Tag Archive | Design

Ginger und Fred

tanzendes haus1Dieses Gebäude ist eines der Wahrzeichen Prags und inspiriert von einem rationalen Dialog zwischen einem totalitären, statisch vertikalen Konzept auf der einen Seite und einem dynamischen, im gesellschaftlichen Umbruch begriffenen auf der anderen. Zudem erinnert es an eine Tänzerin im gläsernen Faltenkleid, die sich grazil an den Herrn mit Hut schmiegt.
tanzendes haus3 Aus diesem Grund wird es oft auch Ginger und Fred (nach Ginger Rogers und Fred Astaire) genannt.

Der dekonstruktivistische Bau führte bei seiner Fertigstellung im Juli 1996 zu einer leidenschaftlich geführten, hitzigen Diskussion, die seither jedoch weitgehend abflaute. Unterstützt wurde das Projekt durch den ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Havel, der über Jahrzehnte in der Nähe des zunächst brach liegenden Grundstücks wohnte (das Gebäude, das sich dort befand, wurde bei einem Bombenangriff 1945 zerstört). Er erhoffte sich vom ursprünglich als Kulturzentrum geplanten Gebäude neue kulturelle Aktivität.
tanzendes haus2Heute beherbergt das Gebäude allerdings vorwiegend multinationale Firmen. Auf dem Dach befindet sich ein französisches Restaurant mit Blick auf die Prager Altstadt.

Entworfen wurde es vom im ehemaligen Jugoslawien (Zagreb) geborenen tschechischen Architekten Vlado Milunić in Kooperation mit dem kanadischen Architekten Frank Gehry.

Beim heiligen Starbucks

Starbucks1Kengu Kuma & Associates sind Meister darin, japanische Tradition mit modernem Bauen zu verbinden: Der Standort dieses Starbucks ist irgendwie charakteristisch, liegt er doch ganz in der Nähe des Dazaifu Tenmangu, einem der wichtigsten Schreine Japans, der jährlich über 2 Millionen Besucher zählt.
Starbucks2Das Café ist daneben ebenfalls zu einem Publikumsmagneten geworden, denn die 2’000 kunstvoll verflochteten Hölzer verleihen dem ziemlich kleinen Raum einen aussergewöhnlichen Charakter.
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Ort der ewigen Ruhe

chapel rest1Die Kapelle der Ruhe am Steinfeld Friedhof in Graz hat die Form von zwei geschwungenen Schalungselementen, die zwei empfängliche Hände darstellen. Entworfen wurde sie von den Grazer Hofrichter – Ritter Architekten, erstellt wurde sie im Jahr 2011.
chapel rest2Neben der aussergewöhnlichen Form besticht die Funktionalität: Nach der Abschiedsfeier wird der Verstorbene in einem Trauerzug durch einen separaten Eingang aus dem Gebäude auf den Friedhof begleitet.
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Abhängig von der Wahl der Sitzordnung kann die Kapelle der Ruhe bis zu 100 Personen Platz bieten. In besonderen Fällen können größere Beerdigungen auch durch Öffnung der nördlichen Glaswand und dank den großzügigen Abmessungen des offenen Vorplatz stattfinden.

Bioklimatisch bauen in schwierigen Klimazonen

Bioklimatisches Haus1Hinter diesem bioklimatischen Haus von Ruiz Larrea and Associates befindet sich der Windpark von Granadilla de Abona, der zugleich Teil vom Instituto Tecnologico y de Energias Renovables ist. Dieses Research Center beherbergt gleich 25 bioklimatische Häuser. Bioklimatisches Haus2Aufgrund der starken Winde auf Teneriffa werden diese Bauten durch hohe vulkanische Tosca Steinmauern geschützt.
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Diese sind so angeordnet, dass die Luftzirkulation natürlich gesteuert ist und somit keine Klimatisierung oder Dämmung nötig sind. Auch die Bepflanzungen gedeihen dadurch wunderbar. Die begrünten Flachdächer fangen die Feuchtigkeit auf und geben ebenfalls Kühlheit ab.
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Grosse Zisternen sammeln das Regenwasser auf, das für den täglichen Gebrauch verwendet wird. Zudem besteht das Baumaterial aus dem Aushub oder wurde aus der Region gewonnen. 

Sich schlängelnde Zeitlosigkeit

Schlange1Das Architekturbüro Reiulf Ramstad Arkitekter hatte den Auftrag gefasst, die Küstenregion von  in Norwegen aufzuwerten und begehbar zu gestalten.
Schlange2Innerhalb dieses monolithischen Gebildes, das sich zu einer Anhöhe hinaufschlängelt findet man Fahrradunterstände, eine Feuerstelle, WC’s und ein Parking.
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Entstanden ist eine zeitlose Raumgestaltung in Form eines ästhetischen und begehrbaren Erlebnisses.

Büro in der Fabrik

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Die Büros der beiden Firmen Pons + Huot in Paris beherbergen Arbeitsplätze für 15 Mitarbeitende.
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Als Basis diente eine alte Industriehalle, das im späten 19. Jh. erbaut wurde. Man munkelt gar, Gustave Eiffel hätte sie erbaut.
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Das Designbüro Christian Pottgiesser entwarf sieben Büros für die Direktoren und weitere offene Arbeitsplätze, die organisch angeordnet über den gesamten Raum verteilt sind.
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Auffallend sind die Plexiglaskonstruktionen, die die Arbeitsplätze leicht abgrenzen, die unterirdischen Sitzungs- und Aufenthaltszimmer und die vielen Pflanzen, die dem ganzen Raum eine angenehme Atmosphäre verleihen.
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Dynamik im Design

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Gekrümmte Linien und rasante Kurven machen den Porsche Pavillon in Wolfsburg zu einer dynamischen und reduzierten Skulptur, deren Charakteristika sich aus dem Markenbild Porsches ableiten.
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Entsprechend dem Entwurf des Architekturbüros HENN nehmen in der fugenlosen Gebäudehülle rasante Linien an Fahrt auf, drosseln ihr Tempo und holen in großen Kurven zu weiteren Radien aus. Einheitliche, matte Edelstahlbleche umhüllen den geschwungenen Baukörper, sie machen ihn als eine durchgängige Einheit erfahrbar und geben ihm je nach Licht und Wetter ein wechselndes Erscheinungsbild.
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An seiner Eingangsseite ragt der Pavillon insgesamt 25m über die Wasseroberfläche der vorgelagerten Lagune. Unter dem großen, asymmetrisch geformten Dach öffnet sich ein geschützter Aussenraum mit Sitzreihen für mehrere Hundert Besucher, der optisch mit der umliegenden Landschaft verbunden ist und akustisch einen eigenen Bereich bildet. Architektur und Landschaft, Innen und Außen, Dach und Fassade sind im architektonischen Konzept von HENN als einheitliches, fließendes Kontinuum gefasst. 
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„Das Gebäude ist ein Unikat mit einer außergewöhnlichen Konstruktion. Dieser Neubau hat auch eine symbolische und historische Dimension, denn er weist auf die gemeinsamen Wurzeln hin, durch die Porsche und Volkswagen von Anfang an eng verbunden waren und auch in Zukunft sein werden“, sagt Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. 

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