Tag Archive | Kulturzentrum

Eine Bibliothek, aus der Rippe geschaffen

Dieses Gebäude in Vennesla, Norwegen beherbergt eine grosse Bibliothek und ist kulturelles Zentrum zugleich. Es verbindet den öffentlichen Raum mit dem bereits bestehenden Gemeindehaus und dem zentralen Platz der Stadt.

Mit der rippenartigen Trägerkonstruktion aus Holz haben die Architekten helen & hard (Siv Helene Stangeland, Reinhard Kropf) eine wunderbare Lernatmosphäre geschaffen.

Fotos: Emile Ashley

Paramoderne Loopings

Der japanische Architekt Shushei Endo generiert in den Loopings seiner gerollten Wellblechbahnen den Raum für das Wohnen und Arbeiten zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Der hohe Bekanntheitsgrad seiner Architektur fusst auf dem variationsreichen Einsatz eines zeitgemässen Materials, das seine Bauten eine schwerelose Leichtigkeit verleiht. Er beschreibt seine Art, Gebäude für Mensch und Natur zu schaffen, als paramoderne Architektur.

Springtecture: Öffentliche Toilette in Osaka

Slowtecture: Miki Disaster Management Dome (Refugium im Fall eines Erdbebens)

Looptecture

Kulturzentrum Guangzhu

Uluru-Kata Tjuta Cultural Centre

Kurz nach der Rückgabe des Uluru (Ayers Rock) an das Anangu-Volk, begann die Gemeinschaft mit den Planungsarbeiten für ein Kulturzentrum innerhalb des Nationalparks, um die jährlich 300’000 Touristen für die Sache der Aborigines zu sensibilisieren.

Gregory Burgess Architects waren für die Planung und Ausführung verantwortlich. Mit der speziellen Gebäudeform erzählen sie uralte Mythen der australischen Geschichte, unter anderem den der Liru (die Giftschlange – nördliche Gebäude) und der Kuniya (südliche Gebäude der woma python).

Künstler aus dem Mutitjulu-Bezirk legen die historischen Hintergründe mittels selbst gefertigten Gemälden, Keramikwänden, Glas- und Holzarbeiten und audiovisuellen Präsentationen dar.

Für den nachhaltigen Bau wurden ausschliesslich Materialien aus der Region verwendet:

  • 90.000 Lehmziegel direkt vor Ort produziert
  • Zypressen für den Aufbau
  • Western Red Cedar für Tür- und Fensterrahmen
  • Bloodwood Dachschindeln aus New South Wales
  • Dielen aus Grauguss Rinde
  • Kupfer-Dachschindeln

Kulturzentrum EDP Stiftung

Das EDP Foundation Cultural Centre in spielt mit den Themen Wasser, Licht, Relexion und Menschen.
So ist dieser Ort von grosser strategischer Wichtigkeit, da es die beiden Kulturquartiere Ajuda und Belém verbindet. Man kann davon ausgehen, dass nach Erstellung des Baus dieser ganze Küstenstreifen zu einem grossen kulturellen Magnet Portugals wird.

Bei Flut werden die Treppen unter Wasser stehen, so spielt das Gebäude mit den verschiedenen Arten der Spiegelung, sinnbildlich für das Widerspiegeln der portugiesischen Kultur.

Architekten sind A_AL Amanda Levete Architects.


Jean-Marie Tjibaou Cultural Centre

Die Regierung Neukaledoniens beschloss 1991 in Noumea ein Kulturzentrum in Erinnerung an den ermordeten Kanakenführer Jean Marie Tjibaou zu bauen. Um die Vorstellungen der Neukaledonischen Regierung zu verwirklichen konnte der weltbekannte Architekt Renzo Piano engagiert werden.

Zu den Referenzen des Italieners gehören die Hafenanlage in seiner Heimatstadt Genua und der Kansai International Airport im japanischen Osaka, sowie zahlreiche Kultur- und Museumsbauten rund um den Erdball, darunter auch das Centre Pompidou in Paris oder das Paul Klee Zentrum in Bern. Sein Architekturbüro, der Renzo Piano Building Workshop, hat Niederlassungen in Genua und Paris. Renzo Piano, Gewinner des Pritzker Architecture Prize 1998, gilt als ein Meister der Bautechnik. Er erforscht immer wieder neue Konstruktionen und Materialien.

In Renzo Pianos Architektur ist das Licht von sehr grosser Wichtigkeit. Beim Projekt in Noumea ging es darum, die Funktionalität des modernen Baus in Einklang mit der Architektur der Einheimischen zu bringen. Piano entwarf 20-28 Meter hohe, segelförmige Rundbauten aus dem beliebten Rohstoff Holz. Er platzierte die zehn Pavillons in einer Reihe auf einer bewaldeten Halbinsel eines Parkes. Die Anlage gilt weltweit als ein Vorbild für ökologisches und innovatives Bauen. So wurde das Jean Marie Tjibaou Cultural Center zu einem der berühmtesten und schönsten Werke Renzo Pianos.

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