Tag Archive | Brücke

Wachsende Brücken

Im Nordosten Indiens, am feuchtesten Ort der Erde, sind die Brücken nicht gebaut, sie wachsen.

Sie bestehen zu 100% aus den Wurzeln des Gummibaums und Scheiben aus Betelbaum-Stämmen, die das Volk der Khasi aus Cherapunji kunstvoll verflechten.
Nach ca. 15 Jahren sind diese Brücken stabil genug, um bis zu 50 Personen zu tragen. Die bekannteste dieser Brücken ist die „Umshiang Double-Decker Root Bridge“:
Weil sie immer weiter wachsen werden die Brücken über die Jahre immer stärker. Die ältesten sind über 500 Jahre alt.

The Alnwick Garden Treehouse

Dieses Baumhaus ist eines der magischsten und speziellsten Restaurants der Welt. Es ist Attraktion und Kulinarium des Alnwick Garden, zwischen Newcastle und Edinburgh gelegen. Zur Anlage gehört ein wunderschöner Garten, ein Park, ein Wald und ein ehrwürdiges Schloss.

Die pflanzliche Zelle als Baukörper

Das englische Designstudio Nex machte speziell mit zwei Würfen auf sich aufmerksam: Dem Bau eines Pavillons in Form von pflanzlichen Zellstrukturen inmitten des weltberühmten Royal Botanic Garden Kew, einem Weltkulturerbe

und der Designstudie zur Drava Bridge in Maribor.

Die Brücke im Niemandsland

Mitten im ariden griechischen Umland befindet sich diese halbunterirdische Residenz, von der nur gerade der mittlere Teil zu sehen ist. So wirkt der Bau eher wie eine alte verlassene Brücke, die zwei Hügel miteinander verbindet.

Architekten: decaArchitecture.

„Struktur ist Architektur“ – Cecil Balmond

Während Jahrhunderten bestimmte der rechte Winkel das Erscheinungsbild der Architektur. Doch spätestens seit Gaudí und Erich Mendelsohn gewannen organische Formen an Bedeutung. Nun eröffnen kreative Ingenieure mit nicht euklidischen Geometrien der Baukunst neue Möglichkeiten. Ihr Leitstern ist der 1943 in Sri Lanka geborene Cecil Balmond.

Trotz den Fähigkeiten des Computers stösst selbst das Formenrepertoire der schöpferischsten Architekten irgendwann an Grenzen, wie die Meisterwerke von Gehry, Zaha Hadid oder Santiago Calatrava zeigen. Während jedoch Calatrava, der als Ingenieur und Architekt gleichermassen über Statik und Ästhetik seiner Werke gebietet, sich in Sachen Formfindung im Kreise dreht, suchte Daniel Libeskind schon 1996, als er an der Erweiterung des Victoria and Albert Museum (V&A) in London arbeitete, die Inspiration des ingenieurwissenschaftlichen Querdenkers Cecil Balmond.

1943 in Colombo auf Sri Lanka geboren, wanderte Balmond 1961 nach Nigeria aus, wo er Mathematik studierte. Anschliessend vertiefte er sich im englischen Southampton ins Bauingenieurwesen, leitete aber auch einen Folk-Klub und trat selbst als Musiker auf. Nach der für ihn entscheidenden Aufnahme ins Büro Arup arbeitete der schnell als Tüftler, Erfinder und Künstler bewunderte Ingenieur mit Grössen wie Denys Lasdun und James Stirling zusammen, um schliesslich zum unkonventionellen Mitdenker von Rem Koolhaas zu werden.

Durch seine eigene Vorgehensweisen unterscheidet sich die Recherche von Balmond, der den Computer immer wieder mit phantastischen, einer ganzheitlichen Weltsicht entstammenden Ideen herausfordert, von jener der meisten Ingenieure und Architekten. Um sich von naheliegenden Bildern und Lösungswegen zu befreien, greift er etwa zurück auf mittelalterliche Zahlenmystik, pflanzliche Strukturen oder nicht euklidische Geometrien.

Die aus dem V&A-Projekt hervorgegangenen Erkenntnisse flossen ein in den Entwurf des Sommerpavillons der Londoner Serpentine Gallery, den Balmond 2001 mit Libeskind realisierte. Seither war er bei den meisten dieser innovativen Temporärbauten mitbeteiligt: 2005 fand er zusammen mit den Portugiesen Alvaro Siza und Eduardo Souto de Moura eine dynamisch ausbalancierte Antwort auf die kurvig kassettierten Deckengewölbe Pier Luigi Nervis, und im vergangenen Jahr schufen Balmond und Koolhaas ein atmendes, ballonartiges Pavillondach.

Das Opernhaus von Taichung auf Taiwan, das er mit Toyo Ito vollenden will, könnte ein wegweisender Bau werden. Hier wandelt sich das algorithmische Linienmuster zu einem wogenden kettenförmigen Gewebe, dessen netzartige Strukturen erst seit kurzem im Computer berechnet und nun sogar im Hochhausbau angewandt werden können.

In den letzten Jahren führte Balmond viele weitere Projekte mit namhaften Architekten und Künstlern wie u.a. Shigeru Ban und Anish Kapoor aus, viele weltweit beachtete Bauwerke tragen seine Handschrift. Der mehrfach mit wichtigen Preisen geehrte Architekt, Künstler, Designer, Forscher, und Schriftsteller wird von vielen Seiten als der weltweit beste Architekt der heutigen Zeit gehandelt.

Sein Credo lautet:

Struktur ist Architektur

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Über sieben Wellen musst du gehen

Die Henderson Waves ist mit 36m die höchste Fußgängerbrücke Singapurs und 274m lang. Entworfen wurde sie von den IJP Architects.

Die Brücke mit seiner Wellenstruktur verbindet den Mount Faber Park mit dem Telok Blangah Hill Park auf 74m Meereshöhe. In der Konstruktion sind einige Nischen untergebracht, welche vor allem bei jungen Pärchen beliebt sind. Sogar um die Mittagszeit sind einige Plätze belegt. Die Brücke wird von 19:00 Uhr bis 2:00 Uhr von hunderten LEDs erhellt.



Passend dazu ein kleiner Lacher:

Baumhaus? Hausbaum?

Die Brücke zwischen Natur und Architektur schlägt das Tokioter Architekturbüro Akihisa Hirata mit dem Entwurf einer Residenz mit organischen Elementen mitten in Toshima-ku, Tokio. Das Resultat ist ein dynamisches Miteinander von Pflanzen und Mensch in einer modulmässigen Anordnung der verschiedenen Räumlichkeiten.

 

Weitere interessante Idee von Akihisa Hirata: die Netzbrücke.

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