Tag Archive | Kunst

Beim heiligen Starbucks

Starbucks1Kengu Kuma & Associates sind Meister darin, japanische Tradition mit modernem Bauen zu verbinden: Der Standort dieses Starbucks ist irgendwie charakteristisch, liegt er doch ganz in der Nähe des Dazaifu Tenmangu, einem der wichtigsten Schreine Japans, der jährlich über 2 Millionen Besucher zählt.
Starbucks2Das Café ist daneben ebenfalls zu einem Publikumsmagneten geworden, denn die 2’000 kunstvoll verflochteten Hölzer verleihen dem ziemlich kleinen Raum einen aussergewöhnlichen Charakter.
Starbucks3

Sich schlängelnde Zeitlosigkeit

Schlange1Das Architekturbüro Reiulf Ramstad Arkitekter hatte den Auftrag gefasst, die Küstenregion von  in Norwegen aufzuwerten und begehbar zu gestalten.
Schlange2Innerhalb dieses monolithischen Gebildes, das sich zu einer Anhöhe hinaufschlängelt findet man Fahrradunterstände, eine Feuerstelle, WC’s und ein Parking.
Schlange3

Entstanden ist eine zeitlose Raumgestaltung in Form eines ästhetischen und begehrbaren Erlebnisses.

Kunst im Hang

susaki1

Diese runde Villa befindet sich in Susaki, im Süden Japans. Das Haus verfliesst mit dem Garten, er ist mitten drin, darauf und natürlich rundherum. Die Landschaft umhüllt den Rundbau mit Atrium wie ein Mantel.

Entworfen wurde es vom französischen Architekturbüro Ciel Rouge.
susaki3Es beherbergt ein privates Museum, ein Gästehaus und ein Resort und dient zugleich als Künstleresidenz. Ovale Löcher und Fensterfronten erinnern etwas an einen Emmentaler Käse und kreieren Aussichten und Durchsichten. Sie geben dem Bau auch eine optische Leichtigkeit. Wo immer sich die Möglichkeit bot, wurde Gras angepflanzt, was die Architektur noch besser in die Umgebung integriert. Die Farbe des Hauses ist auch an die Steinfarbe der Landschaft angepasst.
susaki2

Runde Häuser sind schwieriger zu möblieren, da oft Wände fehlen. Die Architekten aber haben Nischen und Wandelemente eingebaut, so dass trotz futuristischem Bau Wohnlichkeit entstehen kann. Das Haus ist auch eine Galerie. Man kann durch die runden Gänge wandeln und dabei Kunst, Architektur und Aussicht geniessen.
susaki4 Kopie

Palast der Winde

hawa mahal1Der Hawa Mahal oder auch der ‚Palast der Winde‘ ist das wohl bekannteste Bauwerk von Jaipur, Indien.
hawa mahal2Auf fünf Stockwerken, die aus rotem und rosafarbenen Sandstein bestehen, sind 953 kleine Fenster eingelassen. Diese hatten zwei Funktionen: Einerseits erlaubten sie durch die Luftzirkulation eine regelmässige Kühlung der Räume und andererseits hatten die Palastdamen die Möglichkeit, das Treiben auf der Strasse unbeobachtet zu verfolgen.
hawa mahal3

Erbaut wurde der Palast 1799 vom Maharadscha Sawai Pratap Singh.
hawa mahal4Architekt war Lal Chand Usta. Er wollte mit der rajputischen Palastarchitektur und der organischen Form der Kuppeln die Krone vom Hindugott Krishna darzustellen.

Museum Salaguti

museo salaguti1Das kleine architektonische Juwel befindet sich in der Gemeinde Sasamón, in der Nähe der spanischen Stadt Burgos und wurde vom Maler und Bildhauer Carlos Salazar Gutiérrez („Salaguti“) im Jahr 1977 in Eigenregie erbaut.
museo salaguti2

Da er von der offiziellen Kunstgilde nie wirklich ernst genommen wurde erschuf er sich sein Museum, auf dessen Aussenwand ein rund vier Meter hohes Selbstporträt eingelassen ist, gleich selbst.
museo salaguti3

Als junger Mann wurde ihm der Eintritt in die Kunstschule verwehrt, so entstanden alle sein Werke, wie auch öffentlichen Brunnen und Denkmäler autodidaktisch. Seine Formensprache ist teilweise ausgesprochen grob und trotzdem sehr organisch. Nicht von ungefähr entstand in seiner Zeit die Kunstform des Art brut, die wohl einen gewissen Einfluss auf seine Werke und insbesondere auf seinen Baustil hatte.

Der Kokon aus Klebeband

numen1

1998 gründeten der Österreicher Christoph Katzler, der Kroate Nikola Radeljkovic und der Deutsche Sven Jonke das Künstlerkollektiv numen/for use mit Sitz in Wien und Zagreb. Sie arbeiten im Bereich Produktdesign, Interior Design und Bühnenbild. Die Liste ihrer Kooperationspartner umfasst italienische Möbelfirmen wie Moroso, Zanotta, MDF Italia oder Cappellini.
numen2

2009 zeigte das Trio auf der Vienna Design Week erstmals seine Installation TAPE, bestehend aus rund 50 Kilometer Klebeband.
numen3Damit gewann numen/for use 2010 in Berlin den DMY Award und war ein Jahr später für den Brit Insurance Design Award in der Kategorie Architektur nominiert. 2012 zeigte numen/for use im zeitgenössischen Kunstzentrum Z33 der belgischen Stadt Hasselt eine Installation aus flexiblen Netzen.

Das Geisterhaus von Delme

Guesthouse Berdaguer Pejus1Früher war es ein Gefängnis, dann eine Schule und schliesslich ein Bestattungsinstitut. Marie Péjus und Christophe Berdaguer von Berdaguer & Péjus transfomierten dieses Gebäude nun in ein neues Gue(ho)st House, ganz nach dem Wortspiel Marcel Duchamps: A Guest + A Host = A Ghost.
Guesthouse Berdaguer Pejus2
Dieses befindet sich gegenüber des Delme Contemporary Art Center. Delme selbst befindet sich im französischen Lothringen.
Guesthouse Berdaguer Pejus3 Finanziert wurde der Umbau vom Kultur- und Kommunikationsministerium. Er dient in erster Linie als Empfangsstätte für Besucher und Künstler.

Kaum zu glauben, dass der Ursprungsbau so aussah:
Guesthouse Berdaguer Pejus4

%d Bloggern gefällt das: