Tag Archive | Wüste

Top-Design aus Stampflehm

Lacey Residence1Diese grossflächige Villa, die Lacey Residence, steigt aus der kargen Erde von Arizona auf.
Lacey Residence2Sie wurde von Jones Studio entworfen und besteht mehrheitlich aus Stampflehm, der aus dem nahe gelegenen Untergrund gewonnen wurde.
Lacey Residence4
Die grosszügige Raumaufteilung und das Spiel mit Licht und Schatten ermöglicht ein optimales Bioklima im Inneren der Räume.Lacey Residence3

Bereits mit dem Bau des Skorpion-Hauses hatte Jones Studio ein Bijou der Nachhaltigkeit geschaffen.

Die Schildkröte von El Gouna

Das Volcania-Team liess es sich nicht nehmen, das weit herum bekannte Turtle House in El Gouna, Ägypten besuchen zu gehen.Turtlehouse1

In nur gerade 7 Monaten wurde es vom renommierten deutschen Designer Kurt Völtzke erbaut. Es erinnert an die Bauten von Hundertwasser oder Gaudí, besteht aus Naturstein und bildet Formen der Dünen und Wellen nach.
Die beiden Appartements können gemietet werden, zudem werden für Kunstinteressierte Seminare und Ausstellungen angeboten. Mehr dazu unter www.atelier-color.de.Turtlehouse2
Die Lage ist etwas speziell, zumal sich das Turtle House inmitten eines Golfplatzes befindet.
Turtlehouse3

Das Ordos Art & City Museum

Ma Yansong, Gründer der Pekinger MAD Architekten, hat mit dem Ordos Art & City Museum einen Bau der Extraklasse entworfen. Die futuristisch anmutende Kuppel steht inmitten der Wüste in der Inneren Mongolei und wirkt wie ein riesiger glänzender Wal in einer Mondlandschaft. Der Koloss umfasst 41.227 m² und wird zum Wahrzeichen der boomenden Stadt Ordos.

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Der wunderschön gemachte Film von Niu Han illustriert diesen speziellen Ort auf eine sehr kunstvolle Art.

Historische Schätze würdigen

Mapungubwe, im Grenzgebiet von Südafrika, Botswana und Simbabwe gelegen hat eine reiche Geschichte zu erzählen: Einst ein reiches Goldgräberstätte, danach für 700 Jahre unbewohnt und erst ab 1933 wieder besiedelt gehört diese Region zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Architekt Peter Rich hat auf 1500 m2 ein Besucherzentrum der besonderen Art geschaffen, das „Mapungubwe Interpretive Center„.

Es besteht ausschliesslich aus lokalen Materialien, die in Programmen zur Armutsbekämpfung hergestellt wurden, darunter 200’000 Backsteine, die für die ausladenden Kuppelbauten benötigt wurden.

Diese beherbergen nun die wertvollen Artefakte vergangener Zeiten.

Fotos: Iwan Baan

Oase Siwa

Siwa liegt als westlichste Oasengruppe Ägyptens in der libyschen Wüste und erstreckt sich über eine Länge von 80 km und eine Breite von 2-20 km. Als Depressionen liegt Siwa 18 m unter dem Meeresspiegel.

Die Geschichte der Oase Siwa lässt sich bis ins 15. Jh. v. Chr. zurückverfolgen. Ihr Haupttempel, dem Gott Amun geweiht, und ihr Orakel waren weit über die Grenzen des Pharaoenreichs bekannt. Der wohl bekannteste Besucher des Orakels war Alexander der Große. Er liess sich hier 331 v.Chr. als Sohn des Zeus bestätigen.

Die traditionellen Lehmhäuser sind organisch mit den Ruinen und den wunderschönen Felsenhöhlen (Gräber) verbunden.

Sehenswürdigkeiten in Siwa:

  • Shali – Ruinen von ‚Alt-Siwa‘ – Shali ist der größte Ort der Oase, in dem sich die verlassenen Ruinen des „Alt-Siwas“ befinden. Er wurde im 12. Jh. von den Einwohner Siwas zum Schutz vor Nachbarstämmen gegründet.
  • Tempel des Amun und Amun-Orakel – genau hier befragte Alexander der Große höchstpersönlich das Orakel. Der auf einem Felsvorsprung gelegene Tempel ist allerdings ein Opfer des Zahns der Zeit geworden.
  • Der Berg ‚Al-Dakrur‘ –  Von den Einwohnern Siwas als heiliger Berg angesehen, da seinem weißen Sand Heilkräfte zugeschrieben werden, u.a. gegen Rheuma.
  • ‚Al Mauta‘ oder Der Berg der Toten –  Ein gewaltiges Kalksteingebilde, in dem sich Gräber aus pharaonischer und römischer Zeit befinden.
  • Die Sonnenquelle – Hier soll Königin Kleopatra angeblich gebadet haben, weswegen sie auch ‚Kleopatra-Bad‘ genannt wird. Sie liegt 4 km südlich von Siwa-Stadt.

Yazd, die iranische Wüstenoase

Aufgrund seiner Lage zwischen zwei Wüsten ist Yazd einem besonders harten Klima ausgesetzt: die extrem heißen Sommer und kalten Winter der iranischen Hochebene erfordern eine Architektur, die diesen Bedingungen gerecht wird.
Die überdachten Bazare erinnern an längst vergangene Zeiten, als Marco Polo (13. Jh.) die für seine Teppichherstellung bekannte Stadt an der südlichen Seidenstraße bereiste und Yazd mit dem Attribut die Edle versah. Speziell sind die Windtürme, Badgire genannt, Jahrtausende alte, natürliche Klimaanlagen auf den Dächern der Stadt, die jeden noch so geringen Luftzug mithilfe eines raffinierten Belüftungssystems in den Häusern verteilen.
Wasser ist das Gold der Wüste. Neben Schutz vor sengender Sonne bot die vollständig aus Lehm erbaute Wüstenstadt den Händlern der Seidenstraße vor allem den Zugang zu Wasser. Dies ermöglicht auch heute noch ein auf der Welt einmaliges System aus Wasserkanälen, Qanate genannt, die von Wartungstrupps permanent sauber gehalten werden müssen.
Seit über 2500 Jahren gilt Yazd als Zentrum der Zoroastrismus , der ersten monotheistischen Weltreligion.

Masdar City, die Ökostadt in der Wüste

Masdar (arabisch Quelle“ oder „Ursprung‘) ist ein Stadtbauprojekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Kern dieses Projektes ist Masdar City, eine geplante Ökostadt im Emirat Abu Dhabi, mit deren Bau im Februar 2008 begonnen wurde. Zukünftig wird dort der Hauptsitz der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) sein.

Das als „CO2-neutrale Wissenschaftsstadt“ angekündigte Vorhaben soll vollständig durch erneuerbare Energien versorgt werden. So ist zum Beispiel die Wasserversorgung mit solarbetriebenen Entsalzungsanlagen geplant. Insgesamt soll es nur noch einen Energieaufwand von 25 Prozent pro Kopf verglichen mit dem heutigen Verbrauch geben. Zudem wird die ganze Stadt nach einer strengen Nachhaltigkeitsleitlinie ausgerichtet, so dass sie CO2-emissionslos und durch konsequentes Recycling nahezu abfallfrei sein wird. Frischluftkorridore und Parkanlagen sollen die Bauflächen durchziehen und die Temperatur im Vergleich zur Stadt Abu Dhabi drastisch senken.

Das ehrgeizige Projekt auf einer Fläche von sechs Quadratkilometern wird auf 47.500 Einwohner und rund 1500 Firmen und Institute aus dem Ökologiesektor ausgelegt und kein Punkt im Stadtgebiet wird mehr als 200 Meter von einer Haltestelle der öffentlichen Verkehrsmittel entfernt sein. Die Initiative wird von der Abu Dhabi Future Energy Company (ADFEC) und Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan angeführt. Initiiert im Jahre 2006 und geleitet durch Foster & Partner, wurde das Projekt für einen Erstbezug ab 2016 geplant. Im Frühjahr 2010 wurde jedoch in diversen Medien über zeitliche Verzögerungen und finanzielle Probleme berichtet. Als neuer Fertigstellungstermin des Gesamtprojekts wird nun das Jahr 2025 genannt.

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