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Ein Erdhaus, innert wenigen Tagen gebaut

Das Greenhose System von der Firma Colfibrex bietet Erdhäuser an, die günstig, ohne viel Aufwand und in kurzer Zeit gebaut werden können. Dies dank einfachen, vorfabrizierten und modular änderbaren Schalenkonstruktionen. Diese bestehen aus Faserverbundkunststoff, FVK.

Backstein aus Erde – Baumaterial der Zukunft

Erde war wohl das meistbenutzte Baumaterial auf Erden, doch durch das Wachstum der Wirtschaft und der Entwicklung von Technologien hat der Stahlbeton Einzug gehalten und überzieht heute unsere Landschaft in einheitlichem, tristen Grau. Regionalität und nachhaltige Ökonomie fanden in den letzten Jahrzehnten leider keine Beachtung mehr.

Yasuhiro Yamashita vom Atelier Tekuto ist überzeugt, dass wir uns dringend zurück zu den Wurzeln begeben sollten und uns in Bezug auf die Verwendung von Baustoffen auf eine „Neue Erdstruktur“ fokussieren sollten.
Sein Projekt startete 1988 und wurde von Universitäten, Spezialisten und Firmen begleitet. Die Idee basierte darauf, Baumaterial aus Böden aus aller Welt herzustellen, das zu 100% der Erde zurückgeführt werden kann, ohne ökologische Schäden zu verursachen. Daraus ist ein Backstein entstanden, der den strengen japanischen Baustandard übertrifft.

Mit diesem Material lassen sich günstig erdbebensichere Häuser bauen. Magnesiumoxid ist der natürliche Stoff, der hierfür beigemischt werden muss. Magnesium lässt sich überall auf der Welt aus dem Meerwasser gewinnen.

MgO H2O Mg(OH)2: Diese chemische Reaktion bindet jedes Erdkorn und garantiert eine enorme Festigkeit.

Modellbau ist dieses eiförmige Gebäude, das etwas an die Berliner Kapelle der Versöhnung erinnert, einem Lehmbau.

Drehbare Kuppel

An der West Coast Green Ausstellung für nachhaltiges Bauen wurde der Kuppelbau von Solaleya präsentiert. Er ist aus FSC-zertifizierten Holz gebaut, umfasst ein Loft-ähnliches Interieur und übersteht Erdbeben der Stärke 8 (Richterskala).
Isoliert wird es mit Kork und Solarpanels liefern den Strom, der unter anderem benötigt wird, um das Haus um seine eigene Achse zu drehen. Erfinder von Solaleya-Kuppelhäuser ist der Franzose Patrick Marsili, der das erste Modell 1988 gebaut hatte. Seither wurden von seiner Firma Domespace über 130 davon produziert.

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PET als nachhaltiger Baustoff

Fehlende Unterkünfte und Umweltverschmutzung werden weltweit zunehmend zum Problem. Vor allem für die ärmeren Bevölkerungsschichten fehlen nicht nur Wohnmöglichkeiten, sondern auch Einrichtungen, um den Abfall fachgerecht zu entsorgen. Nun hat man entdeckt: Der herumliegende Müll von PET-Flaschen (Polyethylenterephthalat) kann auch als Baustoff verwendet werden.
Gefüllt mit Sand und eingefasst in Zement und Erde eignen sie sich hervorragend für den Bau von Bungalows, Brücken, Brunnen und Säulen.
Die fertige Konstruktion ist feuerfest, kugelsicher und erdbebenresistent. Im Inneren des „Plastikhauses“ soll die gute Isolierung eine Raumtemperatur von 18 Grad Celsius gewährleisten.

Die Non-Profit-Organisation Development for Renewable Energies (DARE) setzt sich seit längerem für den Einsatz von PET-Flaschen als Baustoff ein. Mehrere Projekte konnten bereits in Nigeria erfolgreich umgesetzt werden.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt:

Design für das menschliche Tier

Seit 1956 entwickelte Donald Jasinski ein Design-System das zum Ziel hat, die menschlichen Bewegungen in den Lebensraum zu integrieren. Er nannte es „Choreotectonics“. Die vielen in den USA, Europa und Mexiko entstandenen Bauten von Jasinski ensprechen hohen ökologischen und ökonomischen Standards, sind harmonisch in der Landschaft eingebettet und bestechen durch optimale Ausnutzung der natürlichen Lichtquellen. Er selbst bezeichnete seine Firmenphilosophie als Weiterentwicklung der humanistischen Tradition. Donald Jasinski ist Anfang 2011 verstorben.

Link zum Video.



Shigeru Ban: Meister der Papier-, Holz- und Recyclingkonstruktionen

Seinen Ruf als Stararchitekt hat er sich als Meister der nachhaltigen Baustoffe erarbeitet. Shigeru Ban ist bekannt für die konsequente Verwendung von Recyclingmaterial. Er baut Ausstellungshallen aus Karton, Museen und Bürogebäude aus Holz und Notunterkünfte aus Stoff und Kartonröhren. So bieten seine Konstruktionen seinen Landsleuten in Japan nach Erdbeben, Tsunami und Fukushima temporären Unterschlupf.

In seinem Werk verbindet Ban die traditionelle japanische Bauweise mit moderner Architektur. Der aus Karton gefertigte Japanische Pavillon der Expo 2000 in Hannover wurde von Ban in Zusammenarbeit mit Frei Otto errichtet und sollte aufzeigen, was mit einer Kartonkonstruktion alles möglich ist.

Zu seinen bekanntesten Werken gehört das Centre Pompidou in Metz.

Haesley Nine Bridges Golf Club House

Paramoderne Loopings

Der japanische Architekt Shushei Endo generiert in den Loopings seiner gerollten Wellblechbahnen den Raum für das Wohnen und Arbeiten zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Der hohe Bekanntheitsgrad seiner Architektur fusst auf dem variationsreichen Einsatz eines zeitgemässen Materials, das seine Bauten eine schwerelose Leichtigkeit verleiht. Er beschreibt seine Art, Gebäude für Mensch und Natur zu schaffen, als paramoderne Architektur.

Springtecture: Öffentliche Toilette in Osaka

Slowtecture: Miki Disaster Management Dome (Refugium im Fall eines Erdbebens)

Looptecture

Kulturzentrum Guangzhu

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