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Enric Ruiz-Geli’s Interpretation von organischer Architektur

Enric Ruiz Geli’s Architektur zeichnet sich einerseits durch sonderbare Formgebungen und andererseits durch die Verwendung von High-Tech-Materialien aus, die praktisch Null-Energiehäuser ermöglichen. Zum Einsatz kommen oft Corian, Keramik und Kunststoffe. Buckminster Fuller und Antoni Gaudí sind neben der Natur die Inspirationsquellen von ihm und seinen Mitarbeitern der Firma Cloud9.

Realisierte Projekte sind unter anderem die Villa Nurbs und die Villa Bio:
Villa Nurbs1

Villa Nurbs2 Villa Bio

Hyperkatalonien – Hybridisierung von Natur und Kunst

Anlässlich der MACBA-Kunstausstellung im Jahr 2003 in Barcelona wurde von den Guallart Architects eine Studie vorgestellt die aufzeigen sollte, wie die autonome Gemeinschaft Katalonien als Stadt funktionieren könnte und welche Potentiale identifizierbar sind – HyperCatalunya.

Während die Städte in den letzten 40 Jahren gewachsen sind ohne die Limiten mit einzubeziehen, stehen einige Städtebauer bald vor dem Problem, dass schlicht kein Land mehr für eine weitere Expansion zur Verfügung steht, speziell in den Städten wie London oder Paris. Weitere Problemstädte wie auch Barcelona werden folgen.

Würde die Urbanisierung von Barcelona in der gleichen Geschwindigkeit vonstatten gehen wie heute, so gäbe es im Jahr 2375 kein Land mehr zu bebauen. Leider sind die Strukturen der alten Quartiere für weiteres Wachstum ungeeignet, Zentrumsfunktionen können beispielsweise kaum mehr wahrgenommen werden und die Aufrechterhaltung der Verkehrsknotenpunkte wäre ebenso fragwürdig. Wieso sollten ineffiziente Strukturen der alten Städte beibehalten werden? Das Material, aus denen die Städte gebaut sind kann nicht weiterhin aus der Umgebung gewonnen werden, wenn diese – als zukünftiger Wohnraum – nicht verschandelt werden soll. Der Bau einer Stadt muss Teil eines neuen strategischen Projekts sein, des „Landschafts-Engineerings“ quasi, einer Hybridisierung von natürlichen und künstlichen Strukturen, immer das Ziel verfolgend, ein Optimum an Ressourcengewinnung- und -rückgewinnung zu erlangen.

Frei nach dem Motto: Wenn Architektur die Landschaft ist, so sind die Häuser die Berge.

Antoni Gaudí i Cornet

Gaudí (1852 – 1926) war bekannt für seinen eigenwilligen Stil von runden, organisch wirkenden Formen. Er errichtete seine Bauwerke in der Formsprache des Modernisme, der katalanischen Spielart des Jugendstils. Die typischen Merkmale waren geschwungene Linien, unregelmäßige Grundrisse, schräge gemauerte Stützen, naturnahe weiche Formen mit Motiven der Flora und Fauna. Weitere Vorlieben waren Bruchsteine und bunte Keramikfliesen, die er als Gestaltungselement in seine Bauwerke einfließen ließ.

Gaudí lehnte die gotischen Strebebögen verächtlich als „Krücken“ ab und verwendete stattdessen schräge Baupfeiler. Er entwickelte seine Gebäude während des Baus anhand von Skizzen und Modellen. Da Gaudí ein Gebäude als Gesamtkunstwerk empfand, entwarf er auch die kleinsten Details im Gebäudeinneren selbst. Seine Entwürfe führten die Schmiede- und Mosaikkunst, die Tischlerei und die Glaskunst zu neuen Höhepunkten. Seine Stilelemente beeindrucken mit schlichten, aber originellen, vielfach organischen Formen.

Viele Architekten, unter anderem Friedensreich Hundertwasser wurden stark durch Gaudís Arbeiten beeinflusst. Damit gilt Gaudí als einer der Wegbereiter der modernen organischen Architektur.

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