Tag Archive | Museum

Kunst im Hang

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Diese runde Villa befindet sich in Susaki, im Süden Japans. Das Haus verfliesst mit dem Garten, er ist mitten drin, darauf und natürlich rundherum. Die Landschaft umhüllt den Rundbau mit Atrium wie ein Mantel.

Entworfen wurde es vom französischen Architekturbüro Ciel Rouge.
susaki3Es beherbergt ein privates Museum, ein Gästehaus und ein Resort und dient zugleich als Künstleresidenz. Ovale Löcher und Fensterfronten erinnern etwas an einen Emmentaler Käse und kreieren Aussichten und Durchsichten. Sie geben dem Bau auch eine optische Leichtigkeit. Wo immer sich die Möglichkeit bot, wurde Gras angepflanzt, was die Architektur noch besser in die Umgebung integriert. Die Farbe des Hauses ist auch an die Steinfarbe der Landschaft angepasst.
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Runde Häuser sind schwieriger zu möblieren, da oft Wände fehlen. Die Architekten aber haben Nischen und Wandelemente eingebaut, so dass trotz futuristischem Bau Wohnlichkeit entstehen kann. Das Haus ist auch eine Galerie. Man kann durch die runden Gänge wandeln und dabei Kunst, Architektur und Aussicht geniessen.
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Museum Salaguti

museo salaguti1Das kleine architektonische Juwel befindet sich in der Gemeinde Sasamón, in der Nähe der spanischen Stadt Burgos und wurde vom Maler und Bildhauer Carlos Salazar Gutiérrez („Salaguti“) im Jahr 1977 in Eigenregie erbaut.
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Da er von der offiziellen Kunstgilde nie wirklich ernst genommen wurde erschuf er sich sein Museum, auf dessen Aussenwand ein rund vier Meter hohes Selbstporträt eingelassen ist, gleich selbst.
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Als junger Mann wurde ihm der Eintritt in die Kunstschule verwehrt, so entstanden alle sein Werke, wie auch öffentlichen Brunnen und Denkmäler autodidaktisch. Seine Formensprache ist teilweise ausgesprochen grob und trotzdem sehr organisch. Nicht von ungefähr entstand in seiner Zeit die Kunstform des Art brut, die wohl einen gewissen Einfluss auf seine Werke und insbesondere auf seinen Baustil hatte.

Das Geisterhaus von Delme

Guesthouse Berdaguer Pejus1Früher war es ein Gefängnis, dann eine Schule und schliesslich ein Bestattungsinstitut. Marie Péjus und Christophe Berdaguer von Berdaguer & Péjus transfomierten dieses Gebäude nun in ein neues Gue(ho)st House, ganz nach dem Wortspiel Marcel Duchamps: A Guest + A Host = A Ghost.
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Dieses befindet sich gegenüber des Delme Contemporary Art Center. Delme selbst befindet sich im französischen Lothringen.
Guesthouse Berdaguer Pejus3 Finanziert wurde der Umbau vom Kultur- und Kommunikationsministerium. Er dient in erster Linie als Empfangsstätte für Besucher und Künstler.

Kaum zu glauben, dass der Ursprungsbau so aussah:
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Besucherzentrum Adler, Chicago

adler1Im Juni 2011 wurde im Adler Planetarium in Chicago das Besucherzentrum eröffnet. Es ist dies eines der vielen eindrucksvollen Projekte von Roszak Architecture. Das intelligente Design ermöglicht multifunktionale Räume und die Führung der Besucherströme. Als Baumaterialien wurden vorwiegend Polyester und Aluminium gewählt. Die Farbwelten werden mittels LED-Leuchten kreiert.adler4adler2

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Das Ordos Art & City Museum

Ma Yansong, Gründer der Pekinger MAD Architekten, hat mit dem Ordos Art & City Museum einen Bau der Extraklasse entworfen. Die futuristisch anmutende Kuppel steht inmitten der Wüste in der Inneren Mongolei und wirkt wie ein riesiger glänzender Wal in einer Mondlandschaft. Der Koloss umfasst 41.227 m² und wird zum Wahrzeichen der boomenden Stadt Ordos.

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Der wunderschön gemachte Film von Niu Han illustriert diesen speziellen Ort auf eine sehr kunstvolle Art.

Besucherzentrum Fort Diemerdam

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Auf der historischen Verteidigungslinie des Fort Diemerdam in Amsterdam, die zum UNESCO Welterbe gehört, haben die Emma Architecten ein aussergewöhnliches Besucherzentrum namens Paviljoen Puur erbaut. Architekt ist Marten de Jong.

Inspiriert ist es von den Formen der Natur in der Umgebung. Um dies zu tun durfte das Haus wenig oder gar keine Referenzpunkte zu den gängigen architektonischen Elementen haben. Alleine eine Tür oder ein Fenster kann normalerweise einem spezifischen Zeit  zugeordnet werden, diese hier nur der Natur.

Die Räume sind auf drei Stockwerke verteilt und können für Events gemietet werden.
Amsterdam Pavilion 4 Fascinating Dutch Visitor Center at Fort Diemerdam in AmsterdamAmsterdam Pavilion 6 Fascinating Dutch Visitor Center at Fort Diemerdam in AmsterdamAmsterdam Pavilion 10 Fascinating Dutch Visitor Center at Fort Diemerdam in AmsterdamAmsterdam Pavilion 14 Fascinating Dutch Visitor Center at Fort Diemerdam in Amsterdam

Historische Schätze würdigen

Mapungubwe, im Grenzgebiet von Südafrika, Botswana und Simbabwe gelegen hat eine reiche Geschichte zu erzählen: Einst ein reiches Goldgräberstätte, danach für 700 Jahre unbewohnt und erst ab 1933 wieder besiedelt gehört diese Region zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Architekt Peter Rich hat auf 1500 m2 ein Besucherzentrum der besonderen Art geschaffen, das „Mapungubwe Interpretive Center„.

Es besteht ausschliesslich aus lokalen Materialien, die in Programmen zur Armutsbekämpfung hergestellt wurden, darunter 200’000 Backsteine, die für die ausladenden Kuppelbauten benötigt wurden.

Diese beherbergen nun die wertvollen Artefakte vergangener Zeiten.

Fotos: Iwan Baan

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