Tag Archive | Weltkulturerbe

Besucherzentrum Fort Diemerdam

Amsterdam Pavilion 1 Fascinating Dutch Visitor Center at Fort Diemerdam in Amsterdam
Auf der historischen Verteidigungslinie des Fort Diemerdam in Amsterdam, die zum UNESCO Welterbe gehört, haben die Emma Architecten ein aussergewöhnliches Besucherzentrum namens Paviljoen Puur erbaut. Architekt ist Marten de Jong.

Inspiriert ist es von den Formen der Natur in der Umgebung. Um dies zu tun durfte das Haus wenig oder gar keine Referenzpunkte zu den gängigen architektonischen Elementen haben. Alleine eine Tür oder ein Fenster kann normalerweise einem spezifischen Zeit  zugeordnet werden, diese hier nur der Natur.

Die Räume sind auf drei Stockwerke verteilt und können für Events gemietet werden.
Amsterdam Pavilion 4 Fascinating Dutch Visitor Center at Fort Diemerdam in AmsterdamAmsterdam Pavilion 6 Fascinating Dutch Visitor Center at Fort Diemerdam in AmsterdamAmsterdam Pavilion 10 Fascinating Dutch Visitor Center at Fort Diemerdam in AmsterdamAmsterdam Pavilion 14 Fascinating Dutch Visitor Center at Fort Diemerdam in Amsterdam

Historische Schätze würdigen

Mapungubwe, im Grenzgebiet von Südafrika, Botswana und Simbabwe gelegen hat eine reiche Geschichte zu erzählen: Einst ein reiches Goldgräberstätte, danach für 700 Jahre unbewohnt und erst ab 1933 wieder besiedelt gehört diese Region zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Architekt Peter Rich hat auf 1500 m2 ein Besucherzentrum der besonderen Art geschaffen, das „Mapungubwe Interpretive Center„.

Es besteht ausschliesslich aus lokalen Materialien, die in Programmen zur Armutsbekämpfung hergestellt wurden, darunter 200’000 Backsteine, die für die ausladenden Kuppelbauten benötigt wurden.

Diese beherbergen nun die wertvollen Artefakte vergangener Zeiten.

Fotos: Iwan Baan

Hightech-Kokon

Dieses von Planning Korea entworfene Kokon-Haus soll mitten im UNESCO Weltkulturerbe im Dorf Gotjawal bei Jeju, Südkorea gebaut werden.
Vollbepackt mit der neusten Technologie ist dieses Haus selbstgesteuert. Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden alleine mit kontrollierter Lüftung und dem Öffnen und Schliessen der Fenster geregelt.
Das Gebäude umfasst einen Konferenzraum, ein Atelier, eine Bibliothek, eine Galerie und sonstige private Räume. Teile der Dächer sind begrünt, und dadurch bereits genügend gedämmt. Das Regenwasser wird gesammelt und in den Wasserkreislauf gespiesen.

Tempel des Todes

Der von ca. 889 – 910 regierende Yasovarman I errichtete in Angkor Wat, Kambodscha zahlreiche Stauseen und Bewässerungsanlagen.
Die Folge davon war, dass die Einwohner öfter im Jahr reiche Reisernten hatten. Dies wiederum bescherte dem Land großen Reichtum, was aufgrund der erfolgreichen Landwirtschaft auf den Nahrungsüberschuss zurückzuführen war.

Der Haupttempel Angkor Wat , welcher durch Suryavarman I in der Hauptstadt errichtet worden war, war dem Hindu-Gott Vishnu gewidmet. Was der Bau dieses Tempels bezwecken sollte, ist bis heute nicht eindeutig belegt. Jeder der Herrscher der Khmer ließ mindestens einen großen Tempel bauen, zumal sie sich als Sachwalter Gottes betrachteten.

Die Gebäude wurden aus kunstvoll gestalteten Sandsteinen zusammengesetzt. Die zahlreichen Kanäle der Anlage dienten den Arbeitern auch dazu, die riesigen Steinbrocken mit Flößen zu transportieren. Für den Bau wurden die Blöcke mit besonderen Schleifanlagen so bearbeitet, dass sie ohne erkennbare Zwischenräume aufeinandergesetzt werden konnten.
Auffällig ist auch die Ausrichtung des Tempels Angkor Wat. Nicht wie sonst im Osten befand sich der Ein- bzw. Ausgang hier in Richtung Westen. Dies ist jedoch makarbererweise die Himmelsrichtung Yamas, welcher als der Gott des Todes bezeichnet wird.

Heute ist die teilweise von Bäumen überwachsene Tempelanlage ein beliebtes Touristenziel und UNESCO Weltkulturerbe.

 

Das vergrabene Römische Reich

Das Archeologische Museum von Lyon-Fourvière vom Architekt Bernard Zehrfuss ist die Mutter aller unterirdisch gebauten und der Öffentlichkeit zugänglichen Grossanlagen der neueren Zeit. Es liegt in einem Hügel unterhalb der Altstadt, und nur sporadisch lassen grosse Fensterschächte ein Innenleben erahnen.

Das gallo-römische Museum von Fourvière, das auch ein Theater und ein Odeon umfasst, die beide zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, bildet den bedeutendsten archäologischen Komplex in ganz Frankreich.

So sind in den Ausstellungsräumen einmalige Sammlungen von Mosaiken, Statuen und diversen Objekten zu sehen, anhand der die Geschichte von Lyon – von der Vor- und Frühgeschichte bis zum Ende des Römischen Reiches – nachvollzogen wird.
Ein spielerische und spannende Besichtigung, bei der man sich vor allem den claudinischen Tisch, eines der Juwelen des Museums, ansehen sollte.

Schibam, das Manhattan der Wüste

Schibam oder auch Shibam befindet sich im Jemen, hat 8.000 Einwohner und wird auch „das Manhattan der Wüste“ genannt. Die alte Stadt ist für ihre bis zu neunstöckigen Wohnhäuser aus Lehmziegeln berühmt. Die inneren Stützkonstruktionen aus Holz erreichen ein hohes Alter, wohingegen die Lehmziegel in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Die Lehmhäuser werden in den oberen Etagen mit einem Kalkanstrich gegen die (seltenen) Regenfälle geschützt.

Dieses Stadtensemble wurde 1982 von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen.

Die pflanzliche Zelle als Baukörper

Das englische Designstudio Nex machte speziell mit zwei Würfen auf sich aufmerksam: Dem Bau eines Pavillons in Form von pflanzlichen Zellstrukturen inmitten des weltberühmten Royal Botanic Garden Kew, einem Weltkulturerbe

und der Designstudie zur Drava Bridge in Maribor.

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