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Top-Design aus Stampflehm

Lacey Residence1Diese grossflächige Villa, die Lacey Residence, steigt aus der kargen Erde von Arizona auf.
Lacey Residence2Sie wurde von Jones Studio entworfen und besteht mehrheitlich aus Stampflehm, der aus dem nahe gelegenen Untergrund gewonnen wurde.
Lacey Residence4
Die grosszügige Raumaufteilung und das Spiel mit Licht und Schatten ermöglicht ein optimales Bioklima im Inneren der Räume.Lacey Residence3

Bereits mit dem Bau des Skorpion-Hauses hatte Jones Studio ein Bijou der Nachhaltigkeit geschaffen.

Das „Eliphante“: Kunstraum in wilder Natur

Ein interessantes Beispiel der Kombination von organischer Architektur und Kunst bildet das von Michael Kahn und Leda Livant erbaute Erdhaus „Eliphante“ in Cornville, Arizona.
Themen, die die beiden beschäftigten setzten sie in idiosynkratischer Weise künstlerisch um: Überall finden sich Skulpturen, eigentümliche Formen, Fenster und Durchgänge. Das Eliphante wurde über die Jahre mehr und mehr zu einem Kunstpalast, einer Meditationsstube, einem Badehaus. Über viele Jahre hauste das Paar in diesem nie fertigen Gebäude, ohne Strom, ohne fliessendes Wasser, ohne Toilette (die Notdurft wurde im Garten verrichtet) und ohne wirklichen Zugang, denn um das Haus zu erreichen muss ein Fluss durchquert werden. Die Materialien klaubten sich die beiden aus der Umgebung zusammen.

Michael Khan gab sich zeitlebens der Malerei hin, bis er nach einer schweren Demenzkrankheit verstarb. Die Zukunft des Eliphante ist leider ungewiss.

Roden Crater


Roden Crater ist ein natürlicher Vulkankegel im Südwesten der Painted Desert Wüste im Norden von Arizona. Seit 1972, mit der finanziellen Unterstützung der Dia Art Foundation, der Guggenheim Foundation und der National Endowment for the Arts, verwandelt der Lichtkünstler James Turrell diese Formation in ein monumentales Landschaftskunstwerk. Innerhalb des Vulkans hat er verschiedene Räume erschaffen, die als Himmelsobservatorien dienen.

Er liess sich dabei von alten Werken wie Stonehenge oder den Pyramiden von Gizeh inspirieren.

Ein Haus namens Mohnfeld

Ein Blick genügt und man erkennt beim Objekt, genannt „Poppy Field“, sofort Ähnlichkeiten mit Frank Lloyd Wrights Bauten. Dies kommt nicht von ungefähr: Der Erbauer, David E. Dodge war selbst Stiftungsratsmitglied der Frank Lloyd Wright Foundation. Der Entwurf des Hauses stammt aus den Federn der ehemaligen Taliesin Associated Architects, wobei William Wesley Peters, ebenfalls ein Protegé und Schwiegersohn von Wright einen grossen Einfluss ausgeübt hatte.

Skorpion-Haus

Das Team von Jones Studio Inc. wurde vor die Aufgabe gestellt, in die Wüstenlandschaft von Arizona ein Haus zu bauen, das einerseits nachhaltig die begrenzten Ressourcen nutzt, indem es im gesamten Ökosystem integriert ist und gleichzeitig die Besucher eine neue Ethik des Bauens lehrt.

Ein weiterer Prachtbau von Jones Studio, die Lacey Residence ist hier zu finden.

Biosphere 2

Biosphere 2 wurde 1984 von Space Biosphere Ventures, einem Joint Venture unter der Federführung von John P. Allen, dem Erfinder und Margret Augustine, der Geschäftsführerin erbaut. Es ist im Prinzip ein riesiges Gewächshaus mit der Möglichkeit, das Innere hermetisch von der Außenwelt abzuschließen. Die Gesamtfläche des Glasbaus beträgt 13.000 Quadratmeter.

Im Inneren befinden sich mehrere Ökosysteme en minature – Biome wie wir sie auch auf unserer Erde, der Biosphäre 1, finden: ein tropischer Regenwald, eine Savanne, ein Meer, eine Marsch, eine Wüste, landwirtschaftliche Anlagen und menschliche Behausungen. Luft, Wasser, Nahrungsmittel und Abfallstoffe werden, unterstützt von den in der Biosphere 2 eingeschlossenen Wissenschaftlern, innerhalb des geschlossenen Baus recycliert.
Die Biosphere 2 ist der luftdichteste Bau seiner Art, den es je gab. Die herrliche, preisgekrönte Architektur wurde, angefangen bei den Stufenpyramiden der alten Maya bis zu den Windtürmen Arabiens, von den verschiedenartigsten kulturellen Bezugspunkten inspiriert.

In den Medien wurde oft von einem Scheitern des Projekts gesprochen. Gleichwohl ergaben sich aus diesem „Scheitern“ Erkenntnisse, welche für zukünftige Entwicklungen und Erprobungen künstlicher Lebensräume wertvoll sein dürften. Bereits die Erkenntnis, dass es nicht ohne Weiteres möglich ist, außerhalb der Erde einen für Menschen nutzbaren Lebensraum zu schaffen, wird als wichtiges Ergebnis des Projektes angesehen.

Arkologie

Paolo So­leri, der Er­fin­der der Arkologie-Bewegung (Arcology ist eine Wortkreuzung aus architecture und ecology) und seine Frau Colly wid­me­ten sich For­schungs­pro­jek­ten und dem ex­pe­ri­men­tel­len Städ­te­bau. Sie grün­de­ten hierzu eine Stif­tung na­mens Cosanti-Stiftung.

Das Haupt­pro­jekt der So­le­ri­schen Stif­tung wurde Arcosanti, eine Stadt für 5.000 Ein­woh­ner die So­leri ent­wor­fen hatte. Die Stadt wird seit 1970 in Cordes Junction in der Nähe von Phoenix ge­baut.

Die Ar­bei­ten von Paolo So­leri wur­den welt­weit aus­ge­stellt und sind Vor­rei­ter der heu­ti­gen Dis­kus­sion zur Nach­hal­tig­keit des Pla­nes und Bau­ens.

Soleri wurde Mit­glied bei der »Graham Foundation« und der »Guggenheim Foundation«. Er er­hielt mitt­ler­weile meh­rere Eh­ren­dok­to­rate für seine Werke. 1963 wurde er be­reits mit der Gold­me­daille des American In­sti­tute of Architects (AIA) aus­ge­zeich­net. 1981 er­hielt er die Gold­me­daille der »World Bi­en­nale of Architecture« auf der IN­TER­ARCH in Sofia, Bulgarien, die Sil­ber­me­daille der »Academie d’Architecture« in Paris. In­ter­na­tio­nale Be­ach­tung fand das 1984 durch­ge­führte »Internationales Ar­chi­tek­tur Sym­po­sium ‚Mensch und Raum‘« an der TU Wien, an dem neben Paolo So­leri bei­spiels­weise Bruno Zevi, Dennis Sharp, Pierre Vago, Jorge Glusberg, Otto Kapfinger, Frei Otto, Justus Dahinden, Ernst Gisel, Ionel Schein teil­nah­men.

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