Tag Archive | unterirdisch

Büro in der Fabrik

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Die Büros der beiden Firmen Pons + Huot in Paris beherbergen Arbeitsplätze für 15 Mitarbeitende.
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Als Basis diente eine alte Industriehalle, das im späten 19. Jh. erbaut wurde. Man munkelt gar, Gustave Eiffel hätte sie erbaut.
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Das Designbüro Christian Pottgiesser entwarf sieben Büros für die Direktoren und weitere offene Arbeitsplätze, die organisch angeordnet über den gesamten Raum verteilt sind.
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Auffallend sind die Plexiglaskonstruktionen, die die Arbeitsplätze leicht abgrenzen, die unterirdischen Sitzungs- und Aufenthaltszimmer und die vielen Pflanzen, die dem ganzen Raum eine angenehme Atmosphäre verleihen.
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Kunst im Hang

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Diese runde Villa befindet sich in Susaki, im Süden Japans. Das Haus verfliesst mit dem Garten, er ist mitten drin, darauf und natürlich rundherum. Die Landschaft umhüllt den Rundbau mit Atrium wie ein Mantel.

Entworfen wurde es vom französischen Architekturbüro Ciel Rouge.
susaki3Es beherbergt ein privates Museum, ein Gästehaus und ein Resort und dient zugleich als Künstleresidenz. Ovale Löcher und Fensterfronten erinnern etwas an einen Emmentaler Käse und kreieren Aussichten und Durchsichten. Sie geben dem Bau auch eine optische Leichtigkeit. Wo immer sich die Möglichkeit bot, wurde Gras angepflanzt, was die Architektur noch besser in die Umgebung integriert. Die Farbe des Hauses ist auch an die Steinfarbe der Landschaft angepasst.
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Runde Häuser sind schwieriger zu möblieren, da oft Wände fehlen. Die Architekten aber haben Nischen und Wandelemente eingebaut, so dass trotz futuristischem Bau Wohnlichkeit entstehen kann. Das Haus ist auch eine Galerie. Man kann durch die runden Gänge wandeln und dabei Kunst, Architektur und Aussicht geniessen.
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Botanischer Garten Brooklyn in neuem Kleid

Brooklyn Botanic Gardens Visitor CenterKürzlich wurde das neue Besucherzentrum des neuen Botanischen Gartens in Brooklyn/New York vom Bürgermeister Michael Rubens Bloomberg eröffnet.
bbg2Entworfen wurde dieser aussergewöhnliche Bau von den Architekten Marion Weiss und Michael Manfredi von Weiss/Manfredi. Eingebettet in einem naturlichen Hang im Nordosten Brooklyns wird dieser 28 Mio$ teure, überwachsene Glasbau zukünftig tausende Besucher beherbergen können.
bbg3 Das Projekt  wurde von der New York City Public Design Commission mit einem Award for Excellence in Design bewertet und trägt das LEED Gold Zertifikat.

 

Unterirdische Gedenkstätte in Estland

Memorial of the Victims of Communism in Estonia1Armin Valter und Joel Kopli stellten an einem Wettbewerb für die Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus in Estland ein sehr eigenwilliges Projekt vor, das sich vielen symbolischen Elementen bedient. Memorial of the Victims of Communism in Estonia320 Meter Tiefe und 20 Durchmesser beträgt das Loch der Gedenkstätte, von dessen Grund man über einen Tunnel an einen überhängenden Aussichtpunkt gelangt.

Memorial of the Victims of Communism in Estonia2Memorial of the Victims of Communism in Estonia4

Entstehen soll die Gedenkstätte nahe der Stadt Paldiski im Kalkfels der Küste, nahe einer ehemaligen submarinen sowjetischen Nuklearbasis. Paldiski war bis 1989 zusammen mit den Pakri-Inseln eine wichtige Militärbasis und U-Boothafen der sowjetischen Streitkräfte und seit den 1960er Jahren Trainingszentrum für die Besatzungen nuklearbetriebener U-Boote. Lange war die Stadt von der Umwelt abgeschnitten, das Gebiet war kontaminiert.

Hügel einfach nutzen: Das Kremser Erdhaus

Kremser Erdhaus1Österreichs wohl ungewöhnlichstes Haus steht in der Nähe von Krems. Seine Besonderheit: Man sieht es von außen kaum. Denn zum größten Teil liegt es unter der Erde. Bekannt ist es mittlerweile als das „Kremser Erdhaus“. Die Planungsmotivation des jungen Wiener Baumeisters Martin Exel, der das Haus selbst bewohnt: Viel Spaß am Wohnen und geringe Betriebskosten.Kremser Erdhaus4 Kopie

Direkt in den Hang hinein

Zum Teil in den Hügel hinein gebaut, zum Teil mit Erde überschüttet, punktet das „Kremser Erdhaus“ vor allem durch die durchdachte Planung und eine Reihe außergewöhnlicher und liebevoll ausgeführter Details. Individualität steht dabei im Vordergrund. Schon beim Betreten des Hauses kann gewählt werden: Geht man durch den 25 Meter langen Felsengang in die riesige Wohnhalle, entscheidet man sich für den kurzen Zweiteingang gleich neben dem Felsen oder fährt man bequem in die überaus großzügig gestaltete Garage. Einparken ist dort kein Problem, drei Autos finden locker hintereinander Platz. Praktisch: der lange Felsengang wird durch Schränke zum wohl weitläufigsten privaten Stauraum Österreichs.

Aber auch sonst lassen 190 Quadratmeter Wohnnutzfläche und nochmals 180 Quadratmeter ausgebauter Kellerraum keine Wünsche offen. Gestaltet hat Exel den Wohnbereich als exklusives, unterirdisches Loft. Tageslicht fällt durch die rund 9 Meter breite und zweieinhalb Meter hohe Glasscheibe in den Raum ein. Diese Glasscheibe ist auch der einzige Hausteil, den man von außen sieht.

Hohe Wohnqualität und niedrige Betriebskosten

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Besonderen Wert hat Exel auch auf ein durchdachtes Energiekonzept gelegt. Aufgrund dieser Planung, der Erdaufschüttung, einer speziellen Dämmung und des Einsatzes einer Erdwärme- Lüftungsanlage belaufen sich die monatlichen Betriebskosten für Wasser und Strom auf nicht mehr als 100 Euro im Monat. Und das bei einem optimalem Raumklima, das durch das Erdhaus noch begünstigt wird: Angenehm kühl im Sommer, wohlig warm im Winter.

Noble Höhle

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In Appulien, nur 30 km von Bari entfernt, liegt die malerische Ortschaft Polignano a Mare, die über einen der schönsten Strände Süditaliens verfügt. Eine alte Kalksteingrotte wurde hier zu einem schicken Restaurant mit angrenzendem Hotel umgebaut, dem Grotta Palazzese.
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HavvAda, die Inselstadt

havvada1Designer und Architekt Dror Benshetrit hat eine spektakuläre Lösung für ein schier unlösbares Problem in der Türkei: Alle paar hundert Jahre schlägt ein Politiker oder ein Ingenieur eine Idee für die direkte Verbindung vom Schwarzen Meer zum Marmarameer durch einen Kanal vor. Der türkische Premierminister  Recep Tayyip Erdoğan ist ein feuriger Anhänger dieser Idee, doch bisher wusste man schlicht nicht, wohin mit der unglaublichen Menge von einer Milliarde Kubikmeter Aushub. Benshetrit schlägt hierfür den Bau einer künstlichen Insel mit sechs Erhebungen vor, einer Stadt namens HavvAda, die 300’000 Bewohner und viele Geschäfte, Büros und Parks beherbergen soll.havvada5 havvada4

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