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Bioklimatisch bauen in schwierigen Klimazonen

Bioklimatisches Haus1Hinter diesem bioklimatischen Haus von Ruiz Larrea and Associates befindet sich der Windpark von Granadilla de Abona, der zugleich Teil vom Instituto Tecnologico y de Energias Renovables ist. Dieses Research Center beherbergt gleich 25 bioklimatische Häuser. Bioklimatisches Haus2Aufgrund der starken Winde auf Teneriffa werden diese Bauten durch hohe vulkanische Tosca Steinmauern geschützt.
Bioklimatisches Haus3

Diese sind so angeordnet, dass die Luftzirkulation natürlich gesteuert ist und somit keine Klimatisierung oder Dämmung nötig sind. Auch die Bepflanzungen gedeihen dadurch wunderbar. Die begrünten Flachdächer fangen die Feuchtigkeit auf und geben ebenfalls Kühlheit ab.
Bioklimatisches Haus4

Grosse Zisternen sammeln das Regenwasser auf, das für den täglichen Gebrauch verwendet wird. Zudem besteht das Baumaterial aus dem Aushub oder wurde aus der Region gewonnen. 

Gruta das Torres

Die Gruta das Torres ist eine natürliche, vulkanische Höhle, die sich gebildet hatte, nachdem ein unterirdischer Lavastrom abgekühlt war. Sie liegt auf der Insel Pico, auf den Azoren.

Das Volcania-Team konnte es sich nicht nehmen lassen, dieses Wunder der Natur besuchen zu gehen und war überrascht von der modernen Architektur des Empfangs- und Ausstellungsraumes:
Eine gelungene Kombination aus Glas und Lavastein umschliesst den dunklen Höhleneingang.

Architekten: SAMI Arquitectos

Leben auf dem Mond

Einem astronomischen Obseravtorium ähnelnd steht dieses Haus auf der Spitze eines 50 Meter hohen erloschenen Vulkans in der Mitte der Mojave-Wüste zwischen Los Angeles und Las Vegas in Newberry Springs. Es wurde 1968 vom Architekt Harold J. Bissner Jr. für den amerikanischen Geschäftsmann Vard Wallace erbaut, der ein grosser Astronomie-Fan war. Dazu gehören 60 Aren ‚Mondlandschaft‘. Hier übernachteten viele illustre Gäste, wie die Schauspielerin Lucille Ball.
Die Liegenschaft wurde kürzlich vom bekannten TV-Mann Huell Howser erworben.

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Die vulkanischen Bauten des César Manrique

Der spanische Künstler César Manrique hatte sich nach seinem Auslandaufenthalt vorgenommen, die Insel Lanzarote zum schönsten Platz der Erde zu machen. Die von ihm gegründete Stiftung kämpft auch nach seinem Tod (1992) dafür, dass Lanzarote nicht dem Massentourismus zum Opfer fällt und die natürliche Schönheit der Insel bewahrt und gefördert wird.

Das Haus der Stiftung liegt im Ort Tahiche, in der Nähe seines Geburtsortes Arrecife. Oberhalb der Erde liegt der sichtbare Teil dieses Künstlerhauses, eine harmonische Kombination aus traditioneller Inselbauweise und moderner Architektur. Unterhalb der Erde liegen fünf große Lavablasen, die Manrique zu Wohnräumen ausbaute. Sie sind durch einen Tunnel miteinander verbunden und auch durch den oberen Wohnbereich zu erreichen. Heute beherbergen die jeweils ca. 5 m² großen Blasen das Museum der „Stiftung César Manrique.“ Unter anderem sind hier Skizzen, Projektentwürfe, Skulpturen und Bilder des Künstlers zu sehen, aber auch Picasso und Miró sind mit einigen Arbeiten vertreten.

Erwähnenswert sind einige Höhlenbauten auf Lanzarote, deren Bau César Manrique geführt hatte, wie der Mirador del Rio, der unterirdische Konzertsaal Jameos del Agua und die Gestaltung der Cueva de los Verdes, eines gewaltigen Lavatunnels.

Höhlenhäuser in Kappadokien

Kappadokien (Türkei) wurde 6500 v. Chr. besiedelt. Der fruchtbare vulkanische Boden ermöglichte Ackerbau und durch die Erosion der äussersten Gesteinsschichten kam das weiche Gestein hervor, in dem nicht nur Vögel zu nisten begannen, der Mensch tat es ihnen gleich.

Die Höhle kann als den Startpunkt unserer Behausungen betrachtet werden. Mönche und Nonnen schafften sich im porösen Tuffgestein Räume, in denen sie als Höhlenbewohner (Troglodyten) hausten und ihrem Glauben fröhnten.

Heute riskiert dieses UNESCO-Weltkulturerbe Opfer der anhaltenen Erosion zu werden, verursacht durch Wind und Regen und nicht zuletzt durch die Luftverschmutzung.

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