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Ich drucke mir mal eben mein Haus

Softkill Design1Ursprünglich war die Firma Softkill Design auf der Suche nach einer Konstruktionsmöglichkeit für ein Haus, dass überhängend aus einem Hügel heraus wachsen sollte. Hierfür haben sie einen Algorithmus entwickelt, der das Knochenwachstum nachbilden soll.
Softkill Design4Knochen haben bekanntlich eine ideale Struktur, um mit wenig Gewicht grosse Lasten und Spannungen tragen zu können.
Softkill Design2Statt starken Einzelträgern ist eine faserartige Struktur entstanden, die sogleich ProtoHouse getauft wurde.

Das Modell wurde mit der Selective Laser Sintering Technologie im Massstab 1:33 in 3D gedruckt. 30 Einzelteile wurden anschliessend zusammengesetzt.

Ziel ist, künftig Baustrukturen drucken zu können, so dass sie leicht transportier- und zusammensetzbar sind. Noch sind wir – auch preislich – weit davon entfernt, doch insbesondere für parametrisches Bauen und der Bionik kann diese Technologie sehr interessant werden.
Softkill Design3

Die Entwicklung wurde im Architectural Association School of Architecture’s Design Research Lab Robert Stuart-Smith’s studio entwickelt. Prototypen wurden dank der Hilfe von Materialise, mit zusätzlicher Unterstützung von VoxelJet und Sirris gebaut.

Parametrischer Pavillon

parametrischer holzpavillon3Dieser aussergewöhnliche Holzpavillon ist Teil der Ecobuild Exposition 2013, London. Er wurde von den Designern Ramboll Computational Design entworfen und lehnt sich den Formgebungen von Antoni Gaudí und Frei Otto an.
parametrischer holzpavillon2Jedoch wurde das Modell nach parametrischen Formeln berechnet, denn keines der CNC-gefrästen Puzzleteile gleich dem anderen. Die Form alleine erhöht die Nutzlast deutlich. parametrischer holzpavillon1

3deluxe – Design in höchster Perfektion

„Hinter dem kollektiven Begriff 3deluxe verbirgt sich ein interdisziplinäres Team aus rund 30 Personen, die den Fachgebieten Architektur und Innenarchitektur, Kommunikations- und Grafikdesign sowie Motion- und Webdesign entstammen.
Auf der Grundlage dieses weit gefassten Kompetenzspektrums entwickelt 3deluxe ganzheitliche Designlösungen, die vom grafischen Erscheinungsbild über die mediale Inszenierung bis hin zur Architektur eine zusammenhängende Ästhetik ausstrahlen.
Neben der gemeinschaftlichen Projektarbeit widmen sich die drei spezialisierten Kreativeinheiten von 3deluxe folgenden Aufgabenbereichen auf eigenständiger Basis:

3DELUXE GRAPHICS – Entwicklung von Erscheinungsbildern und Markenkommunikation unter der Leitung von Andreas und Stephan Lauhoff.

Mit dem Begriff „Corporate Metamorphoses“ bezeichnen 3deluxe graphics die Resultate ihres dynamisch prozesshaften Gestaltungsansatzes. Das permanente Streben nach Veränderung, nach neuen visuellen Ausdrucksformen und Kodierungen lässt in den grafischen Arbeiten von 3deluxe die Grenzen zwischen Fläche und Raum und zwischen Bild und Bewegtbild verschwimmen. Erscheinungsbilder präsentieren sich fließend – ihr Wiedererkennungswert beruht nicht auf der Anwendung fixer Parameter, sondern auf ihrer gesteuerten Vielfalt und kontinuierlichen Weiterentwicklung. Auf diese Weise spiegeln die inszenierten Markenbilder aktuelle kulturelle Strömungen wider und setzen zukunftsweisende Impulse im Kommunikationsdesign.
Seit Jahren konzipieren 3deluxe graphics die Auftritte führender Sportmarken wie z. B. North Kiteboarding und betreiben ganzheitliche Markenkommunikation für eine Vielzahl von Unternehmen aus anderen Sparten. Projekte von 3deluxe graphics erhielten zahlreiche Preise bei den wichtigsten Wettbewerben der Kreativbranche.

3DELUXE IN/EXTERIOR – Spezialisiert auf räumliches Design und Architektur, geleitet von Dieter Brell und Peter Seipp.

Die charakteristische, organisch anmutende Formensprache von 3deluxe in/exterior hat sich im internationalen Kontext längst als stilprägend erwiesen. Inspiriert von einer neuen Sichtweise, die den Dualismus von Natürlichkeit und Künstlichkeit in Frage stellt, reflektieren die räumlichen Arbeiten von 3deluxe gesellschaftliche und kulturelle Tendenzen der Gegenwart und zeigen zugleich Visionen für die Zukunft auf. (Innen)Architektur wird nicht als statisches Gefüge verstanden, sondern als ein vielschichtiges veränderliches System, das immer neue Perspektiven der Raumwahrnehmung zulässt.
Eindrucksvoll umgesetzt wurde dieses Konzept der „Multilayered Atmospheres“ bei international mehrfach ausgezeichneten Projekten wie der Inszenierung der multimedialen Erlebniswelt „scape“ auf der Expo 2000, dem Design des „CocoonClub“ für Star-DJ Sven Väth, der Firmenarchitektur des „Leonardo Glass Cube“ sowie der Neugestaltung der Frankfurter „Zeilgalerie„.

3DELUXE MOTION – Konzeption filmischer und interaktiver Marken- und Produktinszenierungen. 2005 gegründete Zusammenschluss von Andreas und Stephan Lauhoff mit Sascha Koeth.

3deluxe motion kreiert immersive Markenerlebnisse mittels designorientierter Medienkonzepte und -produktionen. Die Verbindung visueller Faszination mit dramaturgischen Spannungsbögen bildet eine neue Facette des dynamischen Sprachschatzes von 3deluxe. Grafik, Zeit und Interaktion werden zu einem kommunikativem Ganzen gefügt. Aus diesem Ansatz entstehen produkt- und markenspezifisch inspirierte, intuitiv erfassbare Kommunikationslösungen mit einer zusammenhängenden visuellen Kodierung.
Das Projektspektrum von 3deluxe motion reicht im Filmsektor von ganzheitlichen TV-Designs für das Schweizer Fernsehen oder das ZDF bis hin zur Visualisierung unternehmerischer Visionen großer Konzerne wie Alstom und Evonik. Im Bereich der Online-Kommunikation beinhaltet es neben vielfach prämierten Image- und Portfolio-Inszenierungen, z.B. „fiftyeight.com„, auch individuell entwickelte digitale Werkzeuge zur Vermittlung komplexer Wissensinhalte – wie das interaktive 3D-Gehirn für das Neurowissenschaftsportal der Hertie Stiftung „dasGehirn.info„.“

Quelle: 3deluxe

Vaskuläre Erhellungen

Oft bereits erwähnt und immer wieder wahr: Die Natur ist der beste Designer. Sie war Inspiration für diese Kollektion von organischen Tischlampen, entworfen vom Designer-Team Nervous System.
Die Form der Lampenschirme wurde dem vaskulären System oder auch Blätteradern abgeguckt. Die „Hyphae„-Lampen sind 3D gedruckt und sind Unikate, da sie alle jeweils verschieden berechnet wurden. Das Resultat sind atemberaubende Biomimikry-Kunststücke.

Oberflächenstruktur, die von selbst reagiert

Schon in der Wahl seiner Leistungskurse zeigt sich Steffen Reicherts Neigung für Kunst und Physik. Zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien pflastern seinen bisherigen Weg.

Das Werk: Responsive Surface Structure
Bei Responsive Surface Structure handelt es sich um eine komplexe additive und differenzierte Schuppenstruktur, die sich an Wechselwirkungen der Umgebung anpassen kann und dabei ganz ohne elektronische oder mechanische Steuerung auskommt. Vorbild des Prinzips ist der Tannenzapfen, der sich, losgelöst vom Biosystem Baum, immer noch öffnet und schließt (Feuchtigkeits-Wechselwirkungen).
Das Ganze gliedert sich in eine Material- und Geometriestudie. Im Rahmen der Geometriestudie wurde eine differenzierte Schuppenstruktur entwickelt. Jede Schuppe reagiert dabei autark. Für den CAD-Aufbau hat Steffen Reichert eine neuartige Software genutzt, die assoziative Geometrie verwendet. Der CAD-Aufbau war zugleich Grundlage für die Gestaltung eines 2,40 x 1,60 m großen Modells, das eine PVC-Struktur hat und mit Furnierholz beklebt ist.

Energie & Raum
Ohne vorherige Festlegung auf einen bestimmten Anwendungs-Fokus, führt Reicherts Entwicklung vom bionischen Grundgedanken (Forschen im „Labor Natur“) in den Bereich von Energie & Raum. Denn Wirkprinzip und Funktionalität von Responsive Surface Structure sollen in den Themenkomplex einer ökologisch orientierten Gebäudeklimatisierung gestellt werden. Die Anwendung zielt in Richtung sich selbst regulierender, ökologisch nachhaltiger Klimatisierungssysteme.

Kunst & Technik
Mit Hilfe der neuen Technologie und den Möglichkeiten der Konstruktion wurde neben dem innovativen technischen Ansatz eine neue Formensprache mit hohem ästhetischem Mehrwert umgesetzt. Denn durch die wechselnde Transparenz der Struktur entstehen je nach Luftfeuchtigkeitsgehalt Licht- und Schattenspiele.

Organische 3D-Modelle leicht gemacht

123D Make von Autodesk ist eine fantastische Software, die einem erlaubt in wenigen Schritten echte 3D-Modelle zu entwickeln. Speziell für organische Modelle ist dieses Werkzeug  zukunftsweisend. Man braucht nur ein virtuelles 3D-Modell zu importieren, danach Grösse, Material und Ebenendicke bestimmen und die Daten an ein Laserschneidgerät oder eine CNC-Maschine schicken oder die Bastelanleitung im .pdf-Format ausdrucken, schneiden und zusammenstecken.

Hier geht’s zur Videoanleitung.

Bis Ende Februar 2012 ist die Software gratis hier verfügbar (nur für Mac).

 

Die magische 8 – Der Lignum-Pavillon

Lignum ist die Schweizerische Informationsstelle für alle Themen im Zusammenhang mit Holz. Sie organisiert Veranstaltungen, erstellt Dokumentationen und Publikationen, betreibt Umsetzung von Forschung und führt Expertisen und Beratungen durch.

Frei + Saarinen Architekten haben im Auftrag der Lignum einen neuen Messestand entworfen, der an mehreren Baumessen anzutreffen ist. Es handelt sich um eine eigentliche Holzskulptur in einer freien Form aus mehrlagigen Massivholzplatten. Damit wird am Lignum-Stand unmittelbar erfahrbar, welche Möglichkeiten heute in der architektonischen Gestaltung mit Holz liegen.

Konstruktion der Schichtung
Zwanzig Ebenen aus 50 mm starken Fünfschichtholzplatten werden alternierend mit 13 cm hohen Distanzelementen aus demselben Material aufeinandergestapelt, so dass ein organisch geformtes Gebilde entsteht, welches die Besuchenden in der Figur einer „räumlichen Acht“ durch fliessend ineinander übergehende Atmosphären führt. Die Ausstellungsarchitektur bildet also nicht bloss den Rahmen für Exponate, sie soll vielmehr als begehbare Holzskulptur die Neugier für die Gestaltungsmöglichkeiten mit Holz wecken und exemplarisch das Potential zeitgemässer Planungs- und Fertigungsmethoden im Holzbau aufzeigen.

Raumerlebnis aus der Bewegung
Da die nur auf den ersten Blick punktsymmetrische Form in mehreren Umgebungen integrierbar sein muss, schafft sie durch die expressiven Übereck-Öffnungen Bezüge nach allen Richtungen. Die Raumschleife erschliesst sich aber erst in der Bewegung durch den gewundenen, höhlenartigen Bereich oder über die kleine „Terrasse“ darüber, die von Sitzgelegenheiten für kleine Verschnaufpausen gesäumt ist. Je nach Blickrichtung und -distanz ändert der architektonische Ausdruck der aus 541 Einzelteilen zusammengefügten Konstruktion zwischen transparenten, durch ‹gepixelte› Wangen getragenen Schichten, einer Topographie, die an Reis-Terrassen erinnert.

Effizienz und Präzision dank digitaler Kette in der Fertigung
Bestimmend für die definitive Formgebung waren nebst räumlichen Überlegungen die Minimierung der Materialmenge, die im Laufe des Entwurfsprozess zu einer Kostenreduktion von 75% führte, sowie der Wunsch nach Ausdruck der statischen Möglichkeiten des Materials, welche an den verhältnismässig grossen Übereck-Auskragungen sichtbar werden. Die im heutigen Holzbau bereits übliche „digitale Kette“– also die Verwendung rein digitaler Information vom 3D-Modell bis zur Holzfräse – erlaubte eine effiziente Produktion bei sehr hoher Präzision, ohne die eine solche ‹toleranzlose›Konstruktion nur schwer realisierbar wäre.

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