Tag Archive | Treppe

Dalí Museum St. Petersburg

2011 fand der Umzug des bestehenden Museums in diesen aussergewöhnlichen Neubau in St. Petersburg, Florida statt. Er entstand nach Plänen des Architekturbüros Hellmuth, Obata + Kassabaum oder abgekürzt HOK, die Bauzeit betrug 22 Monate.

Alleine die Helix-förmige Treppe und einige andere Details erinnern stark an Salvador Dalís Formgebungen.

Die Wirbelsäule in den ersten Stock

Philip Watts Design ist ein preisgekröntes Kreativ-Design-Team mit Sitz in Nottingham, England. Die umfassende Kollektion beinhaltet über 500 Produkte und über 100 Interieur-Projekte. Eines der speziellsten Werke ist diese skulpturale Treppe, die sich wie eine Wirbelsäule in die Höhe windet.


Die magische 8 – Der Lignum-Pavillon

Lignum ist die Schweizerische Informationsstelle für alle Themen im Zusammenhang mit Holz. Sie organisiert Veranstaltungen, erstellt Dokumentationen und Publikationen, betreibt Umsetzung von Forschung und führt Expertisen und Beratungen durch.

Frei + Saarinen Architekten haben im Auftrag der Lignum einen neuen Messestand entworfen, der an mehreren Baumessen anzutreffen ist. Es handelt sich um eine eigentliche Holzskulptur in einer freien Form aus mehrlagigen Massivholzplatten. Damit wird am Lignum-Stand unmittelbar erfahrbar, welche Möglichkeiten heute in der architektonischen Gestaltung mit Holz liegen.

Konstruktion der Schichtung
Zwanzig Ebenen aus 50 mm starken Fünfschichtholzplatten werden alternierend mit 13 cm hohen Distanzelementen aus demselben Material aufeinandergestapelt, so dass ein organisch geformtes Gebilde entsteht, welches die Besuchenden in der Figur einer „räumlichen Acht“ durch fliessend ineinander übergehende Atmosphären führt. Die Ausstellungsarchitektur bildet also nicht bloss den Rahmen für Exponate, sie soll vielmehr als begehbare Holzskulptur die Neugier für die Gestaltungsmöglichkeiten mit Holz wecken und exemplarisch das Potential zeitgemässer Planungs- und Fertigungsmethoden im Holzbau aufzeigen.

Raumerlebnis aus der Bewegung
Da die nur auf den ersten Blick punktsymmetrische Form in mehreren Umgebungen integrierbar sein muss, schafft sie durch die expressiven Übereck-Öffnungen Bezüge nach allen Richtungen. Die Raumschleife erschliesst sich aber erst in der Bewegung durch den gewundenen, höhlenartigen Bereich oder über die kleine „Terrasse“ darüber, die von Sitzgelegenheiten für kleine Verschnaufpausen gesäumt ist. Je nach Blickrichtung und -distanz ändert der architektonische Ausdruck der aus 541 Einzelteilen zusammengefügten Konstruktion zwischen transparenten, durch ‹gepixelte› Wangen getragenen Schichten, einer Topographie, die an Reis-Terrassen erinnert.

Effizienz und Präzision dank digitaler Kette in der Fertigung
Bestimmend für die definitive Formgebung waren nebst räumlichen Überlegungen die Minimierung der Materialmenge, die im Laufe des Entwurfsprozess zu einer Kostenreduktion von 75% führte, sowie der Wunsch nach Ausdruck der statischen Möglichkeiten des Materials, welche an den verhältnismässig grossen Übereck-Auskragungen sichtbar werden. Die im heutigen Holzbau bereits übliche „digitale Kette“– also die Verwendung rein digitaler Information vom 3D-Modell bis zur Holzfräse – erlaubte eine effiziente Produktion bei sehr hoher Präzision, ohne die eine solche ‹toleranzlose›Konstruktion nur schwer realisierbar wäre.

Zeitgenössisches organisches Treppendesign

Für eines ihrer Bauprojekte hat sich das Londoner Atmos design studio ein speziell ausgefallenes Design für den Treppenaufgang einfallen lassen. Dieses Treppenhaus wurde komplett am Computer entworfen und die einzelnen Holzelemente wurden per CNC-Technik gefräst. Dieses organische Puzzle erlaubte gar, das bestehende Klötzchenparkett zu integrieren und so die vorhandene Bodenstruktur weiter zu  führen.
Atmos design studio hat sich auf organische Holzkonstruktionen spezialisiert, eine Disziplin mit Potential.

Jugendstil als Gesamtkunstwerk in den Bauten von Victor Horta

Mit seinen Stadtpalästen und Wohnhäusern schuf Victor Horta in Brüssel ein einzigartiges architektonisches Ensemble früher Jugendstilbauten in Europa, das zum UNESCO-Welterbe gehört.

Die Hôtels Tassel (1893–1895), Solvay (1894–1898) und van Eetvelde (1895 bis 1897) sowie das Wohnhaus und Atelier (1898–1901) des belgischen Architekten Victor Horta (1861–1947) sind frühe Beispiele urbaner Wohnhäuser, bei denen er die Gestaltungsprinzipien des Art nouveau in immer neuen Variationen artikulierte.
Charakteristisch für diese Bauten ist ein offener Grundriss, bei dem die einzelnen Räume nach ihren spezifischen Funktionen angeordnet und ausgestattet wurden. Ein von oben beleuchtetes, helles Treppenhaus bildet den inneren Kern und sorgt für eine schnelle und sinnvolle Erschließung der einzelnen Stockwerke. Die Verwendung moderner Materialien wie Eisen, Stahl und Glas am Innen- und Außenbau war für die damalige Zeit revolutionär.
Bei der Innenausstattung zog Horta alle Gattungen der bildenden Kunst – von der Architektur über die Malerei bis zu Skulptur und Kunsthandwerk – mit ein. Auf diese Weise schuf er mit seinen Bauten moderne Gesamtkunstwerke.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Bibliothek im Treppenhaus

Der portugiesische Architekt Manuel Maia Gomes wurde für die Sanierung des Hauses Antero de Quental in Vila do Conde (nach dem azoreanischen Poeten benannt) und dessen Umwandlung in ein literarisches Zentrum beauftragt. Da die Raumfläche sehr gering war und kaum grössere Bücherregale ermöglichte, entschloss er sich, die Wände der Wendeltreppe mit beleuchtetem Glas auszukleiden und damit Raum für 6000 Bücher zu schaffen. Literatur von vielen lokalen und nationalen Schriftstellern und Poeten sind nun auf kreative Art zu bestaunen.

Fotos: Fernando Guerra

%d Bloggern gefällt das: