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Kirche San Massimiliano Kolbe

In Varese steht eine Kirche der besonderen Art. Diese Tragwerkkonstruktion wurde von der Schweizer Firma Häring realisiert, die sich auf solche Konstruktionen spezialiaisiert hat. Architekt ist der Schweizer Justus Dahinden.
Er ist Mitglied und Ehrenmitglied verschiedener internationaler Organisationen und Vereinigungen, wie beispielsweise der „Groupe International d’Architecture Prospective“ (GIAP) in Paris.

Neben gesellschaftsrelevanten Projekten erforscht Justus Dahinden theoretische Grundlagen aufbauend auf gestaltpsychologischen und philosophischen Erwägungen, verschiedenen Grundbegriffen wie dem „Gesetz der Drei“ (Synthese von Struktur, Gestalt und Geist), der Idee des „Kontextualismus in der Architektur“ (Einheit zwischen Bauwelt, Natur und Mensch) oder der „Philosophie der Schräge“. Die Integration ökologischer (biogenetischer) Aspekte, in architektonische „Archetypen“, ist Grundlage seiner Architekturentwürfe, beispielsweise in seinen Stadthügelprojekten. Dahinden hat sich darüber hinaus intensiv mit Archigram und den Metabolisten auseinandergesetzt.

Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, Forschungsarbeiten und Aufsätze über Architekturtheorie und Technologie; in seinem 2005 erschienenen Buch „Mensch und Raum“ hat er die Begegnung des Menschen mit dem Raum zusammengefasst. Für seine Bauten und Entwürfe erhielt er zahlreiche internationale Anerkennungen sowie Preise in nationalen und internationalen Wettbewerben. 1981 wurde ihm der Grand Prix d’Architecture verliehen.

Simon Dale’s Hobbithäuser


Die Bauten von Simon Dale gehören zu den Paradebeispielen organischen und ökologisch nachhaltigen Bauens. Sein erstes Haus hat er mit Freunden und der Familie für umgerechnet 3’700 Euro und in 1500 Mannstunden erbaut. Garten und Umgebung sind ganz nach der Permakultur-Philiosophie angelegt.

Wie sein zweites Projekt besteht es ausschliesslich aus lokalen Materialien. Eichenstämme bilden die Tragkonstruktion, die Isolation besteht aus Stroh, der Putz aus Lehm und Kalkputz. Eine biologische Toilette ist ebenso Bestandteil wie alle Secondhand-Haushaltsgeräte und Öfen, die er aus dem Müll gefischt hatte. Auch die Fenster sind recycled, zudem wird das Regenwasser in einer Zisterne gesammelt und genutzt.

Selbstredend, dass die Häuser sich harmonisch in die Landschaft einfügen dadurch, dass der gegen Nordteil erdbewachsen ist.

Oase Siwa

Siwa liegt als westlichste Oasengruppe Ägyptens in der libyschen Wüste und erstreckt sich über eine Länge von 80 km und eine Breite von 2-20 km. Als Depressionen liegt Siwa 18 m unter dem Meeresspiegel.

Die Geschichte der Oase Siwa lässt sich bis ins 15. Jh. v. Chr. zurückverfolgen. Ihr Haupttempel, dem Gott Amun geweiht, und ihr Orakel waren weit über die Grenzen des Pharaoenreichs bekannt. Der wohl bekannteste Besucher des Orakels war Alexander der Große. Er liess sich hier 331 v.Chr. als Sohn des Zeus bestätigen.

Die traditionellen Lehmhäuser sind organisch mit den Ruinen und den wunderschönen Felsenhöhlen (Gräber) verbunden.

Sehenswürdigkeiten in Siwa:

  • Shali – Ruinen von ‚Alt-Siwa‘ – Shali ist der größte Ort der Oase, in dem sich die verlassenen Ruinen des „Alt-Siwas“ befinden. Er wurde im 12. Jh. von den Einwohner Siwas zum Schutz vor Nachbarstämmen gegründet.
  • Tempel des Amun und Amun-Orakel – genau hier befragte Alexander der Große höchstpersönlich das Orakel. Der auf einem Felsvorsprung gelegene Tempel ist allerdings ein Opfer des Zahns der Zeit geworden.
  • Der Berg ‚Al-Dakrur‘ –  Von den Einwohnern Siwas als heiliger Berg angesehen, da seinem weißen Sand Heilkräfte zugeschrieben werden, u.a. gegen Rheuma.
  • ‚Al Mauta‘ oder Der Berg der Toten –  Ein gewaltiges Kalksteingebilde, in dem sich Gräber aus pharaonischer und römischer Zeit befinden.
  • Die Sonnenquelle – Hier soll Königin Kleopatra angeblich gebadet haben, weswegen sie auch ‚Kleopatra-Bad‘ genannt wird. Sie liegt 4 km südlich von Siwa-Stadt.

Intrapolis

Der Schweizer Walter Jonas war zusammen mit Yona Friedmann und Ionel Schein Gründungsmitglied der Groupe International d’Architecture Prospective (GIAP). Mit seinem Projekt Intrapolis im Jahr 1962 erregte der Architekt, Künstler und Kunstkritiker international für Aufsehen. Intrapolis als humane Stadtform ist eine Ansammlung von 100 Meter hohen Wohntrichtern. Einerseits würde man damit eine sehr hohe Wohndichte erreichen und andererseits bliebe eine grosse Grünfläche.
Die Idee wurde von Laien und Fachleuten begeistert aufgenommen, verwirklicht wurde das Projekt einer Kegelstadt jedoch nie. Dennoch sollte die Konzeption der Intrapolis Jonas bis zu seinem Tode beschäftigen.
Als eine Variante der Intrapolis kann das von Jonas 1967 eingereichte Projekt für ein schwimmendes Kulturzentrum in Zürich angesehen werden.

Yazd, die iranische Wüstenoase

Aufgrund seiner Lage zwischen zwei Wüsten ist Yazd einem besonders harten Klima ausgesetzt: die extrem heißen Sommer und kalten Winter der iranischen Hochebene erfordern eine Architektur, die diesen Bedingungen gerecht wird.
Die überdachten Bazare erinnern an längst vergangene Zeiten, als Marco Polo (13. Jh.) die für seine Teppichherstellung bekannte Stadt an der südlichen Seidenstraße bereiste und Yazd mit dem Attribut die Edle versah. Speziell sind die Windtürme, Badgire genannt, Jahrtausende alte, natürliche Klimaanlagen auf den Dächern der Stadt, die jeden noch so geringen Luftzug mithilfe eines raffinierten Belüftungssystems in den Häusern verteilen.
Wasser ist das Gold der Wüste. Neben Schutz vor sengender Sonne bot die vollständig aus Lehm erbaute Wüstenstadt den Händlern der Seidenstraße vor allem den Zugang zu Wasser. Dies ermöglicht auch heute noch ein auf der Welt einmaliges System aus Wasserkanälen, Qanate genannt, die von Wartungstrupps permanent sauber gehalten werden müssen.
Seit über 2500 Jahren gilt Yazd als Zentrum der Zoroastrismus , der ersten monotheistischen Weltreligion.

Eco Truly Park in Peru

Direkt an der Küste und nur eine Stunde von Lima (Peru) entfernt, liegt diese verzaubert wirkende Wohnanlage. Die autarke Hare Krishna Gemeinschaft trägt den Namen Eco Truly Park und setzt sich aus Anwohnern und Besuchern aus der ganzen Welt zusammen. Es bietet einen harmonischen Rückzugsort in traumhafter Umgebung.
Friedvolles Miteinander steht neben ökologischem Anbau, Yoga und nachhaltiger Architektur im Mittelpunkt.
Die magischen Lehmhäuser ähneln ihrem Aufbau sehr den Trulli in Apulien und generell  Erdhäusern. Denn gefertigt werden sie ebenfalls aus regionalen Materialien wie Lehm, Bambus, Recycling-Glasflaschen und Holz. Die mit indischen Motiven verzierten Earthships liegen paradiesisch zwischen Sanddünen und dem tiefblauen Pazifik.
(via Lilligreen)

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