Tag Archive | Büro

Ginger und Fred

tanzendes haus1Dieses Gebäude ist eines der Wahrzeichen Prags und inspiriert von einem rationalen Dialog zwischen einem totalitären, statisch vertikalen Konzept auf der einen Seite und einem dynamischen, im gesellschaftlichen Umbruch begriffenen auf der anderen. Zudem erinnert es an eine Tänzerin im gläsernen Faltenkleid, die sich grazil an den Herrn mit Hut schmiegt.
tanzendes haus3 Aus diesem Grund wird es oft auch Ginger und Fred (nach Ginger Rogers und Fred Astaire) genannt.

Der dekonstruktivistische Bau führte bei seiner Fertigstellung im Juli 1996 zu einer leidenschaftlich geführten, hitzigen Diskussion, die seither jedoch weitgehend abflaute. Unterstützt wurde das Projekt durch den ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Havel, der über Jahrzehnte in der Nähe des zunächst brach liegenden Grundstücks wohnte (das Gebäude, das sich dort befand, wurde bei einem Bombenangriff 1945 zerstört). Er erhoffte sich vom ursprünglich als Kulturzentrum geplanten Gebäude neue kulturelle Aktivität.
tanzendes haus2Heute beherbergt das Gebäude allerdings vorwiegend multinationale Firmen. Auf dem Dach befindet sich ein französisches Restaurant mit Blick auf die Prager Altstadt.

Entworfen wurde es vom im ehemaligen Jugoslawien (Zagreb) geborenen tschechischen Architekten Vlado Milunić in Kooperation mit dem kanadischen Architekten Frank Gehry.

Büro in der Fabrik

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Die Büros der beiden Firmen Pons + Huot in Paris beherbergen Arbeitsplätze für 15 Mitarbeitende.
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Als Basis diente eine alte Industriehalle, das im späten 19. Jh. erbaut wurde. Man munkelt gar, Gustave Eiffel hätte sie erbaut.
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Das Designbüro Christian Pottgiesser entwarf sieben Büros für die Direktoren und weitere offene Arbeitsplätze, die organisch angeordnet über den gesamten Raum verteilt sind.
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Auffallend sind die Plexiglaskonstruktionen, die die Arbeitsplätze leicht abgrenzen, die unterirdischen Sitzungs- und Aufenthaltszimmer und die vielen Pflanzen, die dem ganzen Raum eine angenehme Atmosphäre verleihen.
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Organische Büros für kreative Köpfe

Ständig auf der Suche nach neuen Wegen zu leben, schlafen, kreieren und arbeiten, hat Mathieu Lehanneur die Werbeagentur JWT (Neuilly/Seine) in eine „digitale Pflanzenstation“ verwandelt. Dabei arbeitete er eng mit der Architektin Ana Moussinet zusammen. Hier treffen sich gerade, kühle Farben und Formen mit organischen Bürohöhlen. Diese Höhlen sind aus dem recykliertem Papier geformt, das das Büro bis dahin als Ausschuss produziert hatte, bevor komplett auf ein papierloses Office umgestellt wurde.

Mathieu Lehanneur hat in der Konzeption einen weiteren spannenden Versuch vorgenommen: so sind die Büros der Geschäftsleitung im Erdgeschoss, gleich neben dem Empfang. Damit wird Nähe zum Kunden und Transparenz ausgestrahlt.
Nicht zu vergessen der schwarze Teer-Meteorit in der Mitte des Raumes. Sein Anti-Design zieht den Besucher in den Bann und die Mitarbeiter nutzen ihn als Ablagefläche und Meetingpoint.

Die von der Decke hängenden Pflanzen sind ein natürlicher Luftfilter, der – angeschlossen an eine Jukebox – Musik abspielt, sobald die langen Äste berührt werden.
Wenn dies keine kreative Agentur ist… .

Amertec Building

Nach meinem Studienabschluss im Jahr 1967 bat mich mein Vater, einen Bürokomplex für seine Firma für Holzverarbeitung zu entwerfen. Das ursprüngliche Büro, das Amertec Building, hatte die Form eines „U“s, diese musste beibehalten werden.

Meine Affinität für die Gestaltung von geschwungenen Formen, weiter verstärkt durch meine Liebe zur exotischen Schönheit der tropischen Natur, wurde zu meinem Design-Ansatz, den mein Vater unterstützte. Wie es der Zufall wollte, waren wir in der Lage, ein Bauunternehmer zu finden, der im Spritzbeton-Bau spezialisiert war. Durch die Verwendung von Spritzbeton konnte ich ein skulpturales Design schaffen und geometrische Formen nach meinem Gutdünken kombinieren. Jede Form hat seine eigene Kurve und eine eigene Art der Progression. Die äußeren Formen entwickelten sich aus den Innenräumen.

Chayo Frank

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Das Büro im Wald

Ein schönes Beispiel, wie man sich zunutze macht, dass die Natur uns in unserer täglichen Arbeit positiv beeinflussen kann, ist das Bürogebäude des spanischen Architekturbüros Selgas Cano. Die minilastische Büroeinrichtung – streng nach den Farben der Umgebung gehalten – führt dazu, dass sich der futuristische Baukörper sich trotzdem perfekt in die Natur einfügt.

Fotos: Iwan Baan

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