen vierarmigen begehbaren Ballon, der den “Leviathan” zeigte. Dieser war im Alten Testament ein Seedrache, in der Mythologie ein aus den Tiefen des Meeres stammendes Monster, welches die Pforte zur Hölle bewachte, neben weiteren biblischen Gleichnissen und anderen Mythen, um die Existenz des Leviathan.

 

Auroville

Gegenwärtig erstrecken sich über das Gebiet von Auroville, in der Nähe von Puducherry im Südosten Indiens, mehr als 100 Ansiedlungen in unterschiedlicher Ausprägung, Lebensstandard sowie Schwerpunkt von beruflicher und sonstiger Tätigkeit.

Entworfen von einer Architektengruppe um den französischen Architekten Roger Anger, soll sich die zukünftige Stadt für ca. 50000 Bewohner in Form einer Spiralgalaxie um den Zentralbereich erstrecken.

Im Zentrum erhebt sich das Matrimandir (dt.: Tempel der Mutter), ein Zentralbau sakralen Charakters inmitten einer eigens geschaffenen, öffentlichen Gartenanlage.

Vier Stadtsektoren, jeweils mit einem Nutzungsschwerpunkt – Kultur, Internationalität, Industrie und Wohnbereich – erstrecken sich vom Matrimandir strahlenförmig über eine Fläche von 25 km², wovon erst 10 km² verwirklicht wurden. Das Projekt selbst befindet sich noch im Stadium einer Experimentalstadt. Es stellt wie die Projekte Arcosanti (USA) oder Damanhur (Italien) den kollektiven Versuch der Realisierung einer Stadtutopie dar, mit neuen Wohn- und Lebensbedingungen zu experimentieren. Darüber hinaus werden andere Formen des sozialen Zusammenlebens durch größere Gemeinschaften (communities) entwickelt.

Verschiedene Projekte forcieren die Nutzung alternativer Energiequellen und organischer Baustoffe, wie Lehm und Ton. Zudem wird seit einigen Jahrzehnten wegen der gebietsweise starken Erosion ein für Indien vorbildliches Wiederaufforstungsprogramm durchgeführt.

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