Tag Archive | Rundbau

Ort der ewigen Ruhe

chapel rest1Die Kapelle der Ruhe am Steinfeld Friedhof in Graz hat die Form von zwei geschwungenen Schalungselementen, die zwei empfängliche Hände darstellen. Entworfen wurde sie von den Grazer Hofrichter – Ritter Architekten, erstellt wurde sie im Jahr 2011.
chapel rest2Neben der aussergewöhnlichen Form besticht die Funktionalität: Nach der Abschiedsfeier wird der Verstorbene in einem Trauerzug durch einen separaten Eingang aus dem Gebäude auf den Friedhof begleitet.
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Abhängig von der Wahl der Sitzordnung kann die Kapelle der Ruhe bis zu 100 Personen Platz bieten. In besonderen Fällen können größere Beerdigungen auch durch Öffnung der nördlichen Glaswand und dank den großzügigen Abmessungen des offenen Vorplatz stattfinden.

Kunst im Hang

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Diese runde Villa befindet sich in Susaki, im Süden Japans. Das Haus verfliesst mit dem Garten, er ist mitten drin, darauf und natürlich rundherum. Die Landschaft umhüllt den Rundbau mit Atrium wie ein Mantel.

Entworfen wurde es vom französischen Architekturbüro Ciel Rouge.
susaki3Es beherbergt ein privates Museum, ein Gästehaus und ein Resort und dient zugleich als Künstleresidenz. Ovale Löcher und Fensterfronten erinnern etwas an einen Emmentaler Käse und kreieren Aussichten und Durchsichten. Sie geben dem Bau auch eine optische Leichtigkeit. Wo immer sich die Möglichkeit bot, wurde Gras angepflanzt, was die Architektur noch besser in die Umgebung integriert. Die Farbe des Hauses ist auch an die Steinfarbe der Landschaft angepasst.
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Runde Häuser sind schwieriger zu möblieren, da oft Wände fehlen. Die Architekten aber haben Nischen und Wandelemente eingebaut, so dass trotz futuristischem Bau Wohnlichkeit entstehen kann. Das Haus ist auch eine Galerie. Man kann durch die runden Gänge wandeln und dabei Kunst, Architektur und Aussicht geniessen.
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Museum Salaguti

museo salaguti1Das kleine architektonische Juwel befindet sich in der Gemeinde Sasamón, in der Nähe der spanischen Stadt Burgos und wurde vom Maler und Bildhauer Carlos Salazar Gutiérrez („Salaguti“) im Jahr 1977 in Eigenregie erbaut.
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Da er von der offiziellen Kunstgilde nie wirklich ernst genommen wurde erschuf er sich sein Museum, auf dessen Aussenwand ein rund vier Meter hohes Selbstporträt eingelassen ist, gleich selbst.
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Als junger Mann wurde ihm der Eintritt in die Kunstschule verwehrt, so entstanden alle sein Werke, wie auch öffentlichen Brunnen und Denkmäler autodidaktisch. Seine Formensprache ist teilweise ausgesprochen grob und trotzdem sehr organisch. Nicht von ungefähr entstand in seiner Zeit die Kunstform des Art brut, die wohl einen gewissen Einfluss auf seine Werke und insbesondere auf seinen Baustil hatte.

Übernachten im magischen Berg

magic mountain lodge2Wer zum ersten Mal das Huilo-Huilo Reservat im patagonischen Hinterland Chiles besucht und dabei auf das Magic Mountain Lodge stösst wird kaum glauben, in einer realen Welt zu sein!
magic mountain lodge1Mitten im Regenwald steht dieses eigenartige konische Hotel, von dessen Spitze sich ein kleiner Wasserfall über die ganze, überwachsene Fassade ergiesst.
magic mountain lodge5 magic mountain lodge3Das Hotel umfasst 13 Zimmer, ein Restaurant und eine Bar. Für den Bau wurden ausschliesslich einheimische Materialien verwendet. Das Design ist entsprechend urtümlich, passend zur Wildheit der Umgebung.
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Das Baumhaus von Mittelerde

Baumhaus Gibbon1Bei Antony Gibbon’s Baumhäuser fühlt man sich wie in einem Film von Der Herr der Ringe versetzt.
Baumhaus Gibbon2Über eine enge Wendeltreppe gelangt man in ein kokonähnliches Gemach, das Platz für zwei Personen bietet.
Baumhaus Gibbon3Steigt man höher so erreicht man eine einladende Aussichtsplattform.
Baumhaus Gibbon4Insgesamt schmiegt sich die Form ideal den Bäumen an, sie hindert sie weder am Wachstum, noch werden sie in irgend einer Art beschädigt.

Unterirdische Gedenkstätte in Estland

Memorial of the Victims of Communism in Estonia1Armin Valter und Joel Kopli stellten an einem Wettbewerb für die Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus in Estland ein sehr eigenwilliges Projekt vor, das sich vielen symbolischen Elementen bedient. Memorial of the Victims of Communism in Estonia320 Meter Tiefe und 20 Durchmesser beträgt das Loch der Gedenkstätte, von dessen Grund man über einen Tunnel an einen überhängenden Aussichtpunkt gelangt.

Memorial of the Victims of Communism in Estonia2Memorial of the Victims of Communism in Estonia4

Entstehen soll die Gedenkstätte nahe der Stadt Paldiski im Kalkfels der Küste, nahe einer ehemaligen submarinen sowjetischen Nuklearbasis. Paldiski war bis 1989 zusammen mit den Pakri-Inseln eine wichtige Militärbasis und U-Boothafen der sowjetischen Streitkräfte und seit den 1960er Jahren Trainingszentrum für die Besatzungen nuklearbetriebener U-Boote. Lange war die Stadt von der Umwelt abgeschnitten, das Gebiet war kontaminiert.

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